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Rollstuhlbasketball – der beliebte Rollstuhlsport

Den meisten Menschen dürfte Rollstuhlbasketball ein Begriff sein. Denn es ist die bekannteste und insgesamt wohl auch beliebteste Rollstuhlsportart.

Im Laufe der 1950er-Jahre entwickelte sich aus der Sportart „Rollstuhlnetzball“ das Spiel, das heutzutage als Rollstuhlbasketball bezeichnet wird. Heute gilt dieser Rollstuhlsport als der am besten adaptierte. Außerdem ist er Gegenstand verschiedenster Wettkämpfe.

Wer kann Rollstuhlbasketball spielen?

Rollstuhlbasketball kann sowohl von Menschen mit Behinderung als auch von Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen gespielt werden.

Um für faire Bedingungen zwischen den Mannschaften zu sorgen, gibt es ein spezielles Klassifizierungssystem. Die Spieler erhalten dabei Punkte, die sich aus dem Grad ihrer Behinderung ergeben.

Die Punktevergabe erfolgt in acht Stufen und in 0,5er-Schritten. Spieler mit dem stärksten Behinderungsgrad bekommen einen Punkt. Sie verfügen über geringe oder überhaupt keine Rumpfkontrolle. Darüber hinaus gilt ihre Sitzbalance als deutlich eingeschränkt.

Spieler, die kaum oder gar nicht eingeschränkt sind, erhalten 4,5 Punkte.

Bei allen anderen Spielern, die den Kategorien eins bis vier nicht eindeutig zugeordnet werden können, dienen die 0,5er-Schritte zur Konkretisierung.

Zusammenstellung der Teams

Eine Mannschaft beim Rollstuhlbasketball besteht aus fünf Feldspielern und maximal sieben Ersatzspielern. Die Klassifizierungspunkte der Teammitglieder auf dem Spielfeld dürfen zu keiner Zeit die Grenze von 14 Punkten überschreiten.

Grundregeln: Unterschied zwischen Rollstuhlbasketball und Fußgängerbasketball

Die Grundregeln beim Rollstuhlbasketball unterscheiden sich praktisch kaum von denen beim ursprünglichen Basketball.

So beträgt auch hier die Spielzeit vier Mal zehn Minuten. Nach dem ersten und dritten Viertel gibt es jeweils eine zweiminütige Unterbrechung, die Halbzeitpause zwischen dem zweiten und dritten Abschnitt beträgt 15 Minuten. Auch die Fouls und die entsprechenden Strafen orientieren sich an den Regeln beim Fußgängerbasketball.

Ein paar kleine Anpassungen wurden beim Rollstuhlbasketball allerdings vorgenommen. So darf ein Spieler in Ballbesitz die Seitenlinie nicht überschreiten – auch nicht mit einem Teil des Rollstuhls. Außerdem dürfen die Akteure die Spielfläche nicht mit ihren Füßen berühren.

Der Ball muss auch beim Rollstuhlbasketball dribbelnd geführt werden. Zieht ein Spieler, während er den Ball in der Hand hält, zweimal am Greifring des Rollstuhls, gilt dies als Schubfehler.

Es gewinnt das Team mit den meisten Punkten. Steht es am Ende der regulären Spielzeit unentschieden, geht es in eine fünfminütige Verlängerung, um den Sieger zu ermitteln.

Sowohl das Spielfeld als auch die Korbhöhe von 3,05 Metern unterscheiden sich nicht von den Maßen beim Fußgängerbasketball.

Der richtige Rollstuhl für Rollstuhlbasketball

Rollstuhlbasketball wird in einem manuell betriebenen Rollstuhl gespielt. In der Regel wird dieser für jeden Spieler individuell angefertigt. Dabei werden spezielle Bedürfnisse, Körpermaße und Spielposition des jeweiligen Akteurs berücksichtigt.

Damit der Rollstuhl im Wettkampf möglichst stabil ist, wird der Rahmen fest verschweißt. Die Räder sind nicht senkrecht, sondern schräg angeordnet. Damit ist das Gefährt besonders wendig und kann nicht so schnell umfallen.

Was es im Einzelnen für einen Rollstuhl beim Rollstuhlbasketball zu beachten gilt, können Sie dem offiziellen Regelwerk des Dachverbands IWBF (International Wheelchair Basketball Federation) entnehmen.

Rollstuhlbasketball: Bundesliga und Paralympics

Seit der Saison 1990/91 gibt es die 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga. Diese besteht aktuell aus zehn Mannschaften.


Deutscher Meister 2020 im Rollstuhlbasketball wurden die Thuringia Bulls – und zwar unter ungewöhnlichen Umständen. Aufgrund der Corona-
Pandemie musste die Saison in der Bundesliga vorzeitig beendet werden. Ohne Playoffs und Playdowns wurde die Abschlusstabelle nach der Hauptrunde zur finalen Wertung herangezogen.

Rollstuhlbasketball ist seit den Paralympics 1960 in Rom paralympische Disziplin. Die USA und Kanada zählen traditionell zu den stärksten Nationen.

Die Zukunft der Sportart bei den Paralympics ist aber ungewiss. Für die Spiele 2020 in Tokio, die ebenfalls dem Coronavirus zum Opfer fielen, gab es Überlegungen des offiziellen Komitees, Rollstuhlbasketball von den Wettkämpfen auszuschließen. Begründet wurde dies
damit, dass die IWBF ihre Regeln noch nicht an den Klassifizierungskodex der Paralympics angepasst habe. Eine Übereinkunft soll nun bis zu
den nächsten Paralympics, die 2021 in Tokio über die Bühne gehen sollen, gefunden werden.

Sie wollen Rollstuhlbasketball spielen?

Wenn Sie Rollstuhlbasketball selbst einmal ausprobieren möchten, empfehlen wir Ihnen einen Besuch auf der offiziellen Seite des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes. Dort finden Sie passende Vereine in Ihrer Nähe.

Und falls Rollstuhlbasketball noch nicht ganz Ihren persönlichen Geschmack getroffen hat, lesen Sie doch mal unseren Blogbeitrag über die Sportart E-Hockey.

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