
Hast Du anhaltende Beschwerden und Schmerzen im Rücken? Dann kann es sich hierbei lediglich um Verspannungen oder falsche Körperhaltung handeln. Anhaltende oder wiederkehrende Rückenschmerzen können allerdings auch ein Hinweis auf Spondylarthrose sein. Diese Form der Arthrose betrifft die kleinen Wirbelgelenke und entwickelt sich häufig über Jahre hinweg. Eine Operation ist nicht immer nötig, in vielen Fällen reichen auch konservative Behandlungen unter anderem mit Physiotherapie, um die Schmerzen zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Erfahre in diesem Beitrag mehr über die Ursachen, Symptome, Behandlungen und Übungen bei Spondylarthrose.
Spondylarthrose betrifft die kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) der Wirbelsäule. Die Facettengelenke sind, wie alle Gelenke im Körper, durch eine Knorpelschicht geschützt. Leidest Du unter Spondylarthrose, ist diese Knorpelschicht beschädigt, dünner oder ist vielleicht sogar gänzlich verschwunden. Dies führt dazu, dass die betroffenen Gelenke stärker belastet werden oder im fortgeschrittenen Stadium sogar fast die Knochen aufeinander reiben.
Wenn dies der Fall ist, setzt der Körper Umbauprozesse in Gang, indem er knöcherne Anbauten (Osteophyten) bildet, sich die Gelenkkapsel verdickt oder auch Entzündungen entstehen.
Anfangs treten häufig nur leichte Beschwerden auf, unbehandelt könen sich die Symptome jedoch mit der Zeit verstärken und schränken die Betroffenen in ihrer Lebensqualität erheblich ein.
Die Spondylarthrose kann an unterschiedlichen Stellen der Wirbelsäule vorkommen. Je nach Lokalisation unterscheiden sich auch die Symptome der Spondylarthrose bei den Betroffenen.
Die Spondylarthrose in der LWS kommt am häufigsten vor. Dieser untere Bereich der Wirbelsäule trägt einen großen Teil unseres Körpergewichts und wird dementsprechend beim Stehen, Gehen, Heben und anderen Bewegungen stark beansprucht. Dies wirkt sich auch auf die Wirbelgelenke in diesem Bereich aus.
Die Spondylarthrose in der HWS kommt ebenfalls häufig vor. Zwar trägt dieser Bereich der Wirbelsäule nicht so viel Gewicht wie die Lendenwirbelsäule, jedoch werden die Halswirbel im Alltag sehr viel bewegt. Achte einfach mal darauf, wie vielen kleinen und großen Bewegungen Du den Tag über mit dem Kopf machst. Tätigkeiten wie beispielsweise langes Arbeiten am Computer und der häufige Blick auf das Smartphone belasten die kleinen Wirbelgelenke zusätzlich.
Beachte: Wenn in diesem Bereich zusätzlich Nerven eingeengt sind, können auch Symptome wie Kribbeln, Taubheit oder Muskelschwäche auftreten.
Eine Spondylarthrose kann nicht nur an einem Bereich der Wirbelsäule auftreten, sondern auch zeitgleich mehrere Bereiche betreffen – zum Beispiel Segmente der Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule.
Dies entwickelt sich häufig über Jahre hinweg und verursacht bei den Betroffenen in der Regel starke Beschwerden und eine Einschränkung der Mobilität.
Die Symptome einer Spondylarthrose können zunächst nur leicht oder gelegentlich auftreten. Es kann vorkommen, dass Du zunächst nur hin und wieder Rückenschmerzen oder ein Spannungsgefühl spürst. Mit der Zeit werden die Symptome meistens häufiger.
Typisch für das Krankheitsbild sind Schmerzen bei Belastung. Die Beschwerden nehmen häufig mit steigender Belastung zu und bessern sich in Ruhe. Im fortgeschrittenen Stadium können sie jedoch auch im Ruhezustand anhalten.
Die häufigsten Symptome einer Spondylarthrose sind:
Es können mit der Zeit auch entzündliche Reizungen auftreten.
Je nach Art der Spondylarthrose gibt es spezifische Symptome, die vermehrt vorkommen.
Hast Du Spondylarthrose in der LWS, bestehen vor allem Beschwerden im unteren Rücken. Typische Symptome sind:
Wenn Du Spondylarthrose in der HWS hast, treten die Beschwerden eher im oberen Rücken beziehungsweise im Bereich des Nackens auf. Typische Symptome sind:
Die Wirbelsäule trägt einen Großteil unseres Körpergewichts, federt Erschütterungen ab und ermöglicht uns Bewegungen wie Drehen, Beugen oder Strecken. Auch wenn die Gelenke der Wirbelsäule nicht die einzigen sind, die Belastungen tragen, kommt hier eine Besonderheit hinzu: Die Wirbelgelenke arbeiten eng mit Bandscheiben, Bändern und Muskeln zusammen. Wenn dieses Zusammenspiel nun nicht mehr reibungslos funktioniert, werden die kleinen Wirbelgelenke stärker belastet. Dadurch wird der Gelenkknorpel stärker beansprucht, wird weniger oder verschwindet in extremen Fällen sogar beinahe ganz. Dies führt dazu, dass die Gelenke stärker belastet werden und im fortgeschrittenen Stadium fast Knochen auf Knochen reiben kann. Außerdem entstehen die oben bereits beschriebenen knöchernen Umbauprozesse.
Es gibt einige Faktoren, die den beschriebenen Prozess begünstigen können.
Der Gelenkknorpel verliert mit den Jahren an Elastizität und Wassergehalt, wodurch er Belastungen durch Druck weniger gut abfedern kann und schneller abbaut.
Im Rücken außerdem zu beachten: Auch die Bandscheiben verändern sich. Sie werden flacher und verlieren an Höhe. Dieser Prozess führt dazu, dass sich die ganze Statik der Wirbelsäule verändert und die Facettengelenke stärker belastet werden. Dies wiederum wirkt sich auf die Entstehung einer Spondylarthrose aus.
Anhaltende Fehlhaltungen oder ungünstige Belastungen einzelner Körperteile sind grundsätzlich nicht gut für den Erhalt der Gesundheit. Dies gilt besonders für die Wirbelsäule, die jeden Tag viel beansprucht wird. Neben einer allgemeinen dauerhaft ungünstigen Körperhaltung gibt es bestimmte Tätigkeiten, die zu einer Fehlbelastung führen, zum Beispiel:
Der Knorpel in den Gelenken verfügt nicht über eine eigene Blutversorgung, sondern wird über die Gelenkflüssigkeit mit Nährstoffen versorgt. Diese Flüssigkeit muss sich gut verteilen – dies geschieht durch den Wechsel aus Belastung und Entlastung. Deshalb ist es wichtig, nicht nur im Ruhezustand auszuharren. Außerdem stärkt regelmäßige Bewegung auch Deine Muskulatur im Rücken, welche in gesundem Zustand wiederum Last von Deinen kleinen Wirbelgelenken nimmt.
Wenn Du Dich dauerhaft zu wenig bewegst, werden der Gelenkknorpel und die Bandscheiben nicht mehr ausreichend versorgt und auch Deine Muskulatur nimmt ab. Dies sorgt für weniger Stabilität in der Wirbelsäule, sodass die kleinen Wirbelgelenke einer größeren Belastung ausgesetzt sind.
Je höher Dein Körpergewicht ist, desto mehr Druck wird auf Bandscheiben und Gelenke in der Wirbelsäule ausgeübt. Dies sorgt für eine dauerhafte Belastung. Darüber hinaus kann Fettgewebe auch Entzündungen im Körper fördern, wodurch sie die Symptome der Spondylarthrose verstärken können.
Wenn Du frühere Verletzungen oder akute Fehlstellungen hast, können diese zu einer Veränderung in der Belastungsverteilung der Wirbelsäule führen. Dadurch werden die einzelnen Gelenke stärker belastet. Relevant für die Entstehung einer Spondylarthrose können zum Beispiel sein:
Um eine Spondylarthrose zu diagnostizieren, werden unterschiedliche Verfahren genutzt. Je nach Beschwerdebild und Patient entscheidet der Arzt, welche Diagnostik sinnvoll ist.
Zu Beginn erfolgt in jedem Fall ein Anamnese-Gespräch mit Deinem Arzt. Durch Deine Schilderungen kann dieser schon vieles herausfinden. Auf folgende Fragen solltest Du vorbereitet sein:
Im Anschluss erfolgt eine körperliche Untersuchung. Dabei verschafft sich der Arzt einen Überblick vor allem über Deinen Rücken.
Sind Nerven betroffen, zeigen sich häufig Auffälligkeiten bei Reflexen oder der Muskelkraft.
Im Anschluss kann Dein Arzt als Ergänzung bildgebende Verfahren hinzuziehen. Häufig verwendet wird das Röntgen. Dieses Verfahren hilft vor allem in späteren Stadien der Erkrankung – da Knorpel im Röntgenbild nicht sichtbar ist, lassen sich frühe Stadien der Arthrose häufig nicht erkennen.
Typische Auffälligkeiten, die beim Röntgen erkannt werden, sind:
Genauere Informationen über Weichteile liefert das MRT (Magnetresonanztomographie). Damit lassen sich unter anderem beurteilen:
Um die Knochen in ihren Details darstellen zu können, eignet sich ein CT (Computertomographie) besonders gut. Sie kommt häufig zum Einsatz,
Wichtig bei der Behandlung von Spondylarthrose ist: Es geht nicht darum, den beschädigten Knorpel wiederherzustellen. Dies ist nicht möglich. Vielmehr ist das Ziel, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und das Voranschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
Welche Behandlungsmethode für Deine individuelle Situation die richtige ist, bespricht Dein Arzt mit Dir. Die Möglichkeiten sind vielfältig.
Zunächst werden zur Behandlung von Spondylarthrose in der Regel konservative Verfahren in Betracht gezogen, um eine Operation zu vermeiden.
Physiotherapie
Physiotherapie spielt bei Spondylarthrose eine wichtige Rolle, da sie helfen kann, Schmerzen zu reduzieren und die Beweglichkeit zu verbessern. Unsere Expertin und Physiotherapeutin Mira Hewing erklärt, was Physiotherapie bei Spondylarthrose bewirken kann: „Im Vordergrund stehen aktive Therapieformen wie Stabilisationsübungen, Mobilisation und funktionelles Training. Zusätzlich lernen Patientinnen und Patienten oft Strategien für einen rückenschonenden Alltag und einen besseren Umgang mit Beschwerden."
Bei der Physiotherapie kommen sowohl aktive Übungen als auch manuelle Techniken zum Einsatz. Wichtig ist, dass Du die Übungen regelmäßig durchführst – auch nach Abschluss der physiotherapeutischen Behandlung.
Bewegung
Die Diagnose Spondylarthrose sollte keinesfalls dazu führen, dass Du Dich dauerhaft schonst. Im Gegenteil: Gezielte Bewegung ist wichtig, um das Fortschreiten der Erkrankung nicht noch weiter zu fördern. Bewegung sorgt für eine bessere Durchblutung, stärkt die Muskulatur im Rücken und hat einen positiven Einfluss auf die Versorgung des Knorpels mit Nährstoffen.
Besonders gut geeignet sind folgende Formen der Bewegung:
Achte immer darauf, nicht in eine Überlastung zu gelangen. Auch starke, ruckartige Bewegungen solltest Du meiden.
Schmerzmittel
Schmerzmittel können in Absprache mit Deinem Arzt kurzzeitig eine sinnvolle Ergänzung zu konservativen Behandlungen sein. Sie lindern Deine schmerzen und können wiederum dafür sorgen, dass Du Bewegungen, die gut bei Spondylarthrose sind, ohne Schmerzen ausführen kannst. Es kommen unterschiedliche Medikamente in Frage:
Injektionstherapien
Um Schmerzen zu reduzieren und eventuell vorhandene Entzündungen zu lindern, können bei der Behandlung von Spondylarthrose in Absprache mit Deinem Arzt auch Injektionen zum Einsatz kommen. Dabei spritzt Dein Arzt Medikamente gezielt an die betroffenen Wirbelgelenke oder in die Nähe gereizter Nerven.
Wie bei klassischen Medikamenten zur oralen Einnahme gibt es auch bei den Injektionen unterschiedliche Wirkstoffe:
Wärmebehandlung
Wärme kann bei Symptomen der Spondylarthrose mitunter als angenehm empfunden werden. Wärmeanwendungen können:
Du kannst zum Beispiel zu Fangopackungen, Wärmebädern, Wärmekissen oder Wärmepflastern greifen.
Beachte, dass bei akuten Entzündungen häufig eher Kälte als angenehm empfunden wird.
Gewichtsreduktion
Besteht bei Dir ein Übergewicht, ist eine effektive Maßnahme die Gewichtsreduktion. Dies entlastet Deine Wirbelsäulengelenke wesentlich und kann Deine Schmerzen bereits lindern.
In vielen Fällen reichen eine ausgewogene Ernährung sowie regelmäßige Bewegung aus, um das Körpergewicht zu verringern.
Die gute Nachricht ist: Nur wenige Menschen mit Spondylarthrose benötigen zur Behandlung eine Operation.
Diese Maßnahme wird vor allem relevant, wenn:
Es gibt unterschiedliche Operationsmethoden, die bei Spondylarthrose-Patienten in Frage kommen. Der behandelnde Arzt wählt die Methode abhängig von der jeweiligen Ursache aus.
Mögliche Verfahren sind:
Auch eine Kombinationen verschiedener Verfahren ist möglich.
Du hast in diesem Beitrag bereits gelernt, dass gezielte Bewegung sinnvoll und sogar empfehlenswert ist, wenn Du eine Spondylarthrose hast. Mit gezielten Übungen kannst Du die betroffenen Bereiche Deines Körpers direkt ansprechen und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
„Geeignet sind vor allem Übungen zur Stabilisation der Rumpfmuskulatur sowie zur Verbesserung der Beweglichkeit der Wirbelsäule. Häufig eingesetzt werden kontrollierte Mobilisationsübungen, Übungen für Bauch- und Rückenmuskulatur sowie leichtes Krafttraining. Auch Ausdauertraining wie Walking, Schwimmen oder Radfahren kann sinnvoll sein. Wichtig ist, dass die Übungen individuell angepasst und regelmäßig durchgeführt werden", erklärt Physiotherapeutin Mira Hewing.
Die Expertin hat zwei Spondylarthrose-Übungen mitgebracht:
Mobilisationsübung: Openbook
Kräftigungsübung: Rudern mit Theraband
Möchtest Du weitere Übungen für Deine Spondylarthrose machen, sind besonders empfehlenswert:
Folgende Bewegungen solltest Du möglichst wohl dosiert durchführen oder je nach Beschwerdebild vermeiden:
Die Diagnose Spondylarthrose bedeutet nicht gleich, dass Du unbedingt auf Hilfsmittel angewiesen bist. Je nach Beschwerden können diese jedoch eine gute Unterstützung im Alltag sein, Schmerzen lindern und Bewegungsabläufe erleichtern.
Wenn Du starke Schmerzen hast oder Deine Wirbelsäule temporär Unterstützung benötigt, können nach ärztlicher Verordnung Orthesen oder Stützmieder zum Einsatz kommen. Diese stabilisieren und entlasten die Wirbelsäule. Jedoch sollten diese Hilfsmittel in der Regel nicht über einen längeren Zeitraum angewendet werden, da hierdurch die Rückenmuskulatur abbaut, die wiederum wichtig ist, um die Wirbelsäule ohne Hilfsmittel stabil zu halten.
Zuhause oder am Arbeitsplatz können viele kleine Hilfsmittel zum Einsatz kommen, um Dich zu unterstützen. Dazu gehören beispielsweise:
Solche Hilfsmittel ersetzen zwar keine Therapie, können jedoch dazu beitragen, Fehlhaltungen zu vermeiden und längeres Sitzen angenehmer zu gestalten.
Wenn Du durch Schmerzen oder Mobilitätseinschränkungen nicht mehr ohne Probleme gehen kannst, können auch Gehhilfen oder Rollatoren eine Option für Dich sein. Diese stabilisieren Deinen Gang, helfen beim Stehen und können die Belastung für Deine Wirbelsäule reduzieren. Bist Du aufgrund Deiner Spondylarthrose unsicher unterwegs, können Gehhilfen und Rollatoren auch das Risiko von Stürzen verringern.
Auch wenn die meisten Spondylarthrose-Patienten keinen Rollstuhl benötigen, kann diese Mobilitätshilfe in einzelnen Fällen sinnvoll sein. Zum Beispiel, wenn:
Besonders in diesen Fällen kann ein Rollstuhl Deine Mobilität im Alltag sicherstellen. Besonders elektrische Rollstühle eignen sich, da diese keinen Kraftaufwand für den Antrieb benötigen.
Möchtest Du mehr zum Thema Arthrose allgemein erfahren? Schaue Dir gerne unseren Blogbeitrag „Was ist Arthrose? Erfahre mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung!" an.
Wenn Du die Diagnose Spondylarthrose bekommst, heißt das nicht automatisch, dass Du dadurch berufsunfähig bist. Ob Du Deinen Job wie gewohnt ausüben kannst, hängt von Deinen Beschwerden und der ausgeübten Tätigkeit ab. Wenn Du trotz langfristiger Behandlung starke Schmerzen, große Bewegungseinschränkungen oder andere starke Symptome hast, kann dies durchaus dazu führen, dass Deine Arbeitsfähigkeit deutlich eingeschränkt ist. Eine reine Bürotätigkeit kannst Du dabei unter Umständen noch länger ausüben als einen Job, bei dem Du stark körperlich beansprucht wirst.
Wenn Dein Beruf zur Herausforderung wird, heißt das nicht direkt, dass Du diesen aufgeben musst. Sofern Deine Beschwerden es zulassen, kannst Du zunächst versuchen, Anpassungen an Deinem Arbeitsplatz vorzunehmen. Dazu gehören je nach Berufsfeld beispielsweise:
Auch individuelle Arbeitszeitmodelle oder flexible Pausen können helfen, den Berufsalltag besser zu bewältigen.
Eine Spondylarthrose entwickelt sich in der Regel schleichend und führt vor allem zu Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule. Auch wenn sich der damit einhergehende Knorpelabbau nicht rückgängig machen lässt, gibt es Möglichkeiten, Beschwerden zu lindern und die Beweglichkeit langfristig zu erhalten. Regelmäßige Bewegung, Physiotherapie, eine ergonomische Gestaltung des Alltags und eine individuell abgestimmte ärztliche Behandlung bilden die Grundlage einer erfolgreichen Therapie. Je früher Du aktiv wirst, desto besser lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung häufig beeinflussen. Sollte die Mobilität trotz Behandlung deutlich eingeschränkt sein, können geeignete Hilfsmittel wie Gehhilfen dazu beitragen, den Alltag weiterhin möglichst selbstständig zu gestalten.
Spondylarthrose ist eine Erkrankung der kleinen Wirbelgelenke der Wirbelsäule. Dabei nutzt sich der Gelenkknorpel ab, wodurch Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Entzündungen entstehen können.
Nein, eine Spondylarthrose ist kein Bandscheibenvorfall. Bei der Spondylarthrose sind die kleinen Wirbelgelenke betroffen, bei einem Bandscheibenvorfall hingegen tritt Gewebe der Bandscheibe aus und kann auf Nerven drücken. Beide Erkrankungen können jedoch gleichzeitig auftreten.
Typische Symptome einer Spondylarthrose sind Rücken- oder Nackenschmerzen, eine eingeschränkte Beweglichkeit und morgendliche Steifigkeit. Je nach betroffenem Wirbelsäulenabschnitt können die Schmerzen auch in Arme oder Beine ausstrahlen oder bei Nervenbeteiligung mit Kribbeln und Taubheitsgefühlen einhergehen.
Eine Spondylarthrose wird in der Regel konservativ behandelt. Dazu gehören Physiotherapie, regelmäßige Bewegung, Schmerzmedikamente sowie Wärme- oder Kältetherapie. Nur in schweren Fällen kann eine Operation erforderlich sein.
Eine Operation ist bei Spondylarthrose meist erst dann notwendig, wenn konservative Behandlungen keine ausreichende Wirkung zeigen oder Nerven durch den Verschleiß eingeengt werden. Welche Operationsmethode infrage kommt, entscheidet Dein behandelnder Arzt.
Ja, Bewegung ist bei Spondylarthrose wichtig. Sie stärkt die Rückenmuskulatur, erhält die Beweglichkeit der Wirbelsäule und kann Schmerzen lindern. Wichtig ist, dass Du auf gelenkschonende Bewegung setzt und Überlastungen vermeidest.
Geeignet sind bei Spondylarthrose vor allem gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Walking oder Wassergymnastik. Auch gezielte Kräftigungs- und Mobilisationsübungen können helfen, die Wirbelsäule zu entlasten und die Beweglichkeit zu erhalten.

