Kostenloser Versand in D-A-CH ab 40,- €
Versand mit DHL Express
Serviceteam
Rufnummer 02852-94590-00
 

Rollstuhlgerechtes Bad: empfohlene Maße und Umbau

Das Badezimmer ist einer der wichtigsten Räume der Wohnung. Doch mit dem Rollstuhl kann sich die Nutzung schwierig gestalten – besonders, weil barrierefreie Einrichtungen leider nicht zum Standard zählen. Damit Sie sich trotzdem ungehindert fortbewegen können, ist der Umbau zu einem rollstuhlgerechten Bad empfehlenswert.

Welche Eigenschaften dieses haben sollte und welche finanzielle Unterstützung Sie in Anspruch nehmen können, beantworten wir Ihnen in diesem Blogbeitrag.

Ist ein barrierefreies Bad auch rollstuhlgerecht?

Barrierefreiheit ist innerhalb der DIN 18040 klar definiert. Für öffentliche Einrichtungen bedeutet das, dass diese uneingeschränkt für alle Menschen zugänglich sind. In privaten Wohngebäuden verhält sich das jedoch etwas anders.

Zusammenfassend gesagt: Eine barrierefreie Wohnung ist nicht automatisch uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar. Stattdessen verfügt eine rollstuhlgerechte Wohnung über einige Anforderungen, die über die barrierefreie Definition in Wohngebäuden hinausgeht.
Innerhalb der DIN-Norm 18040-2 sind die entsprechenden Unterschiede genau definiert. Nachlesen können Sie diese auch in unserem Blogbeitrag Rollstuhlgerecht oder barrierefrei – das müssen Sie wissen.

In diesem Beitrag gehen wir explizit auf die Anforderungen eines rollstuhlgerechten Badezimmers ein. Dabei orientieren wir uns an den oben benannten Normen – diese sind im privaten Wohnbereich allerdings als Empfehlung und nicht grundsätzlich als Verpflichtung zu sehen. Je nach Bundesland ist die Einhaltung unterschiedlich geregelt – in manchen Fällen gehören Teile daraus zum Baugesetz.

Welche Eigenschaften hat ein rollstuhlgerechtes Bad?

Ein Badezimmer, das der DIN-Norm 18040-2 entspricht, bietet ausreichend Platz zur Verwendung eines Rollstuhls. Des Weiteren wird die selbstständige Nutzung der sanitären Einrichtungen gewährleistet. Alternativ dienen die Anpassungen der Arbeitserleichterung von Pflegepersonal.

Welche Maße und Eigenschaften ein rollstuhlgerechtes Bad dafür besitzen muss, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.

An dieser Stelle betonen wir, dass diese Angaben der Orientierung dienen und eine Empfehlung darstellen. Je nach individueller Größe oder Art Ihrer Einschränkung können abweichende Anforderungen notwendig sein (etwa bei der Höhe der Toilette).

Bewegungsflächen

  • müssen in der gesamten rollstuhlgerechten Wohnung gegeben sein.
  • betragen 150 x 150 cm.
  • können sich überlagern: Wenn beispielsweise die Duschfläche kleiner ist, muss der Platz davor entsprechend groß sein.
  • sollten ein unkompliziertes Drehen und Wenden ermöglichen.

Türen im rollstuhlgerechten Bad

  • sind 90 cm breit.
  • haben eine Klinke, die 85 cm über dem Fußboden liegt.
  • sollten nicht nach Innen (in Richtung Bad) aufschlagen.
  • müssen von außen entriegelt werden können (im Falle eines Sturzes etc.).
  • sind besonders platzsparend, wenn es Schiebetüren sind.

Toiletten

  • sind laut DIN-Norm rollstuhlgerecht mit einer Montagehöhe von 46-48 cm.
  • sind 70 cm tief von der Wand in den Raum ragend.
  • sollten seitlich anfahrbar sein – durch 90 cm Freiraum auf einer Seite.
  • haben unterstützende Halte- und Stützgriffe in der Nähe.
  • sollen dank der rollstuhlgerechten Maßnahmen einen selbstständigen Sitzwechsel ermöglichen.

Waschbecken

  • sind unterfahrbar, ohne dass Sie mit dem Knie anstoßen.
  • haben laut DIN-Norm eine Höhe von 80 cm.
  • schließen direkt an einen Spiegel an (wenn vorhanden). Dieser ist maximal einen Meter hoch.
  • mit höhenverstellbarer Funktion sind die optimal, wenn sie von Rollstuhlfahrenden und Fußgehenden gleichermaßen genutzt werden.

Duschen

  • sind ebenerdig und stufenlos nutzbar.
  • verfügen über rutschhemmende Bodenbeläge.
  • halten bestimmte Ablauf-Eigenschaften ein, z. B., um Pfützenbildung zu verhindern.
  • sind mit einem Duschsitz und Stützgriffen ausgestattet.
  • mit Duschvorhängen sind in der Regel praktischer als solche mit starren Türen.
  • sind meist leichter nutzbar als Badewannen.

Badewannen

  • sollten mittels Lift zugänglich gemacht werden oder …
  • … über eine Tür verfügen.
  • sollten ebenfalls mit Stützgriffen ausgestattet sein.

Zuschüsse für den Umbau des Badezimmers

Auf dem Wohnungsmarkt sind barrierefreie Wohnungen leider eher schwer zu finden. Vor allem rollstuhlgerechte Badezimmer sind aber sehr wichtig, um einen angemessenen Lebensstandard einzuhalten. Allerdings kann eine Wohnung auch nachträglich entsprechend angepasst und umgebaut werden. Sollten Sie in einer Mietwohnung leben, müssen Sie das Vorhaben natürlich erst mit Ihren Vermietern absprechen.

Im Falle eines Umbaus haben Sie mehrere Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung zu beantragen. Vorab: Die Voraussetzungen variieren je nach Institution und die Gewährleistung ist immer eine Einzelfallentscheidung.

Krankenkasse

Viele Dinge, die Ihr Bad rollstuhlgerecht machen können, gelten als Hilfsmittel. Dazu gehören beispielsweise Duschhocker, Aufrichthilfen oder Toilettensitzerhöhungen. Solche können Sie bei der Krankenkasse beantragen und erhalten bei Zusage einen Zuschuss. Dazu benötigen Sie eine explizite Verordnung Ihres Arztes und einen Kostenvoranschlag des entsprechenden Hilfsmittels. Beides senden Sie an Ihre Krankenkasse.

Pflegekasse

Von der Pflegekasse können Sie einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro erhalten, sofern Sie in eine Pflegestufe eingestuft wurden. Gewährleistet wird dieser für Maßnahmen, die notwendig sind, die häusliche Pflege oder das selbstständige Agieren zu gewährleisten und zu vereinfachen. Das kann beispielsweise eine Türverbreiterung sein oder die Einrichtung höhenverstellbarer Waschbecken.

KfW

Durch Institutionen wie die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) können Sie ebenfalls auf Zuschüsse und außerdem auf Darlehen zurückgreifen. Wichtig zu wissen: Wenn Sie sich beim Umbau nicht an die Vorgaben der DIN-Norm halten, könnte es sein, dass Sie durch die KfW keine Bewilligung erhalten.

Ergänzung zur rollstuhlgerechten Umgebung: Modell für den Innenbereich

In erster Linie sollte Ihr Rollstuhl an Ihre körperlichen Bedürfnisse ausgerichtet werden. Dass sie bequem sitzen und sich ohne Schmerzen fortbewegen können, hat oberste Priorität.

Zusätzlich kann es den Alltag allerdings erleichtern, wenn Sie einen handlichen Rollstuhl im Innenbereich nutzen. Sogar Elektrorollstühle eignen sich heutzutage dafür – der ergoflix L beispielsweise ist 61,5 cm breit und lässt sich auch in schmaleren Gängen gut bedienen. Darüber hinaus ist er sehr leicht und wendig.

In Verbindung mit einer rollstuhlgerechten Wohnung können Sie Ihren Alltag so unkompliziert wie möglich halten.

Mehr zum Thema lesen?

Auf unserem Blog finden Sie weitere Beiträge zum Thema Barrierefreiheit. Hier finden Sie eine kleine Auswahl, sehen Sie sich gern um:

Rollstuhlgerechte Autos – das müssen Sie wissen
Der elektrische Rollstuhl in der Wohnung
Diese Anforderungen erfüllt eine rollstuhlgerechte Wohnung 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
ergoflix® L ergoflix® L
Inhalt 1 Stück
ab 3.890,00 € *
In den Warenkorb
ergoflix® L plus ergoflix® L plus
Inhalt 1 Stück
ab 3.990,00 € *
In den Warenkorb
ergoflix® M ergoflix® M
Inhalt 1 Stück
ab 3.290,00 € *
In den Warenkorb