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Rollstuhlgerechte Türen und Durchgänge

25. Juni 2021

Je schmaler das Rollstuhlmodell, desto leichter lässt es sich durch enge Passagen manövrieren – jedenfalls in der Theorie. In erster Linie sollte Ihr Hilfsmittel aber auf Ihre körperlichen Bedürfnisse und nicht auf Ihre Umgebung zugeschnitten sein. Umso wichtiger ist, dass Sie im Alltag rollstuhlgerechte Türen und Durchgänge nutzen können.

Öffentliche Gebäude sind barrierefrei, also für jeden Menschen – ob mit oder ohne Rollstuhl – zugänglich. Doch in privaten Wohngebäuden ist das oft anders. Dabei ist gerade in den eigenen vier Wänden wichtig, sich ungehindert fortbewegen zu können.

In diesem Blogbeitrag erklären wir Ihnen, was eine rollstuhlgerechte Tür ausmacht und welche Unterstützung Sie beim Umbau in Anspruch nehmen können.

Vorgaben laut DIN-Norm 18040

Welche Eigenschaften eine Tür oder ein Durchgang haben sollte, um als rollstuhlgerecht zu gelten, wird innerhalb der DIN-Norm 18040 definiert. Für öffentliche Gebäude ist diese verpflichtend, in Wohnumgebungen gelten sie als Empfehlung – sind allerdings je nach Bundesland teilweise im Baugesetz zu finden.

Wichtig: Barrierefrei bedeutet zwar im öffentlichen Raum auch rollstuhlgerecht – die Norm für Gebäude der wohnbezogenen Nutzung (DIN-Norm 10840-2) ist allerdings noch einmal unterteilt. Wir beziehen uns hier explizit auf die Angaben, die eine Tür uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar machen. Wie die beiden Begriffe sich unterscheiden, können Sie in unserem Blogbeitrag Rollstuhlgerecht oder barrierefrei – das müssen Sie wissen nachlesen.

Welche Eigenschaften haben rollstuhlgerechte Türen?

Rollstuhlgerechte Türen sind 90 cm breit und 205 cm hoch. Man orientiert sich dabei an den lichten Maßen – also der Öffnung innerhalb des Rahmens. Wie auch im Rest des Wohnbereichs sollten sich davor Bewegungsflächen von 150 x 150 cm befinden, damit Sie Ihren Rollstuhl ungehindert wenden können. Auf Türschwellen wird verzichtet, wenn möglich. Falls nicht, dürfen diese nicht höher als 2 cm sein.

Türöffner, Schalter und Griffe sollen sich auf einer Höhe von 85 cm befinden. Grundsätzlich müssen diese auch bei eingeschränkter Greiffähigkeit nutzbar sein.

Die geöffnete Tür darf nicht in Fluchtgänge, Verkehrsflächen oder Wege hineinragen und diese versperren.

Wenn der Einbau möglich ist, sind Schiebetüren die optimale Lösung, da sie besonders platzsparend und gut zu bedienen sind.

Besonderheit: Badezimmer-, Dusch- und Türen zu Umkleidekabinen

Für Türen zu sanitären Einrichtungen und Umkleidekabinen gelten darüber hinaus weitere Voraussetzungen. Falls es zu einem Unfall kommt – etwa durch Ausrutschen auf dem nassen Boden – müssen helfende Personen den Raum auch von außen betreten können.

Deshalb sollte eine rollstuhlgerechte Tür hier nicht nach innen aufschwingen. Außerdem muss sie auch von außen entriegelt werden können.

Ist eine nachträgliche Anpassung problemlos möglich?

Nicht viele Wohnungen verfügen über rollstuhlgerechte Türen. Wenn Sie darauf angewiesen sind, sich auch Zuhause sitzend fortzubewegen, kann das zu Problemen führen. Durchgänge können aber durchaus nachträglich verbreitert werden. Wenn Sie in einer Mietimmobilie leben, müssen Sie Ihr Vorhaben vorab mit dem Vermieter besprechen.

Beim Umbau sollten Sie in jedem Falle auf die Einschätzung von Fachpersonal zurückgreifen. Der Umfang der Arbeiten ist von mehreren Faktoren abhängig – befindet sich die Tür eventuell in einer tragenden Wand? Sind Leitungen im Weg? Muss der Türsturz ausgetauscht werden?

Die Kosten variieren je nach dem, wie viel Aufwand notwendig ist, um einen Durchgang rollstuhlgerecht anzupassen.

Zuschüsse für den Umbau rollstuhlgerechter Türen

Der rollstuhlgerechte Umbau Ihrer Türen oder anderer Wohnungselemente kann unter Umständen finanziell unterstützt werden. Je nach Institution müssen für eine Beantragung unterschiedliche Voraussetzungen erfüllt werden. Zudem handelt es sich bei der Gewährleistung immer um eine Einzelfallentscheidung.

Verfügen Sie über einen Pflegegrad, ist die Pflegekasse der passende Ansprechpartner. Bis zu 4.000 Euro können für notwendige Anpassungen des Wohnraums gezahlt werden. Dazu zählt auch die Vergrößerung von Türen.

Alternativ kann die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zurate gezogen werden. Diese bietet im Rahmen des „altersgerechten Umbauen“ einen Zuschuss oder Kredit. Diese Maßnahmen können unter bestimmten Voraussetzungen zum Umbau zu rollstuhlgerechten Türen genutzt werden.

Weitere Informationen zum barrierefreien und rollstuhlgerechten Wohnen

Im Alltag eines Rollstuhlfahrenden gibt es viele potenzielle Barrieren. Wenn Sie auch in der Wohnung auf die Nutzung Ihres Hilfsmittels angewiesen sind, ist es umso wichtiger, dass Ihre Umgebung rollstuhlgerecht gestaltet ist. Zusätzlich können Sie auf ein besonders handliches Rollstuhlmodell zurückgreifen. Sogar Elektrorollstühle wie beispielsweise der ergoflix verfügen mittlerweile über Maße, die sich für die Nutzung in Innenräumen eignen.

Weitere Informationen zum Thema Barrierefreiheit und rollstuhlgerechtes Wohnen können Sie hier nachlesen:
Der elektrische Rollstuhl in der Wohnung
Diese Anforderungen erfüllt eine rollstuhlgerechte Wohnung

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