
Wenn Du unter anhaltendem Husten sowie zähem Auswurf leidest und Aktivitäten gleichzeitig immer anstrengender werden, können dies Anzeichen für eine COPD-Erkrankung sein. Bei COPD handelt es sich um eine dauerhafte Entzündung der Atemwege, die in den meisten Fällen durch das Rauchen von Tabak entsteht. Die Diagnose stellt in der Regel ein Lungenfacharzt, welcher gleichzeitig die Behandlung übernimmt. Dabei handelt es sich jedoch hauptsächlich um Symptombehandlung, komplett heilbar ist COPD nach aktuellem medizinischen Stand nicht.
COPD steht für Chronic Obstructive Pulmonary Disease (Deutsch: chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Wer an COPD erkrankt ist, leidet unter einer dauerhaften und in der Regel fortschreitenden Verengung der Atemwege, die mit einer chronischen Entzündung des Lungengewebes einhergeht.
Typisch für COPD ist die Kombination aus zwei Erkrankungen, die in unterschiedlicher Ausprägung fast immer gemeinsam auftreten:
Doch was genau versteht man unter diesen beiden Erkrankungen?
Eine chronische Bronchitis entsteht durch eine anhaltende Entzündung der Bronchialschleimhaut. Durch diese Entzündung werden die schleimproduzierenden Drüsen vergrößert und vermehrt Becherzellen gebildet, wodurch mehr und zäherer Schleim entsteht. Zudem ist der Reinigungsmechanismus gestört, der Schleim wird also nicht mehr in ausreichendem Maße durch feien Flimmerhärchen abtransportiert. So staut sich der Schleim, die Entzündung wird chronisch und zudem bildet sich ein perfekter Nährboden für Bakterien, die den Krankheitsverlauf wiederum negativ beeinflussen können.
In gesundem Zustand sind die Lungenbläschen im menschlichen Körper kleine, traubenartige Luftsäckchen mit äußerst dünnen Wänden, an denen der Sauerstoff ins Blut übertritt und Kohlendioxid abgegeben wird.
Leidest Du an einem Lungenemphysem, werden die Wände der Lungenbläschen (Alveolen) zerstört – und das dauerhaft. Dies führt dazu, dass mehrere Alveolen zu einem funktionslosen Hohlraum verschmelzen. Dies hat zwei zentrale Folgen:
Die wichtigsten Auslöser für COPD stellen wir Dir in diesem Kapitel vor.
Das Tabakrauchen ist in Deutschland der wichtigste Risikofaktor für COPD1. Die Schadstoffe im Zigarettenrauch lösen dabei eine Entzündung in den Bronchien aus. Außerdem aktivieren die Schadstoffe Immunzellen, die wiederum Enzyme freisetzen, welche für den Abbau von Gewebe verantwortlich sind. Letztlich werden durch das Rauchen die Bronchialschleimhaut und die Lungenbläschen dauerhaft geschädigt. Natürlich erkrankt nicht jeder Raucher an COPD, das Risiko steigt jedoch enorm, wenn über Jahre oder Jahrzehnte geraucht wird – übrigens unabhängig davon, ob Du Zigaretten, Zigarren oder E-Zigaretten rauchst.
Auch unabhängig des Rauchens gibt es weitere schädliche Faktoren, die COPD begünstigen können. Dazu zählen:
Einige Berufe bringen eine besondere Belastung für die Atemwege mit sich. Wenn Du zum Beispiel im Bergbau, in der Landwirtschaft, in der Textilindustrie, im Baugewerbe oder in der Metallverarbeitung tätig bist, solltest Du besonders aufmerksam sein. Wenn Du dort nämlich Stäuben, Gasen oder Dämpfen ausgesetzt bist, kann dies das Risiko für COPD erhöhen.
Eine Ursache für COPD kann auch die Erbkrankheit Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATM) sein. Dabei passiert im Körper Folgendes: Dein Immunsystem setzt dauerhaft das Enzym Elastase frei, das dabei hilft, eingedrungene Erreger und beschädigtes Gewebe abzubauen. Damit dieses Enzym dabei nicht auch gesundes Lungengewebe zerstört, produziert Deine Leber in der Regel ein Gegenspieler-Eiweiß, das Alpha-1-Antitrypsin. Dieses bremst die Elastase genau dort, wo sie nicht gebraucht wird. Fehlt dieses Schutzeiweiß oder ist es aufgrund der genetischen Veränderung fehlerhaft gefaltet und wird gar nicht erst freigesetzt, wird dieses Gleichgewicht gestört: Die Elastase kann in der Folge ungebremst arbeiten und baut nach und nach das elastische Gewebe der Lungenbläschen ab. Die Folge ist ein Lungenemphysem2.
Besonders wenn Du rauchst, solltest Du auf mögliche Warnzeichen Deines Körpers achten. Eine COPD wird häufig erst spät erkannt, da einige Symptome zunächst mit den Folgen des Rauchens oder Alterserscheinungen in Verbindung gebracht werden. Folgende Symptome sind typisch für COPD:
Weitere mögliche Begleiterscheinungen sind pfeifende Atemgeräusche (Giemen), ein Engegefühl im Brustkorb, ungewollter Gewichtsverlust und Muskelabbau in fortgeschrittenen Stadien (COPD-Kachexie) sowie eine verminderte körperliche Belastbarkeit im Alltag.
Wenn Du eines oder mehrere der oben genannten Symptome feststellst, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dies kann entweder Dein Hausarzt oder direkt ein Lungenfacharzt (Pneumologe) sein. Mithilfe des Klinikradars kannst Du direkt nach Krankenhäusern in Deiner Nähe suchen. Jetzt Klinik finden unter: https://klinikradar.de/copd/kliniken.
Die Diagnose COPD wird durch eine Kombination unterschiedlicher Verfahren gestellt:
Die Einteilung von COPD in unterschiedliche Stadien erfolgt durch zwei unterschiedliche Klassifikationen. Die GOLD-Klassifikation gibt an, wie gut Deine Lunge noch funktioniert und eine zusätzliche Einteilung in Gruppen gibt an, wie sehr Dich die Erkrankung im Alltag einschränkt.
Die Grundlage für die Einteilung von COPD in Stadien bildet eine internationale Leitlinie der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD)3. Daher spricht man auch von der sogenannten GOLD-Klassifikation.
Um diese vorzunehmen, musst Du einen Lungenfunktionstest machen (Spirometrie). Dabei atmest Du in ein Gerät, das misst, wie viel Luft Du in der ersten Sekunde ausatmest (FEV1-Wert). Je weniger Luft Du ausatmest, desto stärker sind Deine Atemwege und desto niedriger fällt der Prozentwert in der anschließenden Bewertung aus.
Die Bewertung des Lungenfunktionstests erfolgt anschließend in folgenden Stufen:
| GOLD-Grad | Schweregrad | Was bedeutet das? |
| GOLD 1 | leicht | Deine Lungenfunktion ist beinahe im Normalbereich (mehr als 80 Prozent vom Sollwert). Eine Einschränkung ist in der Regel kaum spürbar. |
| GOLD 2 | mittelgradig | Deine Lungenfunktion ist spürbar eingeschränkt (50 bis 79 Prozent vom Sollwert). Es wird eine Atemnot bei Anstrengung bemerkbar. |
| GOLD 3 | schwer | Deutliche Einschränkung (30 bis 49 Prozent vom Sollwert). Alltägliche Belastungen fallen spürbar schwerer. |
| GOLD 4 | sehr schwer | Starke Einschränkung (unter 30 Prozent vom Sollwert). Die Atemnot tritt oft auch in Ruhephasen auf. |
Da dieser Wert lediglich die reine Lungenfunktion unabhängig von Deinem Wohlbefinden bewertet, ist ein weiteres Kriterium nötig, um ein endgültiges COPD-Stadium festzulegen.
Neben dem Lungenfunktionstest wird Dein Arzt zwei weitere Faktoren abfragen, um Dein COPD-Stadium zu bewerten:
Aus diesen Informationen ergibt sich eine von drei Gruppen:
Um Dich in ein COPD-Stadium einzustufen, werden einfach die beiden oben genannten Kriterien zusammengefasst. Das heißt, Dein Arzt kann zum Beispiel feststellen, dass Du Dich in „GOLD 2B" befindest, also eine mittelgradig eingeschränkte Lungenfunktion (2) mit spürbaren Alltagsbeschwerden (B) hast. Diese Einstufung ist vor allem wichtig, um eine geeignete Behandlung planen zu können.
Zunächst ist es wichtig zu wissen: COPD ist nicht heilbar. Ziel der Behandlung ist es, Symptome zu lindern, Exazerbationen zu vermeiden, die körperliche Belastbarkeit zu erhalten und den Krankheitsverlauf zu verlangsamen.
Für Raucher ist die wichtigste Maßnahme, unbedingt mit dem Rauchen aufzuhören, um die Lungenfunktion nicht noch weiter zu schädigen. Egal in welchem Stadium Du Dich befindest: Der Rauchstopp ist immer hilfreich, um Deine Lunge nicht weiter zu belasten.
Bei COPD ist auch eine medikamentöse Therapie möglich, um die Symptome zu lindern.
Häufig eingesetzt werden sogenannte Bronchodilatatoren zur Inhalation. Diese erweitern Deine Bronchien, sorgen dafür, dass sich die Muskulatur entspannt und Du wieder besser ausatmen kannst. Man unterscheidet dabei Beta-2-Sympathomimetika und Anticholinergika, jeweils in kurz- und langwirksamer Form (SABA/LABA bzw. SAMA/LAMA). Manche wirken wenige Stunden und werden bei akuter Atemnot genutzt, andere halten den ganzen Tag über an und werden als Dauertherapie eingesetzt.
Als Ergänzung zu Bronchodilatatoren werden bei manchen Patienten auch Inhalative Kortikosteroide (ICS) eingesetzt. Diese haben eine entzündungshemmende Wirkung, werden jedoch nur zeitlich begrenzt bei zum Beispiel vermehrten plötzlichen Verschlechterungen eingesetzt, da sie bei COPD-Patienten das Risiko einer Lungenentzündung (Pneumonie) erhöhen können.
Wenn Du unter Atemnot leidest, kommt Dir unter Umständen nicht direkt in den Sinn, Dich mehr zu bewegen. In einem an Deine Belastbarkeit angepassten Maße ist Bewegung bei COPD jedoch sinnvoll. Das ist der Grund: Wenn Du Aktivitäten gänzlich meidest, führt dies auf Dauer dazu, dass Deine Muskulatur – zum Beispiel die Atemmuskulatur und auch Muskulatur an Deinen Beinen – abnimmt. Dies führt dazu, dass Du für jegliche Bewegung im Alltag mehr Sauerstoff benötigst, weil Dein Körper ineffizienter arbeitet als der von trainierten Menschen. Dadurch kann Deine Atemnot bei Anstrengung mit der Zeit immer stärker werden.
Angepasste Bewegung kannst Du in Absprache mit Deinem Arzt, bei einer Reha-Maßnahme oder auch in Form von Lungensport erlernen. Lasse Dir diese Maßnahmen von Deinem Arzt verordnen, dann werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen.
Wenn Du im fortgeschrittenen Stadium (z. B. GOLD 3-4) an COPD leidest, kann eine Sauerstofftherapie nötig werden. Über ein Sauerstoffgerät atmest Du mithilfe einer Nasenmaske zusätzlichen Sauerstoff ein. Besprich diese Therapie mit Deinem Arzt, er kann Dir ein entsprechendes Gerät verordnen. Inzwischen gibt es sogar mobile Geräte, mit denen Du auch außerhalb Deiner eigenen vier Wände flexibel unterwegs bist.
Wenn Du an COPD leidest, solltest Du Dich besonders vor Infekten der Atemwege schützen, denn diese können zu einer enormen Verschlechterung führen. Wie oben bereits erklärt, bietet der bei COPD in den Bronchien angesammelte Schleim einen guten Nährboden für Viren und Bakterien. Außerdem können Schleimhäute, die ohnehin geschwächt sind, sich nicht wie gewohnt gegen Infekte wehren. Um Dich möglichst gut vor Infekten zu schützen, kannst Du auf Impfungen zurückgreifen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt COPD-Patienten die Impfung gegen Influenza, Pneumokokken (häufig Auslöser für Lungenentzündungen) sowie Herpes zosta4.
Eine pauschale Aussage über die Lebenserwartung von COPD-Patienten gibt es nicht, da diese von unterschiedlichen Faktoren abhängt:
Je früher COPD erkannt wird, desto eher kannst Du etwas dagegen unternehmen. Du kannst sowohl schädigende Reize wie zum Beispiel das Rauchen einstellen und auch mit den oben genannten Therapiemöglichkeiten einer Verschlechterung entgegenwirken. Je mehr Lungengewebe über die Zeit irreversibel geschädigt ist, desto gravierender ist der Verlauf.
COPD geht häufig mit plötzlichen Verschlechterungen einher, wie wir oben bereits erklärt haben. Jede dieser Verschlechterungen kann das Lungengewebe weiter schädigen, sodass Du nicht mehr auf das Niveau vor der Verschlechterung zurückkommst. Je mehr dieser Zustände Du hast, desto schneller schreitet der Verlauf voran.
Menschen mit COPD leiden häufig an weiteren Krankheiten wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Knochenschwund (Osteoporose), Muskelabbau, Depressionen oder Lungenkrebs. Nicht selten sind direkte Zusammenhänge zu erkennen: Rauchen schädigt zum Beispiel nicht nur die Lunge, sondern auch die Blutgefäße, was sich negativ auf das Herz auswirken kann. Der chronische Entzündungszustand durch COPD wiederum betrifft nicht nur die Lunge, sondern den ganzen Körper, was zum Beispiel den Knochenstoffwechsel beeinträchtigt und damit Osteoporose begünstigen kann. Liegen also mehrere Erkrankungen parallel vor, kann dies eine schlechtere Prognose für die Patienten bedeuten.
Wie oben bereits erklärt, kann sich eine mangelhafte körperliche Fitness negativ auf den COPD-Verlauf auswirken. Besitzt Du wenig Muskelmasse, benötigt Dein Körper für Bewegung mehr Sauerstoff als bei einem fitten Menschen. Dies wiederum führt dazu, dass Du bei Aktivitäten zunehmend Atemnot verspüren kannst.
Bei COPD im Endstadium (GOLD 4) liegt die Lungenfunktion bei höchstens 30 Prozent ausgehend vom Sollwert. Durch die stark eingeschränkte Lungenfunktion besteht in diesem COPD-Stadium beinahe dauerhaft eine Atemnot – auch im Ruhezustand. Anstrengende Aktivitäten sind in der Regel nicht mehr möglich. Patienten in diesem Zustand sind zudem häufig auf eine Sauerstoffversorgung oder sogar eine zusätzliche Beatmung angewiesen.
Wie oben schon erwähnt, ist die Sauerstoffabgabe bei COPD-Patienten durch den Zusammenschluss mehrerer Alveolen vermindert. Dadurch entsteht ein dauerhafter Sauerstoffmangel im Blut und die Blutgefäße in der Lunge ziehen sich als Reflex zusammen. Damit versucht der Körper, den Blutfluss auf besser belüftete Lungenbereiche umzuleiten, was aber bei einer Lunge, die großflächig geschädigt ist, nicht mehr ausreichend funktioniert – stattdessen steigt der Druck im gesamten Lungenkreislauf. Da die rechte Herzkammer im menschlichen Körper dafür verantwortlich ist, das Blut durch die Lunge zu pumpen, wird diese enorm belastet (Cor pulmonale). Der rechte Herzmuskel kämpft förmlich dauerhaft gegen einen Druck und verliert dadurch an Kraft. Dies wiederum kann zum Beispiel zu Wassereinlagerungen in den Beinen führen, da das Herz nicht mehr in der Lage ist, das Blut ausreichend zurück zu transportieren.
Bei COPD im Endstadium ist es wichtig, dennoch Maßnahmen zu ergreifen und nicht in eine Handlungslosigkeit zu verfallen. Ziel der Maßnahmen sollte es sein, die Atemnot und Erschöpfung zu lindern. Außerdem ist es wichtig, zum Beispiel mit psychologischer Unterstützung einer möglichen Angst entgegenzuwirken. Diese kann eine Atemnot nämlich verstärken. Die Begleitung durch einen Palliativdienst ist für viele COPD-Patienten im Endstadium eine große Unterstützung. Das Team begleitet Dich bei den medizinischen Maßnahmen, kann Dir Medikamente gegen auftretende Symptome geben und auch Deine Angehörigen unterstützen.
Auch im COPD-Endstadium ist es je nach körperlicher Verfassung möglich, weiterhin mobil zu bleiben: Ein mobiles Sauerstoffgerät und auch Hilfsmittel wie zum Beispiel ein elektrischer Rollstuhl können dabei unterstützen. Lasse Dich von Deinem Arzt oder dem Palliativdienst beraten und beantrage für Dein Hilfsmittel, wenn möglich, einen Krankenkassenzuschuss.
Da sich COPD häufig über Jahre entwickelt, solltest Du typische Symptome wie anhaltenden Husten, Auswurf und Atemnot unbedingt ernst nehmen und ärztlich abklären lassen. Vor allem das Rauchen ist ein bedeutender Risikofaktor für COPD und sollte spätestens mit einer COPD-Diagnose sofort eingestellt werden. Auch wenn COPD nicht gänzlich heilbar ist, können Medikamente, eine Sauerstofftherapie und ausreichend Bewegung Symptome lindern bzw. den Verlauf positiv beeinflussen. Nutze außerdem Hilfsmittel wie einen elektrischen Rollstuhl und lasse Dich vor allem im COPD-Endstadium von einem Palliativteam betreuen.
COPD ist eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Dabei handelt es sich um eine dauerhafte, meist durch Rauchen verursachte, Verengung und Entzündung der Atemwege, die sich aus chronischer Bronchitis und Lungenemphysem zusammensetzt und vor allem das Ausatmen erschwert.
Typische frühe Anzeichen von COPD sind ein anhaltender Husten mit Auswurf, der über Wochen bis Monate immer wiederkehrt, sowie eine Atemnot bei körperlicher Anstrengung.
Bereits zerstörtes Lungengewebe wächst nicht wieder nach. Durch einen Rauchstopp, die passende medikamentöse Therapie und vor allem regelmäßiges Training lässt sich aber sowohl der weitere Rückgang der Lungenfunktion verlangsamen als auch die Belastbarkeit verbessern, weil trainierte Muskulatur die geschädigte Lunge entlastet.
Nein, COPD ist nicht heilbar, da die Schäden an Bronchialschleimhaut und Lungenbläschen dauerhaft sind. Die Erkrankung ist jedoch gut behandelbar, sodass sich Beschwerden lindern, das Fortschreiten verlangsamen und die Lebensqualität über viele Jahre erhalten lassen.
Nach der GOLD-Klassifikation wird COPD anhand der Lungenfunktion (FEV1-Wert) in vier Grade eingeteilt: GOLD 1 (leicht, FEV1 mehr als 80 Prozent vom Sollwert), GOLD 2 (mittelgradig, 50 bis 79 Prozent), GOLD 3 (schwer, 30 bis 49 Prozent) und GOLD 4 (sehr schwer, unter 30 Prozent).
Asthma tritt meist anfallsartig auf, beginnt oft schon im Kindes- oder Jugendalter und lässt sich durch Medikamente weitgehend rückgängig machen, während COPD sich langsam über Jahre entwickelt, häufig durch Schadstoffe wie Zigarettenrauch entsteht und sich auch mit Medikamenten nicht vollständig zurückbildet.
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