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Wird ein zweiter Rollstuhl von der Krankenkasse übernommen?

29. Oktober 2021

Es gibt viele Gründe, aus denen ein zusätzlicher Rollstuhl praktisch sein kann: Etwa als Ersatz, sollte Ihr Hilfsmittel in der Reparatur sein oder aber Sie können sich nur mit einem elektrischen Modell im Außenbereich gut fortbewegen.

Aber übernimmt die Krankenkasse die Kosten für einen zweiten Rollstuhl? Dieser Frage gehen wir in diesem Blogbeitrag nach.

Anspruch auf Hilfsmittelversorgung durch die Krankenkasse

Bei einem Rollstuhl handelt es sich um ein medizinisches Hilfsmittel. Es kann daher bei der Krankenkasse beantragt und von dieser übernommen werden. Voraussetzung dafür ist der Nachweis, dass Sie ohne diesen Ihrem Alltag nicht oder nur sehr beschwerlich nachgehen können.

Diesen Umstand attestiert Ihnen Ihr behandelnder Arzt. Auf Grundlage des entsprechenden Rezepts prüft die Krankenkasse Ihre Anfrage. (Mehr dazu können Sie in unserem Blogbeitrag Rollstuhl von der Krankenkasse: Diese Unterstützung können Sie erwarten nachlesen.)

Grundsätzlich gilt dabei, dass Sie einen Anspruch auf Erstversorgung haben. Wenn Sie einen zweiten Rollstuhl bei der Krankenkasse beantragen, handelt es sich dabei aber um eine Zweit- oder Mehrfachversorgung. Der Weg zur Beantragung ist in diesem Fall der gleiche – die Bewertung allerdings eine andere.

Hinter dem Wunsch eines zweiten Hilfsmittels der gleichen Art stehen sehr individuelle Gründe. Es handelt sich bei der Zu- oder Absage demnach immer um eine Einzelfallentscheidung.

In welchen Fällen genehmigt die Krankenkasse einen zweiten Rollstuhl?

Anspruch auf eine Zweitversorgung mit einem Rollstuhl haben Sie nicht. In seltenen Fällen kann es allerdings trotzdem zu einer Genehmigung durch die Krankenkasse kommen.

Genau wie bei der Erstversorgung müssen Sie plausibel begründen, weshalb ein Hilfsmittel für Ihre Bedürfnisse nicht ausreichend ist. Das kann der Fall sein, wenn Ihre Situation eine Verschlechterung Ihres Gesundheitszustandes mit sich bringt oder Sie komplett in Ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Wie gesagt, sind diese Gründe hoch individuell. Ein Beispiel könnte sein, dass Sie nicht am alltäglichen Leben teilnehmen können, weil Ihr vorhandenes Modell sich für den Außengebrauch nicht eignet. Aber auch, wenn Sie ohne Hilfsmittel komplett in Ihrer Mobilität eingeschränkt sind und eine Reparatur für Sie bedeutet, Ihren Alltag ausschließlich im Bett verbringen zu können.

Ob Ihre Krankenkasse das ebenfalls so wertet, finden Sie allerdings nur sicher heraus, indem Sie eine Beantragung eines zweiten Rollstuhls anstoßen.

Zweiter Rollstuhl als Ersatz nach langjähriger Nutzung Ihres Hilfsmittels

Anders wird gewertet, wenn Sie nach längerer Nutzung Ihres Hilfsmittels ein neues beantragen möchten. In diesem Fall erhalten Sie den zweiten Rollstuhl durch die Krankenkasse nicht zusätzlich, sondern als Ersatz.
Notwendig kann das sein, wenn Ihr körperlicher Zustand sich verändert hat und Sie ein Hilfsmittel mit entsprechend angepassten Eigenschaften benötigen. Aber auch, wenn die Reparaturkosten Ihres Rollstuhls den Restwert übersteigen oder keine Ersatzteile mehr erhältlich sind, entscheidet sich die Krankenkasse oft für einen Austausch.

Diese und ähnliche Gründe können demnach dazu führen, dass Sie einen zweiten Rollstuhl genehmigt bekommen – allerdings anstelle des Vorhandenen.

Hierzu wird Sie Ihr zuständiges Sanitätshaus ausführlich beraten. Das Fachpersonal kann Ihnen eine Einschätzung darüber geben, ob eine Beantragung eines neuen Rollstuhls notwendig und erfolgreich sein könnte.

Zweiter Rollstuhl zum Austausch: Kann das alte Modell behalten werden?

Der Gedanke, dass Sie bei einem Austausch das alte Hilfsmittel als Ersatz behalten können, liegt nahe. Wenn es sich dabei um Ihr Eigentum handelt, ist das natürlich möglich. Doch: Wenn Ihre Krankenkasse den Rollstuhl genehmigt hat, kann es sich dabei um eine Leihgabe handeln.

Manche Hilfsmittel gehen in Ihren Besitz über: Kompressionsstrümpfe beispielsweise oder hoch individualisierte Gegenstände. Ein Rollstuhl hingegen wird meist wie neu aufbereitet und verliehen. In diesem Fall gehört er Ihrer Krankenkasse oder dem Sanitätshaus und muss nach der Benutzung zurückgegeben werden. Die entsprechenden Richtlinien werden nach der Genehmigung kommuniziert.

Eines sollten Sie allerdings bedenken: Selbst, wenn es sich um Ihr eigenes Hilfsmittel handelt. Es hat einen Grund, weshalb Sie einen zweiten, neuen Rollstuhl bei Ihrer Krankenkasse beantragen. Vielleicht sitzen Sie im alten Modell nicht mehr bequem, die Maße entsprechen nicht mehr Ihrer Körperstatur oder es gibt ständig Defekte. Überlegen Sie genau, ob es sicher ist, den Rollstuhl noch zu nutzen – auch, wenn es sich nur um eine Übergangsphase handelt.

Kann ein elektrisches Modell als Zweitrollstuhl bei der Krankenkasse beantragt werden?

In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, ein manuelles und ein elektrisches Modell zu besitzen – beispielsweise, wenn Sie lange Strecken im Außenbereich nicht manuell bewältigen können, ein E-Rollstuhl im Innenbereich aber zu unhandlich ist. Es kann aber durchaus sein, dass in diesem Fall ein kompletter Austausch Ihres manuellen Rollstuhls sinnvoller ist. Schließlich sind elektrische Ausführungen mittlerweile sehr handlich und sowohl für Innen- als auch Außenbereich geeignet.

Der Grundsatz hier ist genau wie oben beschrieben: Da es sich immer um eine individuelle Einzelfallentscheidung handelt, kann keine eindeutige Aussage dazu getroffen werden. Wie bei einem manuellen Modell wird auch hier durch die Krankenkasse geprüft, ob die Anschaffung eines zweiten Rollstuhls notwendig ist.

Herausfinden, ob Sie erfolgreich sein könnten, können Sie nur durch eine Beantragung. Grundsätzlich ist es dabei sinnvoll, wenn Ihr Arzt auf dem Attest eine Hilfsmittelnummer vermerkt. Mittlerweile verfügen auch einige Elektrorollstühle (z. B. ergoflix® L) über eine solche.

Für den Fall, dass Sie einen zweiten Rollstuhl bei Ihrer Krankenkasse beantragen möchten, wünschen wir Ihnen viel Erfolg.

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