
Die Gonarthrose, also Arthrose im Knie, ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen. Anfangs bemerken Betroffene meist leichte Beschwerden wie ein Ziehen im Knie nach längerem Gehen oder nach dem Aufstehen. Die Beschwerden können mit der Zeit stärker werden. Mit der richtigen Behandlung wie zum Beispiel Physiotherapie und gezielter Bewegung kann die Mobilität auch mit der Diagnose Gonarthrose meist lange erhalten werden. So kannst Du sogar um eine Operation herum kommen.
Bist Du von Gonarthrose betroffen, bedeutet dies, dass Dein Kniegelenk zunehmend verschleißt. Dies passiert, indem sich der Gelenkknorpel abbaut. Dieser sorgt im gesunden Zustand dafür, dass die Gelenkflächen quasi reibungslos aufeinander gleiten können. Außerdem dämpft er Stöße und hilft dabei, Belastung gleichmäßig zu verteilen. Mit zunehmendem Knorpelabbau werden diese Funktionen eingeschränkt. Im fortgeschrittenen Stadium kann es dazu kommen, dass die Knochen im betroffenen Gelenk beinahe direkt aufeinander reiben. Dies führt zu Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen.
Außerdem kann es zu weiteren Veränderungen der Knochen kommen – es bilden sich sogenannte Osteophyten. Dies sind knöcherne Auswüchse an den Gelenkrändern, die als Reaktion des Körpers die Gelenkfläche vergrößern und so die Druckbelastung besser verteilen sollen.
Bei der Kniearthrose unterscheidet man je nach betroffenem Bereich im Knie zwischen zwei unterschiedlichen Formen:
Bei der medialen Gonarthrose ist die Innenseite des Kniegelenks betroffen. Dabei handelt es sich um die häufigste Form der Kniearthrose, da die Innenseite des Kniegelenks beim Gehen in der Regel stärker belastet wird. Dadurch ist dort das Risiko für einen Knorpelverschleiß am größten.
Auch die Außenseite des Kniegelenks kann von Arthrose betroffen sein, dann spricht man von einer lateralen Gonarthrose. Diese kommt seltener vor und hängt oft mit Fehlstellungen oder früheren Verletzungen zusammen.
In der Regel treten Beschwerden schleichend auf, sodass Du diese vielleicht zunächst gar nicht als Symptome einer Kniearthrose wahrnimmst. Daher ist es wichtig, die Symptome zu kennen und diese bei Verdacht ärztlich abklären zu lassen. Häufige Symptome einer Kniearthrose sind:
Befindet sich die Erkrankung im frühen Stadium, bemerkst Du die Symptome nur selten oder nach starker Belastung. Schreitet die Gonarthrose voran, treten die Symptome häufiger im Alltag und auch im Ruhezustand auf.
Bei einer Kniearthrose kann es zusätzlich zu Entzündungsprozessen kommen, also zu einer sogenannten aktivierten Arthrose. Dann nehmen Betroffene in der Regel auch Symptome wie ein warmes, geschwollenes oder besonders schmerzhaftes Knie wahr.
Wie bei den meisten Arthrose-Formen gibt es auch bei der Kniearthrose meist nicht einen einzigen Auslöser. Häufig wirken mehrere Faktoren über Jahre hinweg.
Im Alter steigt das Risiko, an Kniearthrose zu erkranken. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass der Knorpel mit den Jahren an Wasser und Elastizität verliert und dadurch weniger belastbar ist bzw. bei Belastung schneller Schaden nimmt. Außerdem wird der Stoffwechsel im Knorpelgewebe langsamer, wodurch mögliche Schäden schlechter regenerieren.
Doch keine Sorge: Nicht jeder Mensch leidet im Alter an Arthrose im Knie. Häufig bleiben die Kniegelenke auch komplett gesund.
Für die Entstehung von Kniearthrose spielt Übergewicht eine große Rolle. Wusstest Du, dass Dein Kniegelenk in Bewegung ein Vielfaches Deines Körpergewichts trägt?
Mit zunehmendem Gewicht wird auch der Knorpel im Kniegelenk stärker belastet, da eine deutlich größere Kraft auf diesen wirkt. Hältst Du also ein Normalgewicht, ist die mechanische Belastung für Dein Kniegelenk nicht so groß. Adipositas erhöht jedoch das Risiko nicht nur mechanisch, sondern auch durch entzündungsfördernde Stoffwechselprozesse (Adipokine).
Die Beinstellung spielt eine wichtige Rolle für Deine Knie. Wenn Du zum Beispiel X-Beine oder O-Beine hast, verteilt sich Dein Körpergewicht nicht mehr gleichmäßig auf das Kniegelenk. Dies führt vor allem in Bewegung dazu, dass entweder die Innen- oder die Außenseite Deines Kniegelenkes noch stärker belastet wird. Dadurch verschleißt der Knorpel in diesem Bereich schneller.
Wenn Du bereits eine Verletzung im Bereich des Knies hattest, kann dies das Risiko für Gonarthrose erhöhen, da durch eine Verletzung die Stabilität oder Mechanik des Gelenks dauerhaft verändert sein kann. Aufmerksam solltest Du vor allem bei folgenden Verletzungen sein:
Bei diesen Verletzungen kann es vorkommen, dass sich auch nach dem Ausheilen die Belastung im Knie langfristig anders verteilt. Dies kann, wie wir bereits wissen, den Knorpelverschleiß beschleunigen und eine Kniearthrose begünstigen.
Wenn Du beruflich oder in Deiner Freizeit Tätigkeiten ausübst, bei denen Du viel knien, hocken oder schwer heben musst, belastet dies Dein Knie über das übliche Maß hinaus. Auch manche Sportarten, die mit Stößen oder schnellen Richtungswechseln verbunden sind, beispielsweise Fußball, Handball, intensives Joggen mit Überlastung, können das Risiko für eine Kniearthrose erhöhen.
Beachte: Bewegung ist nicht automatisch schlecht für Dein Knie. Im Gegenteil: Sie ist sinnvoll und wichtig. Unsere Expertin und Physiotherapeutin Mira Hewing betont: „Zur Vorbeugung einer Gonarthrose sind regelmäßige Bewegung und ausreichende Muskelkraft besonders wichtig. Vor allem die Muskulatur von Oberschenkel und Hüfte stabilisiert das Kniegelenk und verteilt Belastungen effizienter." Geeignete Übungen zeigen wir Dir im weiteren Verlauf des Blogbeitrags.
Wenn Du den Verdacht hast, an einer Kniearthrose zu leiden, ist es durchaus sinnvoll, sich mögliche Erkrankungen in der Familie anzuschauen. Denn auch die genetische Veranlagung spielt bei manchen Menschen eine Rolle: Ist Arthrose in den älteren Generationen Deiner Familie bereits vorgekommen?
Außerdem können auch Stoffwechselerkrankungen oder entzündlich-rheumatische Erkrankungen das Risiko erhöhen. Dazu zählen unter anderem rheumatoide Arthritis, Gicht oder Diabetes mellitus.
Hast Du den Verdacht, an einer Kniearthrose zu leiden, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Eine frühzeitige Diagnose macht eine zeitnahe Behandlung möglich und kann das Voranschreiten der Erkrankung verlangsamen.
Zunächst wird Dein Arzt ein Anamnese-Gespräch mit Dir führen, um mehr über Deinen Gesundheitszustand und die Beschwerden herauszufinden. Du kannst Dich zum Beispiel auf folgende typische Fragen einstellen:
Nach dem Gespräch folgt eine Untersuchung des Knies. Dabei achtet der Arzt unter anderem auf folgende Faktoren:
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, bildgebende Verfahren hinzuzuziehen. Diese können dabei helfen, die Diagnose zu sichern oder auszuschließen.
Eine der wichtigsten Verfahren ist das Röntgen. Auf einem Röntgenbild ist der Knorpel selbst zwar nicht zu erkennen, die Ärzte können jedoch den Gelenkspalt detailliert betrachten und Rückschlüsse ziehen. Auf den Bildern sind zum Beispiel folgende Veränderungen zu erkennen: Verschmälerung des Gelenkspalts als Hinweis auf Knorpelverlust, knöcherne Anbauten (Osteophyten), Verdichtung des Knochens unterhalb des Knorpels (subchondrale Sklerose), Veränderungen der Beinachse.
Ein MRT (Magnetresonanztomographie) ist zwar nicht die erste Wahl bei dem Verdacht auf Kniearthrose, wird dennoch in manchen Fällen hinzugezogen – zum Beispiel wenn die Beschwerden diffus sind oder eine zusätzliche Verletzung vermutet wird. Auf den MRT-Bildern können unter anderem folgende Veränderungen erkannt werden: Knorpelschäden, Meniskusverletzung, Verletzungen an Bändern, Veränderungen der Gelenkschleimhaut, Knochenmarködeme.
In bestimmten Fällen können ergänzende Untersuchungen sinnvoll sein. Dazu gehören beispielsweise Blutuntersuchungen, wenn entzündlich-rheumatische Erkrankungen ausgeschlossen werden sollen, oder eine Gelenkpunktion bei einem ausgeprägten Erguss. Dabei wird Gelenkflüssigkeit entnommen und im Labor untersucht, um etwa eine Infektion oder Gicht auszuschließen.
Welche Diagnoseverfahren für Dich geeignet sind, erklärt Dir Dein Arzt.
Gelenkknorpel besitzt nur eine sehr eingeschränkte Regenerationsfähigkeit. Das heißt jedoch nicht, dass Du dauerhaft mit Beschwerden leben musst. Es gibt unterschiedliche Behandlungen bei Kniearthrose, die die Schmerzen lindern und das Fortschreiten verlangsamen können. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, einen Behandlungserfolg zu erzielen. In der Regel wird Dein Arzt Dich zunächst konservativ behandeln. Erst wenn dies nicht mehr zum Erfolg führt oder die Gonarthrose bereits zu weit fortgeschritten ist, wird eine Operation in Betracht gezogen.
Bei konservativen Behandlungen der Kniearthrose sollen Schmerzen reduziert und die Funktion des Kniegelenks verbessert werden. Meist werden unterschiedliche Therapien kombiniert.
Physiotherapie
„Physiotherapie zählt zu den wichtigsten konservativen Maßnahmen bei Kniearthrose. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Gelenkfunktion zu verbessern und alltägliche Aktivitäten möglichst lange zu erhalten. Besonders hilfreich sind Übungen zur Kräftigung der Oberschenkel- und Hüftmuskulatur, Gleichgewichtstraining sowie ein angepasstes Ausdauertraining. Wichtig ist dabei eine individuell dosierte Belastung, die an Beschwerden und Belastbarkeit angepasst wird“, weiß Mira Hewing aus ihrem Arbeitsalltag als Physiotherapeutin.
Ergänzend zu gezielten Übungen vermitteln Physiotherapeuten ihren Patienten mit Kniearthrose häufig auch Tipps, wie sie alltägliche Bewegungsabläufe wie zum Beispiel Treppensteigen oder das Aufstehen optimieren können.
Bewegung
Die Bewegung im Rahmen einer Physiotherapie reicht natürlich nicht aus. Auch im Alltag solltest Du auf regelmäßige Bewegung achten.
Sportarten, die besonders gut für Patienten mit Gonarthrose geeignet sind, sind zum Beispiel:
Schmerzmedikamente
Schmerzmittel sollten immer in Absprache mit einem Arzt und wohl dosiert eingesetzt werden. Dann können sie jedoch wahre Helfer sein. Denn wenn Du dauerhaft unter Schmerzen leidest, bewegst Du Dich automatisch weniger, Deine Muskulatur nimmt ab und dadurch müssen Deine Gelenke wiederum mehr leisten.
In der Regel werden folgende Mittel eingesetzt:
Injektionstherapien
Bei dieser Therapieform werden Wirkstoffe direkt in oder an dem betroffenen Gelenk gespritzt, dabei unterscheidet man:
Gewichtsreduktion
Besteht bei Dir ein Übergewicht, ist eine sehr effektive Maßnahme die Gewichtsreduktion. Dies entlastet Dein Kniegelenk im Alltag wesentlich und kann Deine Schmerzen bereits lindern.
In vielen Fällen reichen eine ausgewogene Ernährung sowie regelmäßige Bewegung aus, um das Körpergewicht zu verringern.
Wenn die oben genannten Maßnahmen nicht ausreichen, weil Dein Kniegelenk bereits zu stark geschädigt ist, kann eine Operation eine weitere sinnvolle Maßnahme sein. Dadurch sollen Schmerzen dauerhaft reduziert und die Mobilität verbessert werden.
Umstellungsosteotomie
Dieses Verfahren kommt vor allem bei jüngeren Betroffenen zum Einsatz. Es handelt sich dabei um eine Operation, bei der die Beinachse korrigiert wird, damit sich das Körpergewicht im Anschluss wieder gleichmäßig auf das Knie verteilen kann. Dies führt dazu, dass der belastete Gelenkbereich entlastet wird und damit das Fortschreiten der Gonarthrose verlangsamt werden kann.
Teilprothese
Eine Teilprothese kommt infrage, wenn nur ein Teil des Kniegelenks von der Arthrose betroffen ist. Bei diesem Eingriff wird nur der geschädigte Gelenkanteil ersetzt und gesunde Teile werden erhalten.
Totalendoprothese (TEP)
Wenn mehrere Bereiche des Kniegelenks stark beschädigt sind, reicht in der Regel keine Teilprothese mehr aus. Dann wird eine Totalendoprothese nötig, bei welcher die verschlissenen Gelenkflächen durch künstliche Komponenten ersetzt werden. Die Knieprothese zählt heute zu den am häufigsten durchgeführten orthopädischen Operationen und gilt als etabliertes Verfahren.
Beachte, dass Du nach dem Eingriff in der Regel eine mehrwöchige Rehabilitations-Maßnahme benötigen wirst. Diese ist wichtig, damit Du lernst, wie Du Dein Kniegelenk wieder belastest, Muskulatur aufbaust und Sicherheit bei Bewegungsabläufen erhältst.
Wie bereits beschrieben, ist gezielte Bewegung bei Gonarthrose wichtig. Physiotherapeutin Mira Hewing weiß genau, worauf es dabei ankommt: „Besonders sinnvoll bei Kniearthrose sind Übungen zur Kräftigung der Beinmuskulatur, insbesondere des Quadrizeps. Häufig eingesetzt werden Sit-to-Stand-Übungen, kontrollierte Kniebeugen, Step-ups oder Übungen mit dem Theraband. Ergänzend können Gleichgewichts- und Mobilisationsübungen die Gelenkfunktion verbessern. Entscheidend ist weniger die einzelne Übung als die regelmäßige Durchführung und eine individuell angepasste Belastungssteuerung."
Die Expertin hat direkt zwei Gonarthrose-Übungen mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung mitgebracht:
Mobilisationsübung: Knee CARs (controlled articular Rotation)
Kräftigungsübung: Spanish Squats
Möchtest Du weitere Übungen für Deine Kniearthrose machen, sind besonders empfehlenswert:
Bist Du noch auf der Suche nach der richtigen Sportart? Auch mit der Diagnose Kniearthrose kannst Du unterschiedliche Sportarten ausüben. Besonders gut für gezielte, aber nicht zu belastende Bewegung geeignet sind:
Vermeiden solltest Du vor allem eine starke Belastung durch Stöße. Dazu gehören zum Beispiel: häufiges Springen, intensives Joggen, schnelle Richtungswechsel beim Sport, schweres Heben mit viel Last auf den Knien.
Wichtig bei der Auswahl der Bewegungsform ist immer die Absprache mit Ärzten oder Therapeuten. Die Experten kennen Dich und Deine gesundheitliche Situation am besten und können Dir individuelle Handlungsempfehlungen geben.
Wenn Deine Gonarthrose bereits weit fortgeschritten ist oder Du temporär Unterstützung haben möchtest, kannst Du unterschiedliche Hilfsmittel in Anspruch nehmen.
Kniebandagen oder Orthesen können das Kniegelenk stützen und vor allem in Bewegung mehr Sicherheit und Stabilität geben.
Orthopädische Einlagen können zudem helfen, die Belastung gleichmäßig auf das Knie zu verteilen. Beachte auch, dass unabhängig von Einlagen ein gutes und stabiles Schuhwerk wichtig ist, um das Gehen zu erleichtern.
Bei schwerwiegenderen Symptomen können auch Mobilitätshilfen wie Gehstöcke, Unterarmstützen, Rollatoren oder (elektrische) Rollstühle Abhilfe schaffen. Besprich am besten mit Deinem Arzt, welches Hilfsmittel bei Deiner Symptomatik sinnvoll ist.
Möchtest Du mehr zum Thema Arthrose allgemein erfahren? Schaue Dir gerne unseren Blogbeitrag „Was ist Arthrose? Erfahre mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung!" an.
Bei einer Gonarthrose ist der Knorpel im Kniegelenk beschädigt, was zu einem Verschleiß des Kniegelenks führt. Symptome einer Kniearthrose sind häufig Schmerzen, Steifigkeit und eine eingeschränkte Mobilität. Faktoren wie ein höheres Alter, Übergewicht, Fehlstellungen oder starke Überbelastung fördern das Risiko einer Arthrose im Knie. Konservative Maßnahmen wie Physiotherapie und gezielte Bewegung können bereits helfen. Im fortgeschrittenen Stadium oder bei besonders starken Beschwerden kann eine Operation sinnvoll sein. Zur Unterstützung kannst Du auch Hilfsmittel wie Gehhilfen, Rollatoren oder einen Rollstuhl in Betracht ziehen. Wenn Du erste Anzeichen einer Kniearthrose bemerkst, solltest Du diese ärztlich abklären lassen, um möglichst früh mit einer geeigneten Therapie zu beginnen.
Empfehlungen zur Vorbeugung und Behandlung von Kniearthrose hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. in ihrer Leitlinie „Prävention und Therapie der Gonarthrose" festgehalten.
Der Unterschied zwischen Arthrose und Gonarthrose ist, dass Arthrose der Oberbegriff für die Gelenkerkrankung ist. Gonarthrose bezeichnet speziell eine Arthrose des Kniegelenks.
Typische Symptome einer Kniearthrose sind belastungsabhängige Knieschmerzen, Anlaufschmerzen, morgendliche Steifigkeit, Schwellungen und eine eingeschränkte Beweglichkeit.
Nein, eine Gonarthrose ist nicht heilbar. Mit einer frühzeitigen Behandlung lassen sich die Beschwerden jedoch häufig lindern und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.
Die beste Therapie bei Kniearthrose ist eine individuell angepasste Kombination aus Physiotherapie, regelmäßiger Bewegung, gezielten Übungen und weiteren Maßnahmen wie Schmerztherapie oder Gewichtsreduktion.
Bei Kniearthrose sollten Übungen mit starken Stoßbelastungen oder abrupten Richtungswechseln möglichst vermieden werden. Dazu gehören beispielsweise Sprungübungen oder intensives Joggen auf hartem Untergrund.
Eine Gonarthrose muss in der Regel erst operiert werden, wenn konservative Behandlungen nicht mehr ausreichen und Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen den Alltag stark beeinträchtigen.
Bei Kniearthrose ist regelmäßige Bewegung sinnvoll. Sehr belastende Laufstrecken sollten jedoch vermieden werden, wenn sie Schmerzen verursachen oder das Knie überlasten.

2 comments on “Gonarthrose: Symptome, Behandlung und Übungen bei Kniearthrose”
Danke für diesen tollen und mutmachenden Beitrag! Als Tochter einer Betroffenen kann ich die beschriebenen Symptome, besonders den fiesen Anlaufschmerz bei meiner Mama am Morgen nur zu gut unterschreiben. Am Anfang hat uns die Diagnose erst mal einen Riesenschreck eingejagt.
Euer Artikel bringt es aber genau auf den Punkt: Wer rastet, der rostet. Ich merke bei meiner Mama selbst, wie viel die richtige Physiotherapie und gezieltes Krafttraining (vor allem für den Oberschenkel!) ausmachen. Seit ich sie zu moderater, aber regelmäßiger Bewegung animiere, ist ihre Lebensqualität wieder riesig. Dass der Knorpel die Bewegung braucht, um überhaupt "ernährt" zu werden, war uns anfangs gar nicht so bewusst.
Die Übungsanleitungen aus dem Text habe ich mir direkt abgespeichert, die werden wir gleich mal zusammen ausprobieren. Danke für die ehrliche Aufklärung, das macht auch uns als Angehörigen richtig Mut! 🙂
Hallo José,
vielen Dank für Deinen Kommentar! Wir freuen uns, dass Euch der Beitrag in Bezug auf die Arthrose noch weitere Informationen liefern konnte.
Viel Spaß bei den gemeinsamen Übungen!
Herzliche Grüße aus Hamminkeln
Dein ergoflix-Team