
Der Mensch atmet im Durchschnitt rund 12 bis 20 Mal pro Minute und benötigt etwa 300 bis 550 Liter Sauerstoff pro Tag – je nach Aktivität sogar deutlich mehr. Unsere Lunge versorgt den Körper dabei zuverlässig mit dem lebenswichtigen Gas. Doch bei bestimmten Erkrankungen reicht die eigene Atemleistung nicht mehr aus, um den Sauerstoffbedarf zu decken. Dann kommt ein Sauerstoffkonzentrator ins Spiel. Ein Sauerstoffkonzentrator produziert Sauerstoff aus der Umgebungsluft. Dies ist hilfreich für Personen, die auf eine regelmäßige Anreicherung der Atemluft mit Sauerstoff angewiesen sind. In diesem Beitrag erfahrst Du, wer einen Sauerstoffkonzentrator benötigt, welche Modelle es gibt, und wir beantworten die Frage: Was ist ein Sauerstoffkonzentrator überhaupt genau? Erfahre außerdem, wie teuer ein solches Gerät ist und ob die Krankenkasse dieses Hilfsmittel bezuschusst.
Bevor wir im Folgenden tiefer in das Thema Sauerstoffgerät einsteigen, wollen wir zunächst einmal die Frage beantworten: Was ist ein Sauerstoffkonzentrator eigentlich?
Ein Sauerstoffkonzentrator ist ein medizinisches Gerät, das aus der Umgebungsluft Sauerstoff erzeugt. Dies funktioniert, indem das Gerät die Umgebungsluft ansaugt, zum Beispiel Staub, Keime und Feuchtigkeit herausfiltert sowie den Sauerstoff vom Stickstoff trennt.Das geschieht mithilfe eines Filtersystems und sogenannter Molekularsiebe. Anschließend gibt der Sauerstoffkonzentrator den konzentrierten Sauerstoff zum Beispiel über eine Maske wieder ab.
Es gibt mobile und stationäre Sauerstoffkonzentratoren. Stationäre Geräte werden direkt an eine Steckdose angeschlossen und sind für die Nutzung an einem festen Ort, zum Beispiel zu Hause, geeignet. Sie bieten eine stabile, hohe Sauerstoffleistung. Mobile Sauerstoffkonzentratoren werden mit Akkus betrieben und sind in der Regel leichter und tragbar. Sie ermöglichen es den Patienten dank eines Akkubetriebs, mit dem Gerät unterwegs zu sein und zum Beispiel spazieren zu gehen, den Supermarkt zu besuchen oder sogar zu reisen.
Beachte: Manche Sauerstoffkonzentratoren verfügen über einen Befeuchter, damit mit dem Sauerstoff die Schleimhäute befeuchtet werden. In diesem Fall benötigst Du für den Betrieb destilliertes, abgekochtes bzw. steriles Wasser.
Die Ursachen dafür, dass Menschen ein Sauerstoffgerät benötigen, können vielfältig sein. Häufig liegt eine Erkrankung vor, die den natürlichen Gasaustausch in der Lunge beeinträchtigt oder die Sauerstoffaufnahme im Körper reduziert. Das führt zu einem chronischen Sauerstoffmangel – einer sogenannten Hypoxie. Für die Betroffenen kann ein Sauerstoffgerät daher lebensnotwendig sein, da es den Körper zuverlässig mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt und wichtige Funktionen stabilisiert.
Im Folgenden findest Du einige der bekanntesten Erkrankungen, bei denen eine Langzeit-Sauerstofftherapie häufig notwendig wird:
COPD zählt zu den häufigsten Ursachen für eine dauerhafte Sauerstoffunterversorgung. Durch verengte Atemwege ist die Lunge nicht mehr in der Lage, ausreichend Sauerstoff aufzunehmen. Ein Sauerstoffgerät reduziert Atemnot und verbessert die körperliche Belastbarkeit.
Bei einer Lungenfibrose verhärtet das Lungengewebe, wodurch weniger Sauerstoff ins Blut gelangt. Ein Sauerstoffkonzentrator entlastet die Lunge und stabilisiert die Sauerstoffsättigung – besonders bei Bewegung.
Eine Herzschwäche führt dazu, dass das Herz nicht mehr genügend sauerstoffreiches Blut in den Körper pumpen kann. In fortgeschrittenen Stadien wird daher häufig ergänzend Sauerstoff verordnet, um Atemnot zu lindern und den Kreislauf zu entlasten.
Bei schweren Formen der Schlafapnoe oder bei zusätzlichen Lungenerkrankungen kann es nachts zu gefährlichen Sauerstoffabfällen kommen. Ein Sauerstoffgerät verhindert diese nächtlichen Hypoxien und schützt so das Herz und andere Organe.
Wenn die Atemmuskulatur geschwächt ist, kann die Lunge nicht mehr ausreichend belüftet werden. Ein Sauerstoffgerät – oft kombiniert mit einer Atemunterstützung – hilft, die Sauerstoffversorgung zu sichern.
Je nach Krankheitsbild kann eine vorübergehende Sauerstoffversorgung oder sogar eine Langzeit-Sauerstofftherapie nötig sein. Letztere bedeutet, dass der Patient 15 Stunden oder mehr pro Tag auf eine zusätzliche Versorgung mit Sauerstoff angewiesen ist. Grundvoraussetzung für eine Langzeit-Sauerstofftherapie ist eine angemessene Indikationsstellung. Diese sollte auf Grundlage der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) erfolgen (befindet sich in der Aktualisierung).
Je nach Art und Modell können die Kosten für einen Sauerstoffkonzentrator zwischen 700 und 3.000 Euro betragen. Überlege Dir vorab ausreichend, was für Ansprüche Du hast und ob ein stationärer oder ein mobiler Sauerstoffkonzentrator für Dich sinnvoller ist. Ein ausgiebiger Vergleich unter den Modellen lohnt sich auf jeden Fall.
Die gute Nachricht ist: Sauerstoffkonzentratoren können von der Krankenkasse bezuschusst werden.
Um eine Sauerstofftherapie zum Beispiel mit einem Sauerstoffkonzentrator ärztlich verordnet zu bekommen, muss Dein Sauerstoffpartialdruck (PaO2) in Ruhe und/oder unter Belastung unter 50-60 mmHG liegen.
Lasse also unbedingt ärztlich abklären, ob Dir ein Sauerstoffkonzentrator von der Krankenkasse zusteht. So kannst Du einen Großteil der Kosten sparen.
Wenn Du einen Sauerstiffkonzentrator bei Deiner Krankenkasse beantragen möchtest, solltest Du diese wichtigen Schritte beachten:
Suche Deinen Arzt auf und beschreibe Dein Anliegen. Du wirst eingehend untersucht. Im Anschluss besprichst Du mit Deinem Arzt, welches Sauerstoffgerät für Dich infrage kommt. Dieser schreibt in einer Verordnung (ähnlich Rezept) genau auf, wieso Du ein Sauerstoffgerät benötigst.
In einem Fachgeschäft oder im Sanitätshaus schilderst Du Deine Bedürfnisse. Mithilfe einer Beratung findest Du das optimale Hilfsmittel. Im Anschluss erhältst Du einen Kostenvoranschlag.
Den Kostenvoranschlag und die Verordnung schickst Du bzw. in den meisten Fällen das Sanitätshaus an Deine Krankenkasse.
Natürlich kannst Du einen Sauerstoffkonzentrator auch privat kaufen. Gehe dafür am besten in ein Sanitätshaus in Deiner Nähe und lasse Dich beraten. Die Mitarbeitenden vor Ort kennen sich bestens aus und helfen Dir dabei, das richtige Modell für Dich zu finden.
Wie Du oben bereits erfahren hast, gibt es sowohl mobile als auch stationäre Sauerstoffkonzentratoren. Doch wann ist welches Gerät sinnvoll? Dies hängt vor allem davon ab, welche Menge an Sauerstoff Du benötigst und wie aktiv Du Deinen Alltag gestaltest.
Ein stationärer Sauerstoffkonzentrator ist sinnvoll, wenn Du:
Ein mobiler Sauerstoffkonzentrator ist sinnvoll, wenn Du:
Natürlich ist auch eine Kombination aus beidem möglich. Du kannst zu Hause ein stationäres Gerät nutzen und wenn Du unterwge bist, auf ein mobiles Gerät zurückgreifen.
Die Akkus für mobile Sauerstoffkonzentratoren unterscheiden sich in mehreren Merkmalen:
Wenn Du ein Sauerstoffgerät nutzt, ist dies dafür da, um den Sauerstoffgehalt in Deinem Blut wieder in einen gesunden Bereich zu bringen. Doch was ist eigentlich gesund?
Hier findest Du Richtwerte für die Sauerstoffsättigung (SpO2):
Beachte: Die Werte solltest Du immer individuell mit Deinem Arzt besprechen. Bei den Angaben handelt es sich um Richtwerte.
Wie genau eine Sauerstofftherapie diese Werte beeinflusst, hängt immer von der Art der Therapie und von den individuellen körperlichen Gegebenheiten ab. Wir haben für Dich eine Beispielrechnung aufgestellt, die als Orientierung dienen soll:
Viele Patienten erlangen mithilfe einer Sauerstofftherapie eine Verbesserung von 5-10 Prozentpunkten. Auch dies ist individuell.
Das Wichtigste bei einem Sauerstoffkonzentrator ist sicherlich die Qualität der Sauerstoffversorgung. Jedoch solltest Du nicht außer Acht lassen, dass Du das Gerät je nach Versorgung viele Stunden oder sogar dauerhaft in Deiner Nähe mitführst. Eine zu hohe Lautstärke des Gerätes kann da zur echten Belastung werden.
Die meisten Sauerstoffkonzentratoren liegen bei einem Wert von 40-50 Dezibel (dB). Dies entspricht ungefähr der Lautstärke eines leisen Gesprächs. Wenn Du Dein Gerät über ein Sanitätshaus beziehst, frage die Mitarbeitenden gerne, ob sie das Gerät anschalten können, damit Du einen Eindruck der Lautstärke erhältst.
Das Gewicht von Sauerstoffkonzentratoren variiert stark. Mobile sind in der Regel deutlich leichter als stationäre Geräte.
Allgemein kannst Du Dich an folgenden Werten orientieren: Mobile Sauerstoffkonzentratoren erhältst Du in der sehr leichten Variante schon ab ca. 1,5 kg, die schwereren Geräte wiegen bis zu 8 kg. Stationäre Sauerstoffkonzentratoren für zu Hause erhältst Du ab ca. 12 kg, das Gewicht kann bis zu 20 kg oder mehr variieren.

Du bist auf der Suche nach dem passenden Sauerstoffkonzentrator für Dich? Als Experte für mobile und stationäre Sauerstoffkonzentratoren ist AERICON Medizintechnik der richtige Ansprechpartner. Nimm einfach Kontakt auf und lasse Dich ausgiebig beraten – telefonisch unter 02838 9109570 oder per E-Mail an info@aericon.de.
Ein Sauerstoffkonzentrator kann für Menschen mit eingeschränkter Lungenfunktion ein entscheidender Begleiter im Alltag sein. Er sorgt zuverlässig für eine stabile Sauerstoffversorgung, verbessert die Belastbarkeit und ermöglicht wieder mehr Freiheit und Lebensqualität. Du hast die Wahl zwischen stationären und mobilen Geräten. Ob zu Hause oder unterwegs: Die modernen Geräte sind leicht zu bedienen, vielseitig einsetzbar und bieten eine sichere Unterstützung bei vielen Atemwegserkrankungen. Plane Deine Therapie in Begleitung von medizinischem Fachpersonal. Bekommst Du eine ärztliche Verordnung, kannst Du den Sauerstoffkonzentrator zudem von der Krankenkasse bezuschussen lassen und einen Großteil der Kosten sparen.
Ein Sauerstoffkonzentrator saugt normale Raumluft an und trennt darin den Sauerstoff vom Stickstoff. Der so konzentrierte Sauerstoff (meist 90–95 %) wird über eine Nasenbrille oder Maske an den Nutzer abgegeben. Da das Gerät die Luft ständig neu verarbeitet, muss keine Sauerstoffflasche nachgefüllt werden.
Ein stationärer Sauerstoffkonzentrator ist ein Gerät, das für die Sauerstoffversorgung zu Hause genutzt wird. Er liefert kontinuierlich konzentrierten Sauerstoff in höheren Mengen und ist ideal für Menschen, die über viele Stunden am Tag oder rund um die Uhr Sauerstoff benötigen. Da er größer und schwerer ist, wird er nicht unterwegs genutzt.
Ein mobiler Sauerstoffkonzentrator ist ein leichtes, akkubetriebenes Sauerstoffgerät, das speziell für unterwegs entwickelt wurde. Das Gerät filtert Sauerstoff direkt aus der Umgebungsluft und ermöglicht so Mobilität ohne schwere Sauerstoffflaschen. Mobile Geräte sind ideal für Alltagsaktivitäten, Spaziergänge, Einkäufe oder Reisen und bieten mehr Unabhängigkeit als stationäre Geräte.
Ein Sauerstoffkonzentrator ist sinnvoll für Menschen, deren Lunge nicht mehr genügend Sauerstoff aufnehmen kann – etwa bei COPD, Lungenfibrose oder Herzinsuffizienz. Das Gerät hilft, die Sauerstoffsättigung im Blut stabil zu halten, Atemnot zu reduzieren und die körperliche Belastbarkeit zu verbessern. Dadurch steigern viele Betroffene ihre Lebensqualität deutlich und können aktiver am Alltag teilnehmen.
Die Preise für tragbare Sauerstoffkonzentratoren variieren je nach Größe, Technik, Akkulaufzeit und Hersteller. Üblicherweise liegen sie zwischen 700 und 3.000 Euro. Sehr leichte Premium-Modelle können auch darüber liegen. Bei medizinischer Notwendigkeit können die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden.
Wenn Du eine ärztliche Verordnung erhältst, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse in der Regel die Kosten für einen Sauerstoffkonzentrator. Auch Verbrauchsmaterialien wie Schläuche, Filter oder Nasenbrillen werden häufig erstattet. Privatversicherte erhalten die Kosten je nach Tarif und vertraglicher Regelung.
Manche Sauerstoffkonzentratoren verfügen über einen Befeuchter. Für den Befeuchter sollte ausschließlich steriles oder destilliertes Wasser verwendet werden. Leitungswasser oder Mineralwasser sind ungeeignet, weil sie Keime oder Kalk enthalten können, die das Gerät schädigen oder die Atemwege reizen. Das Wasser sollte regelmäßig – am besten täglich – gewechselt werden.


8 comments on “Was ist ein Sauerstoffkonzentrator? Das solltest Du wissen!”
Die Frage ist, kommt der Sauerstoffkonzentrator ins Haus und ist dann ist Ruhe mit Auffüllen wie beim Flüssigsauerstoff?
Es muß nichts weiteres gemacht werden?
Ich benutze beim jetzigen Flüssigsauerstoff kein Wasser. Ist das beim Konzentrator vorgeschrieben bzw. notwendig?
Hallo Ingrun,
vielen Dank für Deine Frage. Bei einem Sauerstoffkonzentrator ist kein Auffüllen notwendig, so wie Du es beim Flüssigsauerstoff kennst.
Hast Du Interesse an einem Sauerstoffgerät? AERICON Medizintechnik ist seit vielen Jahren Experte auf dem Gebiet der Sauerstoffgeräte und Dein Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema mobile und stationäre Sauerstoffkonzentratoren zur Sauerstofflangzeittherapie. Die Fachexperten erreichst Du unter 02838 9109570 oder info@aericon.de.
Wir hoffen, dass wir Dir weiterhelfen konnten.
Herzliche Grüße aus Hamminkeln
Dein ergoflix-Team
Sehr gut
Hey,
vielen Dank für Deine Nachricht! Schön, dass Dir unser Blogbeitrag gefallen hat. Das freut uns sehr.
Herzliche Grüße aus Hamminkeln
Dein ergoflix-Team
Habe Interesse an dem Projekt
Hallo, danke für Deine Nachricht. Hast Du Interesse an einem Sauerstoffgerät? AERICON Medizintechnik ist seit vielen Jahren Experte auf dem Gebiet der Sauerstoffgeräte und Dein Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema mobile und stationäre Sauerstoffkonzentratoren zur Sauerstofflangzeittherapie. Die Fachexperten erreichst Du unter 02838 9109570 oder info@aericon.de.
Wir wünschen Dir einen schönen Tag.
Herzliche Grüße aus Hamminkeln
Dein ergoflix-Team
Nicht beantwortet:: darf man einen konzentrator legen??
Hallo, danke für Deine Nachricht. Als Experte für mobile und stationäre Sauerstoffkonzentratoren ist AERICON Medizintechnik auch bei dieser Frage der richtige Ansprechpartner. Nimm einfach Kontakt auf und lasse Dich ausgiebig beraten – telefonisch unter 02838 9109570 oder per E-Mail an info@aericon.de.
Wir wünschen Dir alles Gute!
Herzliche Grüße
Dein ergoflix-Team