
In der Altenpflege ist die Pflegeplanung eine unverzichtbare Arbeitsmethode der täglichen Pflegearbeit. Sie gewährleistet, dass jeder Patient eine bedürfnisorientierte Behandlung erhält und die Teamarbeit signifikant verbessert wird. Erfahre in diesem Blogbeitrag, was die Altenpflege Pflegeplanung beinhaltet und wie Du sie aufsetzen kannst.
Die systematische Pflegeplanung stellt sicher, dass jeder Patient die richtige Behandlung erhält. Sie enthält alle wichtigen Informationen, die das Pflegepersonal benötigt, um optimale Pflegemaßnahmen einzuführen. Die Pflegeplanung dient zur Qualitätssicherung und zur Kommunikation im Team, daher erhält auch jede Pflegeperson Zugriff darauf.
Die Pflegeplanung ist für den Pflegeprozess unerlässlich geworden, um eine nachhaltig gute Qualität zu gewährleisten und zu pflegende Personen individuell zu unterstützen. Die international etablierte Arbeitsmethode beschreibt eine zielgerichtete, strukturelle Vorgehensweise und unterscheidet die professionelle Pflege von der Laien-Pflege.
Eine Pflegeplanung zu schreiben, ist sehr umfangreich und ein komplexer Prozess. Um diesen zu unterstützen, gibt es diverse Modelle anhand derer Du Dich orientieren kannst, so dass Du den Pflegebedarf einfacher bestimmen kannst. Erfahre in diesem Blogbeitrag mehr über das Sechs-Phasen-Modell von Fiechter und Meier sowie die AEDL- und PESR-Methode.
Dank dieser Pflegeplanung wirst Du Dich in sechs Schritten strukturiert hin zur Pflegeplanung arbeiten.
Das sind die erforderlichen Schritte:
1. Die Datenerfassung des Patienten: Fasse die medizinischen, psychischen und sozialen Aspekte der Pflege für die zu pflegende Person zusammen.
2. Die Pflegediagnosen: Daraus leiten sich konkrete Diagnosen ab, die in diesem Schritt formuliert werden.
3. Kurz- und Langzeitpflege: Bestimme, welche Ziele sich daraus für die kurzfristige sowie langfristige Pflege ergeben.
4. Konkrete Pflegemaßnahmen: Nun hast Du die Grundlage geschaffen, um einen Maßnahmenplan zu erstellen, so dass die festgelegten Ziele erreicht werden.
5. Durchführung der Maßnahmen: Die Pflegekräfte kümmern sich um die Umsetzung des Pflegeprozesses.
6. Regelmäßige Evaluation und Anpassungen: Begleite den Pflegeprozess und die Fortschritte, um gegebenenfalls Anpassungen vornehmen zu können.
Dieses Modell fokussiert sich darauf, dass die pflegebedürftige Person so lang wie möglich selbstbestimmt leben kann. Aus Folgendem setzt sich die Abkürzung AEDL zusammen:
Das Modell umfasst 13 verschiedene Lebensbereiche, die für die Gestaltung einer umfassenden Pflegeplanung von Bedeutung sind. Das betrifft Folgende:
Du bist auf der Suche nach einem Pflegeplanung Beispiel? Hier findest Du einige Beispiele für eine Planung nach AEDL:
Die PESR-Pflegemethode ist ein strukturiertes Schema zur Formulierung von Pflegeproblemen und zur Erstellung einer individuellen Pflegeplanung. Diese Planung besteht aus folgenden Komponenten:
Aus diesen Komponenten lassen sich dann Maßnahmen und Ziele ableiten.
Auch hier gibt es ein Pflegeplanung Beispiel:
In der Pflegeplanung ist es von größter Bedeutung, Pflegeprobleme so eindeutig wie möglich zu formulieren, so dass der Informationsfluss auch bei wechselnden Pflegekräften gewährleistet ist. Denk ebenfalls daran, die Probleme nach ihrer Dringlichkeit zu priorisieren.
Die häufigsten Fehler bei der Formulierung von Pflegeproblemen sind:
Bei der Umsetzung der Pflegeplanung steht das Personal vor einigen Herausforderungen. Das können etwa eine fehlende oder unklare Dokumentation sein, unzureichende Ressourcen oder ein Kommunikationsproblem im Team. Eine Checkliste zur Pflegeplanung kann helfen, ein vollständiges Bild des Pflegebedürftigen zu kreieren. Anhand dessen lassen sich die optimalen Pflegemaßnahmen ableiten.
Hast Du eines der Modelle zur Grundlage genutzt, drucke Dir diese Checkliste aus, und streiche durch, was in Deiner Pflegeplanung bereits formuliert wurde.
Checkliste:
Schritt 1: Die Informationssammlung
Schritt 2: Die Pflegeprobleme identifizieren
Schritt 3: Die Pflegeziele formulieren
Schritt 4: Die Maßnahmen planen
Schritt 5: Umsetzung der Pflegemaßnahmen
Schritt 6: Die Evaluation und Anpassung der Maßnahmen
Die Altenpflege Pflegeplanung ist Dein Schlüssel zu einer strukturierten und individuellen Versorgung. Durch eine sorgfältige Dokumentation und regelmäßige Anpassung der Maßnahmen stellst Du sicher, dass die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen stets im Mittelpunkt stehen und die bestmögliche Pflege gewährleistet wird. Denk daran, die Pflegeplanung als einen dynamischen Prozess zu betrachten, der sich mit den sich ändernden Bedürfnissen des älteren Menschen weiterentwickelt. So ermöglichst Du eine würdevolle und selbstbestimmte Versorgung.
