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Kann man einen Rollstuhl elektrisch nachrüsten?

8. August 2021

Manchmal kommt bei Besitzern eines manuellen Rollstuhls der Wunsch auf, diesen umzurüsten. Schließlich bringt ein elektrischer Antrieb eine große Entlastung mit sich. Vor allem sehr lange oder unebene Strecken können auf diese Weise leichter bewältigt werden.
Möchten Sie dauerhaft auf eine solche Unterstützung zurückgreifen, empfiehlt sich ganz klar die Anschaffung eines Elektrorollstuhls. Aber auch für die gelegentliche Nutzung gibt es eine Lösung: Sie können Ihren manuellen Rollstuhl ganz leicht mit elektrischen Zusatzantrieben ausrüsten.

Welche Zusatzantriebe gibt es?

Nachrüsten können Sie Ihren Rollstuhl mithilfe von unterschiedlichen Zusatzantrieben. Diese können üblicherweise unkompliziert ab- und anmontiert werden. Darüber hinaus achten die Hersteller darauf, sie so leicht und handlich wie möglich zu halten. So lassen sie sich mitunter auch im Kofferraum mitführen und vor Ort anbringen.

Je nachdem, aus welchem Grund Sie Ihren Rollstuhl elektrisch nachrüsten möchten, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Rollstuhlzuggeräte werden vor Ihr manuelles Hilfsmittel geschnallt. Wie der Name vermuten lässt, zieht ein solches elektrisches Modell Sie im Rollstuhl hinter sich her. Bedienen können Sie das Gerät selbst von Hand über einen Joystick oder einen Drehgasgriff.

Die Ausstattung mit einem Radnabenantrieb eignet sich, wenn Sie die Fortbewegung zusätzlich erleichtern wollen. Dieser wirkt an den Rädern – hier werden Elektromotoren aktiviert, die Sie bei der Anschubbewegung entlasten. Bergauffahrten und lange Strecken lassen sich so mit weniger Kraftaufwand bewältigen. Da die Bremswirkung gesteigert wird, können Sie sich auch bergab sicher fortbewegen.

Möchten Sie Ihren Rollstuhl elektrisch nachrüsten, um Begleitpersonen zu unterstützen? Dann könnte ein entsprechender Zusatzantrieb für Schiebende die richtige Wahl sein. Diese können Sie flexibel vom Schiebegriff aus bedienen. Vor allem bergauf kann eine solche elektrische Brems- und Schiebehilfe eine riesige Entlastung für begleitende Personen darstellen.

Vor dem Kauf sollten Sie sich informieren, ob der Zusatzantrieb mit Ihrem Rollstuhl kompatibel ist.

Für wen ist das elektrische Nachrüsten des Rollstuhls sinnvoll?

All die oben genannten Zusatzantriebe haben eines gemeinsam: Sie können bei Bedarf an- oder abmontiert werden. Auf diese Weise lässt sich Ihr Rollstuhl sowohl elektrisch als auch manuell bedienen. Wenn es Ihnen wichtig ist, flexibel entscheiden zu können, wie Sie Ihren Rollstuhl fortbewegen, ist das die optimale Lösung.

Gründe für diese Art der Erweiterung können beispielsweise sein:

  • Sie möchten Ihren Bewegungsfreiraum erweitern.
  • Anstrengende Strecken möchten Sie auch ohne Hilfe befahren.
  • Helfende Personen sollen entlastet werden.
  • Lange Strecken und Steigungen können leicht und sicher genutzt werden.

Sofern Sie sich eine dauerhafte elektrische Unterstützung am Rollstuhl wünschen, sollten Sie über die Anschaffung eines Elektrorollstuhls nachdenken. Diese sind bei Weitem nicht mehr so unhandlich wie noch vor einigen Jahren. Mittlerweile gibt es schmale und wendige Modelle, die sich auf für aktive Spazierfahrer eignen. Der ergoflix beispielsweise ist nicht nur sehr leicht, sondern auch zusammenfaltbar. Darüber hinaus kann ein Bedienmodul flexibel am Schiebehalter angebracht werden. Auf diese Weise kann der Elektrorollstuhl auch schiebende Personen entlasten – und hat somit viele der positiven Eigenschaften eines Zusatzantriebes vorzuweisen.

Weitere Unterschiede zwischen elektrischen Rollstühlen und Zusatzantrieben können Sie übrigens in unserem Blogbeitrag Rollstuhl mit Motor: Zusatzantrieb oder E-Rollstuhl? nachlesen.

Was kostet es, den Rollstuhl elektrisch umzurüsten?

Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten: Die Preise von Zusatzantrieben hängen eng mit deren Eigenschaften zusammen. Je nach Anbieter und Funktion können die Kosten daher stark variieren.

Sie erhalten Modelle für 800, aber auch für 7.000 Euro. Die Preisspanne ist demnach sehr breit. Bei der Wahl eines entsprechenden Antriebs sollten Sie beachten, dass Elektrorollstühle über ähnliche Preise verfügen. Wenn Sie Ihr Hilfsmittel dauerhaft elektrisch nutzen möchten, könnte das eine ausschlaggebende Information für Ihre Entscheidung sein.

Wird der Zusatzantrieb von der Krankenkasse übernommen?

Genau wie ein Elektrorollstuhl gilt ein Zusatzantrieb als Hilfsmittel. Deshalb kann es tendenziell von der Krankenkasse übernommen werden. Dafür muss Ihr behandelnder Arzt Ihnen ein Attest darüber ausstellen, weshalb ein solches Produkt für Sie notwendig ist. Wie genau Sie dazu vorgehen müssen, können Sie in unserem Blogbeitrag In 5 Schritten einen Elektrorollstuhl beantragen /blog/e-rollstuhl-beantragen-in-5-schritten nachlesen. Die hier beschriebenen Punkte gelten auch zur Beantragung eines Zusatzantriebs.

Wichtig ist allerdings: Reichen Sie die Beantragung nur ein, wenn Sie sich Ihrer Wahl sicher sind. Sollten Sie Ihren Rollstuhl elektrisch nachgerüstet haben, kann die Krankenkasse Ihnen die Übernahme eines E-Rollstuhls in naher Zukunft verweigern. Das ist der Fall, wenn das Institut darin eine Doppelversorgung sieht.

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