5. Juni 2026
Ein mobiles Sauerstoffgerät kann Dir besonders dann helfen, wenn Du unter COPD, Lungenfibrose oder anderen chronischen Atemwegserkrankungen leidest.

Mobiles Sauerstoffgerät: Verwendung, Krankenkassenzuschuss und Praxis-Tipps
Ein mobiles Sauerstoffgerät kann Dir besonders dann helfen, wenn Du unter COPD, Lungenfibrose oder anderen chronischen Atemwegserkrankungen leidest. Das tragbare Gerät versorgt Deinen Körper auch unterwegs mit Sauerstoff und ermöglicht Dir damit wieder einen unabhängigeren Alltag. Im Beitrag erfährst Du, wann ein mobiles Sauerstoffgerät sinnvoll ist, welche Arten der Sauerstoffversorgung es gibt und wie Du ein tragbares Sauerstoffgerät von der Krankenkasse bezuschussen lassen kannst.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Sauerstoffgerät stellt der nutzenden Person zusätzlichen Sauerstoff zur Verfügung und versorgt damit Menschen, die unter einem Sauerstoffmangel leiden. Der Vorteil an mobilen Sauerstoffgeräten ist, dass diese nicht nur innerhalb der Wohnung, sondern auch unterwegs verwendet werden können. Sie sind kompakt, gut zu transportieren und in der Regel durch Akkus betrieben.
Mithilfe des zusätzlichen Sauerstoffes wird ein Sauerstoffmangel des Blutes ausgeglichen, die Atemmuskulatur entlastet und eine bessere Sauerstoffversorgung des Körpers gewährleistet. Je nach Gerät und Einstellungen hat die gefilterte Luft anschließend einen Sauerstoffgehalt von ca. 90 bis 96 Prozent, teilweise noch höher.
Nutzt Du ein Sauerstoffgerät, wird Dir dabei über eine Nasenbrille oder eine Sauerstoffmaske der Sauerstoff zum Einatmen zur Verfügung gestellt. Dadurch wird der Sauerstoffgehalt in Deinem Blut erhöht und Beschwerden wie zum Beispiel Atemnot gelindert.
Je nach Gerätetyp gibt es zwei unterschiedliche Arten der Sauerstoffabgabe:
Beim Dauerflow wird kontinuierlich Sauerstoff abgegeben, unabhängig davon, ob Du gerade ein- oder ausatmest. Der Sauerstofffluss wird von Deinem Arzt vorab festgelegt, zum Beispiel auf 1,2 oder 3 Liter pro Minute.
Vorteile:
Nachteile:
Geräte mit Demand-System erkennen mithilfe von Sensoren, wann ein Atemzug beginnt und geben gezielt nur während des Einatmens Sauerstoff ab.
Vorteile:
Nachteile:
Es gibt unterschiedliche Systeme bei mobilen Sauerstoffgeräten – davon hängt auch das Befüllen ab.
Wenn Du einen mobilen Sauerstoffkonzentrator nutzt, muss dieser nicht nachgefüllt werden. Das Gerät zieht den Sauerstoff direkt aus der Umgebungsluft, indem es Stickstoff herausfiltert. Bei diesen Systemen musst Du lediglich darauf achten, dass der Akku für den Betrieb ausreichend geladen ist, die Filter regelmäßig gereinigt bzw. gewechselt werden und die Lüftungsöffnungen frei sind.
Dadurch sind mobile Sauerstoffkonzentratoren besonders beliebt, wenn Du im Alltag flexibel und mobil bleiben möchtest.
Nutzt Du ein System mit Flüssigsauerstoff, befüllst Du Dein Gerät zuhause selbst mithilfe eines Vorratsbehälters. In der Regel funktioniert das Befüllen unkompliziert innerhalb weniger Minuten:
Druckgasflaschen werden in der Regel durch den Versorger bzw. das Sanitätshaus ausgetauscht, sobald diese leer sind. Du kümmerst Dich also nicht selbst um das Befüllen.
Beachte: Druckgasflaschen werden eher selten bei mobilen Sauerstoffgeräten genutzt, da sie eher unhandlich sind. Als Ersatz kann sich dieses System dennoch eignen.
Ein mobiles Sauerstoffgerät eignet sich vor allem für Menschen, die unter einem chronischen Sauerstoffmangel leiden und eine Langzeit-Sauerstofftherapie benötigen. Dadurch werden die Organe und das Gewebe mit Sauerstoff versorgt und die Patienten werden wieder belastbarer im Alltag. Es gibt einige Erkrankungen, bei denen häufig ein mobiles Sauerstoffgerät zum Einsatz kommt. Dazu zählen zum Beispiel:
Nur weil Du eine der oben genannten Erkrankungen hast, bedeutet das nicht automatisch, dass Du eine Sauerstofftherapie benötigst. Wichtig für diese Entscheidung ist eine ärztliche Untersuchung, vor allem eine Blutgasanalyse (BGA). In der Regel wird eine Langzeit-Sauerstofftherapie empfohlen, wenn der Sauerstoffpartialdruck im arteriellen Blut (PaO2) dauerhaft unter 55 mmHg liegt. Wenn weitere Folgeerscheinungen wie z. B. eine pulmonale Hypertonie oder eine Polyglobulie vorliegen, kann auch bei Werten zwischen 55 und 60 mmHg eine solche Therapie sinnvoll sein. Doch nicht nur die Messwerte sind wichtig für die ärztliche Beurteilung. Der Arzt zieht in der Regel auch Faktoren wie die Beschwerden, körperliche Belastbarkeit und die Sauerstoffsättigung unter Belastung sowie während des Schlafs. Wenn nach diesem Rundumblick eine dauerhaft eingeschränkte Sauerstoffversorgung als nachgewiesen gilt, ist eine Langzeit-Sauerstofftherapie in stationärer oder mobiler Form sinnvoll.
Wichtig ist, dass Du all dies mit Deinem Arzt besprichst. Allgemeine Richtwerte entscheiden nie über die individuelle Situation eines einzelnen Patienten.
Gut zu wissen
Nach der ärztlichen Beurteilung steht die Entscheidung an, ob Du ein stationäres oder mobiles Sauerstoffgerät nutzen wirst. Ein mobiles Sauerstoffgerät ist nur dann sinnvoll für Dich, wenn Du dieses auch außerhalb der Wohnung nutzen wirst.
Je nach Krankheitsbild, Lebenssituation und Alltagsgestaltung eignen sich unterschiedliche Typen von Sauerstoffgeräten. Damit Du Dir den besten Überblick verschaffen kannst, welches Gerät für Dich in Frage kommt, haben wir die Unterschiede von stationären und mobilen, tragbaren Sauerstoffgeräten für Dich übersichtlich zusammengefasst:
| Gerätetyp | Gewicht | Sauerstoffabgabe | Betriebsdauer | Geeignet für die Nacht? | Typische Einsatzbereiche | Vorteile | Nachteile |
| Mobiles Sauerstoffgerät | ca. 2-5 kg | i.d.R. Demand-System | ca. 4-13 h (je nach Akku und bei Demand-System) | eingeschränkt | Ausflüge, Erledigungen, Reisen, etc. | Leicht, kompakt, hohe Bewegungsfreiheit | Begrenzte Akkulaufzeit, häufig geringere Sauerstoffleistung, nicht immer für nachts geeignet |
| Stationäres Sauerstoffgerät | ca. 14-25 kg | Dauerflow | Netzbetrieb (24/7) | sehr gut | Zuhause, Langzeitversorgung | Hohe Förderleistung, kein Nachfüllen erforderlich | Nicht nur unterwegs geeignet, benötigt einen Stromanschluss |
Je nach Gerätetyp, Sauerstoffleistung und Akkukapazität fallen die Kosten für mobile Sauerstoffgeräte unterschiedlich hoch aus. Ein mobiler Sauerstoffkonzentrator kostet in der Regel zwischen ca. 2.000 bis 4.500 Euro. Möchtest Du eine höhere Leistung oder zusätzlich eine Dauerflow-Funktion können die Kosten auch bis 6.000 Euro oder mehr betragen.
Benötigst Du Ersatzakkus für die Nutzung im Alltag, kosten diese pro Stück meist noch einmal zwischen 200 und 800 Euro.
Wenn bei Dir eine medizinische Notwendigkeit vorliegt, solltest Du die Bezuschussung Deines Sauerstoffgerätes unbedingt bei Deiner Krankenkasse beantragen.
Wenn Dein Arzt die medizinische Notwendigkeit sieht, kann er Dir eine Verordnung für ein mobiles Sauerstoffgerät ausstellen. Dies erfolgt vor allem dann, wenn Du eine Langzeit-Sauerstofftherapie benötigst, um eine chronische Unterversorgung Deines Körpers mit Sauerstoff (Hypoxämie) auszugleichen. Das bedeutet, die Notwendigkeit hängt nicht allein von Deiner Krankheitsdiagnose, sondern auch von Untersuchungsergebnissen, vor allem der oben bereits erwähnten Blutgasanalyse, ab.
Eine Langzeit-Sauerstofftherapie gilt in der Regel als medizinisch notwendig bei:
Der Pneumologe dokumentiert diese Werte in der Regel anhand mehrerer Messungen und kann anschließend eine Bewertung Deiner individuellen Situation treffen.
Wenn Du ein mobiles, tragbares Sauerstoffgerät von der Krankenkasse bekommen möchtest, solltest Du einige grundlegende Schritte befolgen.
Gehe zu Deinem Arzt, im besten Fall ein Pneumologe, um Dich untersuchen zu lassen. Der Arzt stellt fest, ob Du eine Langzeit-Sauerstofftherapie benötigst. Zu den Untersuchungen, die dabei in der Regel durchgeführt werden, zählen die Blutgasanalyse, Belastungstests sowie eine Lungenfunktionsprüfung. Dein Arzt wird die Ergebnisse dokumentieren und anhand derer beurteilen, ob eine solche Therapie für Dich sinnvoll ist.
Anschließend stellt der Arzt eine Verordnung (ähnlich eines Rezeptes) für ein Sauerstoffgerät aus.
Wichtig: Wenn Du ein mobiles, tragbares Sauerstoffgerät von Deiner Krankenkasse bezuschussen lassen möchtest, sollte dies ausdrücklich auf der Verordnung vermerkt sein. Andernfalls kann es sein, dass Deine Krankenkasse Dir lediglich ein herkömmliches stationäres Gerät genehmigt.
Mit der ärztlichen Verordnung suchst Du ein Sanitätshaus in Deiner Nähe auf. Das Fachpersonal vor Ort wird Dir geeignete Geräte vorstellen und Dir die Vor- sowie Nachteile erläutern. Du erhältst wichtige Informationen zum Beispiel zum Gewicht, zur Leistung und zur Akkulaufzeit der Geräte und findest gemeinsam mit der beratenden Person das optimale Modell für Dich.
Im Anschluss erstellt das Team des Sanitätshauses einen Kostenvoranschlag für das von Dir gewählte Modell.
FlixTipp
Du bist an einem Sauerstoffgerät interessiert und möchtest Dich von Experten beraten lassen? AERICON Medizintechnik ist seit vielen Jahren Experte auf diesem Gebiet und Dein Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema mobile und stationäre Sauerstoffgeräte zur Sauerstofflangzeittherapie. Die Fachexperten erreichst Du unter 02838 9109570 oder info@aericon.de.
Der Kostenvoranschlag des Sanitätshauses wird gemeinsam mit Deinen medizinischen Unterlagen und dem Hilfsmittelantrag bei Deiner Krankenkasse eingereicht. Häufig übernimmt diesen Schritt das Sanitätshaus für Dich.
Anschließend prüft die Krankenkasse den Antrag und meldet sich anschließend mit einer Entscheidung. Wird der Antrag genehmigt, kannst Du Dein mobiles Sauerstoffgerät schon kurze Zeit später in Deinem Sanitätshaus in Empfang nehmen.
Beachte: Für ein mobiles Sauerstoffgerät auf Rezept leistest Du eine Zuzahlung - diese beträgt in der Regel 10 Prozent der Kosten, mindestens 5 und maximal 10 Euro. Wenn Du ein Gerät erhältst, welches über die medizinische Notwendigkeit hinausgeht, kannst Du einen Teil der Kosten dennoch von der Krankenkasse übernehmen lassen und den restlichen Betrag als wirtschaftliche Aufzahlung selbst übernehmen.
Lehnt die Krankenkasse Deinen Hilfsmittelantrag ab, kannst Du Widerspruch gegen diese Entscheidung einlegen.
Gut zu wissen
Für den Betrieb von Sauerstoffgeräten fallen Stromkosten an. Bei stationären Geräten durch den direkten Stromanschluss, bei mobilen Geräten durch das Aufladen der Akkus. Du kannst Dir einen Teil der Energiekosten für den Betrieb des Hilfsmittels von Deiner Krankenkasse erstatten lassen. Das ist sogar gesetzlich in § 33 Abs.1 S1 SGB 5 geregelt. Wie das funktioniert und welche Voraussetzungen Du erfüllen musst, kannst Du in unserem Blogbeitrag „Werden Stromkosten durch die Krankenkasse erstattet? " (am Beispiel eines Elektrorollstuhls) lesen.
Es kann vorkommen, dass Deine Krankenkasse den Hilfsmittelantrag ablehnt. Bei mobilen, tragbaren Sauerstoffgeräten ist die Begründung häufig, dass ein stationäres Gerät ausreichend und aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoller wäre. Dies kann für Dich als betroffene Person jedoch dazu führen, dass Du im sozialen Leben oder bei der Erledigung von Dingen außerhalb der eigenen vier Wände eingeschränkt bist.
Wenn Du den Ablehnungsbescheid erhalten hast, hast Du in der Regel einen Monat Zeit, um Widerspruch einzulegen. Lege der Krankenkasse eine detaillierte Begründung für die Notwendigkeit des mobilen Sauerstoffgerätes vor. Dabei solltest Du zum Beispiel auf folgende Fragen eingehen:
Ergänze Deine Begründungen durch die Einschätzung Deines behandelnden Arztes. Dieser sollte sich unter anderem zu Deinem Mobilitätsbedarf, zum Sauerstoffbedarf unter Belastung und noch einmal zur medizinischen Notwendigkeit eines tragbaren, mobilen Sauerstoffgerätes äußern. Reiche gegebenenfalls auch noch weitere Untersuchungsergebnisse (z. B. Belastungstests, Reha-Berichte, Dokumentation der Sauerstoffsättigung unter Belastung) ein, sofern dies beim ersten Antrag nicht geschehen ist.
In vielen Fällen werden Hilfsmittelanträge nach einem ausführlichen und plausibel begründeten Widerspruch im zweiten Anlauf bewilligt.
Wichtig zu wissen ist, dass es sozialgerichtliche Entscheidungen gibt, die klarstellen, dass eine Versorgung mit Sauerstoff nicht nur das reine Überleben sichern darf, sondern den Betroffenen auch eine möglichst selbstständige Lebensführung ermöglichen soll.
Besonders relevant ist ein Beschluss des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen (LSG NRW, Az. L 5 KR 414/14 B ER). In dem Fall ging es um eine 87-jährige Patientin mit schwerer Lungenerkrankung, die dauerhaft auf Sauerstoff angewiesen war. Die Krankenkasse hatte zwar bereits ein stationäres Gerät sowie eine mobile Versorgung bewilligt – das mobile System wog jedoch rund 6 Kilogramm und war für die Patientin praktisch nicht nutzbar. Sie beantragte deshalb ein deutlich leichteres tragbares Sauerstoffgerät mit etwa 2 Kilogramm Gewicht.
Das Gericht entschied hierbei, dass Mobilität zu den Grundbedürfnissen des täglichen Lebens gehöre, Versicherte ihre Wohnung verlassen können müssen, um Besorgungen zu erledigen und dass ein Sauerstoffgerät nur dann ausreichend ist, wenn es für die Patienten auch tatsächlich nutzbar ist. Das LSG NRW verpflichtete die Krankenkasse dazu, die Versorgung mit einem leichteren und mobilen Sauerstoffgerät vorläufig zu übernehmen. Dabei ging es nicht darum, dass die Patienten einfach nur mehr Komfort wünschte, sondern die konkrete Alltagstauglichkeit der Versorgung im Mittelpunkt stand.
Das bedeutet für Dich: Deine Krankenkasse darf nicht automatisch auf ein stationäres Gerät verweisen, wenn dadurch die notwendige Mobilität – also alltägliche Wege und soziale Teilhabe, unter Deinen körperlichen Voraussetzungen verloren geht. Gerade bei älteren oder körperlich eingeschränkten Menschen können Gewicht, Tragbarkeit und Reichweite des Geräts medizinisch relevant sein.
Wenn Du das tragbare Sauerstoffgerät von Deiner Krankenkasse erhalten hast, ist der wichtigste Schritt bereits getan. Damit Du möglichst lange und viel im Alltag davon profitierst, gibt es ein paar Praxis-Tipps für Deinen Alltag mit dem mobilen Sauerstoffgerät.
Beachte, dass die Akkulaufzeit bei einem mobilen Sauerstoffgerät von mehreren Faktoren abhängt und nicht immer die maximale Laufzeit erreicht wird. Einfluss nehmen unter anderem:
Plane vor allem bei längeren Ausflügen ausreichend Reserven ein, damit Du auf jeden Fall jederzeit mit Sauerstoff versorgt bist. Nimm also lieber noch weitere Ersatzakkus mit.
Auch wenn mobile Sauerstoffgeräte selten Defekte aufweisen, kann dies jederzeit passieren – selbst die beste Technik kann einmal versagen. Deshalb solltest Du auf diese Situationen vorbereitet sein:
Viele Versorger bieten einen technischen Notdienst an, der Dich bei Problemen mit Deinem Gerät unterstützt.
| Problem | Mögliche Ursache | Was hilft? |
| Gerät piept | Akku leer oder technische Störung | Akku prüfen und Hinweise in Bedienungsanleitung beachten |
| Sauerstoffsättigung sinkt | Sauerstoffbedarf verändert oder Gerät falsch eingestellt | Arzt oder Versorger kontaktieren |
| Demand-System reagiert nicht zuverlässig | Flache Atmung oder Mundatmung | Ärztlich prüfen lassen, ob ein Dauerflow erforderlich ist |
| Kurze Akkulaufzeit | Alter Akku oder hohe Einstellung | Akku technisch überprüfen lassen |
| Druckstellen an den Ohren | Nasenbrille sitzt zu eng | Polster oder alternative Halterungen nutzen |
Auch unterschiedliche Verkehrsmittel kannst Du mit Deinem mobilen Sauerstoffgerät nutzen. Beachte dabei zu Deiner Sicherheit jedoch folgende Dinge:
Nicht nur kleinere Ausflüge, sondern auch große Reisen kannst Du dank Deines tragbaren Sauerstoffgerätes planen. Vor dem Reisebeginn solltest Du Dir in jedem Fall folgende Fragen stellen, um bestens vorbereitet zu sein:
Besonders wenn Du eine Flugreise planst, solltest Du frühzeitig planen. Viele Flugreisen verlangen, dass Du ihnen bereits Tage oder Wochen vor Deinem Flug Informationen zu Deinem Sauerstoffgerät zukommen lässt. Da die Voraussetzungen je nach Fluggesellschaft variieren können, informiere Dich direkt bei dem Reiseanbieter über die Gegebenheiten.
Wenn Du Dein mobiles Sauerstoffgerät regelmäßig und gründlich reinigst, wirkt sich dies positiv auf die Lebensdauer des Gerätes aus. Außerdem kannst Du dadurch die Keimbelastung reduzieren. Beachte bei der Reinigung immer die Angaben des Herstellers. Typischerweise wird zum Beispiel empfohlen:
Lasse Dir von Deinem Versorger bzw. Sanitätshaus Informationen zu den Wartungsintervallen geben.
Auch wenn Sauerstoff selbst nicht brennt, solltest Du besonders im Umgang mit Feuer bzw. Hitze vorsichtig sein, da Sauerstoff Brände erheblich beschleunigen kann. Halte Dich an folgende Sicherheitsregeln:
Du musst die Herausforderungen im Alltag nicht alleine bewältigen. Es gibt viele Unterstützungsangebote, unter anderem:
Entscheide selbst oder mit Unterstützung Deines Arztes, welche Angebote für Dich sinnvoll sein können.
Wer von einem Sauerstoffmangel betroffen ist, kann durch ein Sauerstoffgerät neue Lebensqualität zurückgewinnen. Gerade mobile Sauerstoffgeräte haben den großen Vorteil, dass sie einfach mitgenommen werden können und die Versorgung unterwegs gewährleistet ist. Um ein tragbares Sauerstoffgerät auf Rezept zu erhalten, ist eine Verordnung von Deinem Arzt notwendig. Für die Verordnung sind insbesondere die Ergebnisse der Blutgasanalyse sowie die Einschätzung des Pneumologen entscheidend. Wird ein mobiles Sauerstoffgerät von der Krankenkasse zunächst abgelehnt, kann sich ein Widerspruch lohnen – vor allem dann, wenn die Mobilität im Alltag ohne das Gerät deutlich eingeschränkt wäre.
Ein mobiles Sauerstoffgerät versorgt Deinen Körper über eine Nasenbrille oder Atemmaske mit zusätzlichem Sauerstoff. Mobile Sauerstoffkonzentratoren gewinnen diesen aus der Umgebungsluft und Flüssigsauerstoff-Systeme greifen auf gespeicherten Sauerstoff zurück. Die Abgabe erfolgt je nach Gerät kontinuierlich (Dauerflow) oder mit jedem Einatmen (Demand-System).
Du benötigst ein mobiles Sauerstoffgerät, wenn Du unter einer chronischen Unterversorgung mit Sauerstoff leidest, und auch außerhalb Deiner Wohnung auf zusätzlichen Sauerstoff angewiesen bist. Häufige medizinische Ursachen sind COPD, Lungenfibrose und andere schwere Lungenerkrankungen.
Ein mobiles Sauerstoffgerät kostet je nach Modell und Ausstattung meist zwischen 2.000 und 6.000 Euro. Zusätzliche Akkus können weitere 200 bis 800 Euro kosten. Liegt eine ärztliche Verordnung vor und ist die Sauerstofftherapie medizinisch notwendig, übernimmt die Krankenkasse die Kosten in der Regel ganz oder teilweise.
Ein mobiles Sauerstoffgerät wiegt je nach Modell meist zwischen 2 und 5 kg.
Wie man ein mobiles Sauerstoffgerät befüllt, hängt vom verwendeten System ab. Mobile Sauerstoffkonzentratoren müssen nicht befüllt werden, da sie Sauerstoff aus der Umgebungsluft gewinnen. Bei Flüssigsauerstoff-Systemen wird das mobile Gerät regelmäßig aus einem stationären Vorratsbehälter bei Dir zuhause befüllt.
Ein mobiles Sauerstoffgerät erhältst Du nach ärztlicher Verordnung über ein Sanitätshaus oder einen spezialisierten Sauerstoffversorger. Das Fachpersonal übernimmt die Einweisung und in der Regel auch die Wartung.
Grundsätzlich kann auch Dein Hausarzt ein mobiles Sauerstoffgerät verordnen. Normalerweise erfolgt die Diagnostik und Verordnung jedoch meist durch einen Pneumologen, also einen Lungenfacharzt, da für die Sauerstofftherapie spezielle Untersuchungen wie eine Blutgasanalyse erforderlich sind.
Die Krankenkasse zahlt ein mobiles Sauerstoffgerät, wenn eine medizinische Notwendigkeit für eine Langzeit-Sauerstofftherapie besteht. Grundlage sind in der Regel die Ergebnisse Deiner Blutgasanalyse sowie die ärztliche Verordnung durch einen Pneumologen.
Ein mobiles Sauerstoffgerät kann Dir besonders dann helfen, wenn Du unter COPD, Lungenfibrose oder anderen chronischen Atemwegserkrankungen leidest. Das tragbare Gerät versorgt Deinen Körper auch unterwegs mit Sauerstoff und ermöglicht Dir damit wieder einen unabhängigeren Alltag. Im Beitrag erfährst Du, wann ein mobiles Sauerstoffgerät sinnvoll ist, welche Arten der Sauerstoffversorgung es gibt und wie Du ein tragbares Sauerstoffgerät von der Krankenkasse bezuschussen lassen kannst.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Sauerstoffgerät stellt der nutzenden Person zusätzlichen Sauerstoff zur Verfügung und versorgt damit Menschen, die unter einem Sauerstoffmangel leiden. Der Vorteil an mobilen Sauerstoffgeräten ist, dass diese nicht nur innerhalb der Wohnung, sondern auch unterwegs verwendet werden können. Sie sind kompakt, gut zu transportieren und in der Regel durch Akkus betrieben.
Mithilfe des zusätzlichen Sauerstoffes wird ein Sauerstoffmangel des Blutes ausgeglichen, die Atemmuskulatur entlastet und eine bessere Sauerstoffversorgung des Körpers gewährleistet. Je nach Gerät und Einstellungen hat die gefilterte Luft anschließend einen Sauerstoffgehalt von ca. 90 bis 96 Prozent, teilweise noch höher.
Nutzt Du ein Sauerstoffgerät, wird Dir dabei über eine Nasenbrille oder eine Sauerstoffmaske der Sauerstoff zum Einatmen zur Verfügung gestellt. Dadurch wird der Sauerstoffgehalt in Deinem Blut erhöht und Beschwerden wie zum Beispiel Atemnot gelindert.
Je nach Gerätetyp gibt es zwei unterschiedliche Arten der Sauerstoffabgabe:
Beim Dauerflow wird kontinuierlich Sauerstoff abgegeben, unabhängig davon, ob Du gerade ein- oder ausatmest. Der Sauerstofffluss wird von Deinem Arzt vorab festgelegt, zum Beispiel auf 1,2 oder 3 Liter pro Minute.
Vorteile:
Nachteile:
Geräte mit Demand-System erkennen mithilfe von Sensoren, wann ein Atemzug beginnt und geben gezielt nur während des Einatmens Sauerstoff ab.
Vorteile:
Nachteile:
Es gibt unterschiedliche Systeme bei mobilen Sauerstoffgeräten – davon hängt auch das Befüllen ab.
Wenn Du einen mobilen Sauerstoffkonzentrator nutzt, muss dieser nicht nachgefüllt werden. Das Gerät zieht den Sauerstoff direkt aus der Umgebungsluft, indem es Stickstoff herausfiltert. Bei diesen Systemen musst Du lediglich darauf achten, dass der Akku für den Betrieb ausreichend geladen ist, die Filter regelmäßig gereinigt bzw. gewechselt werden und die Lüftungsöffnungen frei sind.
Dadurch sind mobile Sauerstoffkonzentratoren besonders beliebt, wenn Du im Alltag flexibel und mobil bleiben möchtest.
Nutzt Du ein System mit Flüssigsauerstoff, befüllst Du Dein Gerät zuhause selbst mithilfe eines Vorratsbehälters. In der Regel funktioniert das Befüllen unkompliziert innerhalb weniger Minuten:
Druckgasflaschen werden in der Regel durch den Versorger bzw. das Sanitätshaus ausgetauscht, sobald diese leer sind. Du kümmerst Dich also nicht selbst um das Befüllen.
Beachte: Druckgasflaschen werden eher selten bei mobilen Sauerstoffgeräten genutzt, da sie eher unhandlich sind. Als Ersatz kann sich dieses System dennoch eignen.
Ein mobiles Sauerstoffgerät eignet sich vor allem für Menschen, die unter einem chronischen Sauerstoffmangel leiden und eine Langzeit-Sauerstofftherapie benötigen. Dadurch werden die Organe und das Gewebe mit Sauerstoff versorgt und die Patienten werden wieder belastbarer im Alltag. Es gibt einige Erkrankungen, bei denen häufig ein mobiles Sauerstoffgerät zum Einsatz kommt. Dazu zählen zum Beispiel:
Nur weil Du eine der oben genannten Erkrankungen hast, bedeutet das nicht automatisch, dass Du eine Sauerstofftherapie benötigst. Wichtig für diese Entscheidung ist eine ärztliche Untersuchung, vor allem eine Blutgasanalyse (BGA). In der Regel wird eine Langzeit-Sauerstofftherapie empfohlen, wenn der Sauerstoffpartialdruck im arteriellen Blut (PaO2) dauerhaft unter 55 mmHg liegt. Wenn weitere Folgeerscheinungen wie z. B. eine pulmonale Hypertonie oder eine Polyglobulie vorliegen, kann auch bei Werten zwischen 55 und 60 mmHg eine solche Therapie sinnvoll sein. Doch nicht nur die Messwerte sind wichtig für die ärztliche Beurteilung. Der Arzt zieht in der Regel auch Faktoren wie die Beschwerden, körperliche Belastbarkeit und die Sauerstoffsättigung unter Belastung sowie während des Schlafs. Wenn nach diesem Rundumblick eine dauerhaft eingeschränkte Sauerstoffversorgung als nachgewiesen gilt, ist eine Langzeit-Sauerstofftherapie in stationärer oder mobiler Form sinnvoll.
Wichtig ist, dass Du all dies mit Deinem Arzt besprichst. Allgemeine Richtwerte entscheiden nie über die individuelle Situation eines einzelnen Patienten.
Gut zu wissen
Nach der ärztlichen Beurteilung steht die Entscheidung an, ob Du ein stationäres oder mobiles Sauerstoffgerät nutzen wirst. Ein mobiles Sauerstoffgerät ist nur dann sinnvoll für Dich, wenn Du dieses auch außerhalb der Wohnung nutzen wirst.
Je nach Krankheitsbild, Lebenssituation und Alltagsgestaltung eignen sich unterschiedliche Typen von Sauerstoffgeräten. Damit Du Dir den besten Überblick verschaffen kannst, welches Gerät für Dich in Frage kommt, haben wir die Unterschiede von stationären und mobilen, tragbaren Sauerstoffgeräten für Dich übersichtlich zusammengefasst:
| Gerätetyp | Gewicht | Sauerstoffabgabe | Betriebsdauer | Geeignet für die Nacht? | Typische Einsatzbereiche | Vorteile | Nachteile |
| Mobiles Sauerstoffgerät | ca. 2-5 kg | i.d.R. Demand-System | ca. 4-13 h (je nach Akku und bei Demand-System) | eingeschränkt | Ausflüge, Erledigungen, Reisen, etc. | Leicht, kompakt, hohe Bewegungsfreiheit | Begrenzte Akkulaufzeit, häufig geringere Sauerstoffleistung, nicht immer für nachts geeignet |
| Stationäres Sauerstoffgerät | ca. 14-25 kg | Dauerflow | Netzbetrieb (24/7) | sehr gut | Zuhause, Langzeitversorgung | Hohe Förderleistung, kein Nachfüllen erforderlich | Nicht nur unterwegs geeignet, benötigt einen Stromanschluss |
Je nach Gerätetyp, Sauerstoffleistung und Akkukapazität fallen die Kosten für mobile Sauerstoffgeräte unterschiedlich hoch aus. Ein mobiler Sauerstoffkonzentrator kostet in der Regel zwischen ca. 2.000 bis 4.500 Euro. Möchtest Du eine höhere Leistung oder zusätzlich eine Dauerflow-Funktion können die Kosten auch bis 6.000 Euro oder mehr betragen.
Benötigst Du Ersatzakkus für die Nutzung im Alltag, kosten diese pro Stück meist noch einmal zwischen 200 und 800 Euro.
Wenn bei Dir eine medizinische Notwendigkeit vorliegt, solltest Du die Bezuschussung Deines Sauerstoffgerätes unbedingt bei Deiner Krankenkasse beantragen.
Wenn Dein Arzt die medizinische Notwendigkeit sieht, kann er Dir eine Verordnung für ein mobiles Sauerstoffgerät ausstellen. Dies erfolgt vor allem dann, wenn Du eine Langzeit-Sauerstofftherapie benötigst, um eine chronische Unterversorgung Deines Körpers mit Sauerstoff (Hypoxämie) auszugleichen. Das bedeutet, die Notwendigkeit hängt nicht allein von Deiner Krankheitsdiagnose, sondern auch von Untersuchungsergebnissen, vor allem der oben bereits erwähnten Blutgasanalyse, ab.
Eine Langzeit-Sauerstofftherapie gilt in der Regel als medizinisch notwendig bei:
Der Pneumologe dokumentiert diese Werte in der Regel anhand mehrerer Messungen und kann anschließend eine Bewertung Deiner individuellen Situation treffen.
Wenn Du ein mobiles, tragbares Sauerstoffgerät von der Krankenkasse bekommen möchtest, solltest Du einige grundlegende Schritte befolgen.
Gehe zu Deinem Arzt, im besten Fall ein Pneumologe, um Dich untersuchen zu lassen. Der Arzt stellt fest, ob Du eine Langzeit-Sauerstofftherapie benötigst. Zu den Untersuchungen, die dabei in der Regel durchgeführt werden, zählen die Blutgasanalyse, Belastungstests sowie eine Lungenfunktionsprüfung. Dein Arzt wird die Ergebnisse dokumentieren und anhand derer beurteilen, ob eine solche Therapie für Dich sinnvoll ist.
Anschließend stellt der Arzt eine Verordnung (ähnlich eines Rezeptes) für ein Sauerstoffgerät aus.
Wichtig: Wenn Du ein mobiles, tragbares Sauerstoffgerät von Deiner Krankenkasse bezuschussen lassen möchtest, sollte dies ausdrücklich auf der Verordnung vermerkt sein. Andernfalls kann es sein, dass Deine Krankenkasse Dir lediglich ein herkömmliches stationäres Gerät genehmigt.
Mit der ärztlichen Verordnung suchst Du ein Sanitätshaus in Deiner Nähe auf. Das Fachpersonal vor Ort wird Dir geeignete Geräte vorstellen und Dir die Vor- sowie Nachteile erläutern. Du erhältst wichtige Informationen zum Beispiel zum Gewicht, zur Leistung und zur Akkulaufzeit der Geräte und findest gemeinsam mit der beratenden Person das optimale Modell für Dich.
Im Anschluss erstellt das Team des Sanitätshauses einen Kostenvoranschlag für das von Dir gewählte Modell.
FlixTipp
Du bist an einem Sauerstoffgerät interessiert und möchtest Dich von Experten beraten lassen? AERICON Medizintechnik ist seit vielen Jahren Experte auf diesem Gebiet und Dein Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema mobile und stationäre Sauerstoffgeräte zur Sauerstofflangzeittherapie. Die Fachexperten erreichst Du unter 02838 9109570 oder info@aericon.de.
Der Kostenvoranschlag des Sanitätshauses wird gemeinsam mit Deinen medizinischen Unterlagen und dem Hilfsmittelantrag bei Deiner Krankenkasse eingereicht. Häufig übernimmt diesen Schritt das Sanitätshaus für Dich.
Anschließend prüft die Krankenkasse den Antrag und meldet sich anschließend mit einer Entscheidung. Wird der Antrag genehmigt, kannst Du Dein mobiles Sauerstoffgerät schon kurze Zeit später in Deinem Sanitätshaus in Empfang nehmen.
Beachte: Für ein mobiles Sauerstoffgerät auf Rezept leistest Du eine Zuzahlung - diese beträgt in der Regel 10 Prozent der Kosten, mindestens 5 und maximal 10 Euro. Wenn Du ein Gerät erhältst, welches über die medizinische Notwendigkeit hinausgeht, kannst Du einen Teil der Kosten dennoch von der Krankenkasse übernehmen lassen und den restlichen Betrag als wirtschaftliche Aufzahlung selbst übernehmen.
Lehnt die Krankenkasse Deinen Hilfsmittelantrag ab, kannst Du Widerspruch gegen diese Entscheidung einlegen.
Gut zu wissen
Für den Betrieb von Sauerstoffgeräten fallen Stromkosten an. Bei stationären Geräten durch den direkten Stromanschluss, bei mobilen Geräten durch das Aufladen der Akkus. Du kannst Dir einen Teil der Energiekosten für den Betrieb des Hilfsmittels von Deiner Krankenkasse erstatten lassen. Das ist sogar gesetzlich in § 33 Abs.1 S1 SGB 5 geregelt. Wie das funktioniert und welche Voraussetzungen Du erfüllen musst, kannst Du in unserem Blogbeitrag „Werden Stromkosten durch die Krankenkasse erstattet? " (am Beispiel eines Elektrorollstuhls) lesen.
Es kann vorkommen, dass Deine Krankenkasse den Hilfsmittelantrag ablehnt. Bei mobilen, tragbaren Sauerstoffgeräten ist die Begründung häufig, dass ein stationäres Gerät ausreichend und aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoller wäre. Dies kann für Dich als betroffene Person jedoch dazu führen, dass Du im sozialen Leben oder bei der Erledigung von Dingen außerhalb der eigenen vier Wände eingeschränkt bist.
Wenn Du den Ablehnungsbescheid erhalten hast, hast Du in der Regel einen Monat Zeit, um Widerspruch einzulegen. Lege der Krankenkasse eine detaillierte Begründung für die Notwendigkeit des mobilen Sauerstoffgerätes vor. Dabei solltest Du zum Beispiel auf folgende Fragen eingehen:
Ergänze Deine Begründungen durch die Einschätzung Deines behandelnden Arztes. Dieser sollte sich unter anderem zu Deinem Mobilitätsbedarf, zum Sauerstoffbedarf unter Belastung und noch einmal zur medizinischen Notwendigkeit eines tragbaren, mobilen Sauerstoffgerätes äußern. Reiche gegebenenfalls auch noch weitere Untersuchungsergebnisse (z. B. Belastungstests, Reha-Berichte, Dokumentation der Sauerstoffsättigung unter Belastung) ein, sofern dies beim ersten Antrag nicht geschehen ist.
In vielen Fällen werden Hilfsmittelanträge nach einem ausführlichen und plausibel begründeten Widerspruch im zweiten Anlauf bewilligt.
Wichtig zu wissen ist, dass es sozialgerichtliche Entscheidungen gibt, die klarstellen, dass eine Versorgung mit Sauerstoff nicht nur das reine Überleben sichern darf, sondern den Betroffenen auch eine möglichst selbstständige Lebensführung ermöglichen soll.
Besonders relevant ist ein Beschluss des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen (LSG NRW, Az. L 5 KR 414/14 B ER). In dem Fall ging es um eine 87-jährige Patientin mit schwerer Lungenerkrankung, die dauerhaft auf Sauerstoff angewiesen war. Die Krankenkasse hatte zwar bereits ein stationäres Gerät sowie eine mobile Versorgung bewilligt – das mobile System wog jedoch rund 6 Kilogramm und war für die Patientin praktisch nicht nutzbar. Sie beantragte deshalb ein deutlich leichteres tragbares Sauerstoffgerät mit etwa 2 Kilogramm Gewicht.
Das Gericht entschied hierbei, dass Mobilität zu den Grundbedürfnissen des täglichen Lebens gehöre, Versicherte ihre Wohnung verlassen können müssen, um Besorgungen zu erledigen und dass ein Sauerstoffgerät nur dann ausreichend ist, wenn es für die Patienten auch tatsächlich nutzbar ist. Das LSG NRW verpflichtete die Krankenkasse dazu, die Versorgung mit einem leichteren und mobilen Sauerstoffgerät vorläufig zu übernehmen. Dabei ging es nicht darum, dass die Patienten einfach nur mehr Komfort wünschte, sondern die konkrete Alltagstauglichkeit der Versorgung im Mittelpunkt stand.
Das bedeutet für Dich: Deine Krankenkasse darf nicht automatisch auf ein stationäres Gerät verweisen, wenn dadurch die notwendige Mobilität – also alltägliche Wege und soziale Teilhabe, unter Deinen körperlichen Voraussetzungen verloren geht. Gerade bei älteren oder körperlich eingeschränkten Menschen können Gewicht, Tragbarkeit und Reichweite des Geräts medizinisch relevant sein.
Wenn Du das tragbare Sauerstoffgerät von Deiner Krankenkasse erhalten hast, ist der wichtigste Schritt bereits getan. Damit Du möglichst lange und viel im Alltag davon profitierst, gibt es ein paar Praxis-Tipps für Deinen Alltag mit dem mobilen Sauerstoffgerät.
Beachte, dass die Akkulaufzeit bei einem mobilen Sauerstoffgerät von mehreren Faktoren abhängt und nicht immer die maximale Laufzeit erreicht wird. Einfluss nehmen unter anderem:
Plane vor allem bei längeren Ausflügen ausreichend Reserven ein, damit Du auf jeden Fall jederzeit mit Sauerstoff versorgt bist. Nimm also lieber noch weitere Ersatzakkus mit.
Auch wenn mobile Sauerstoffgeräte selten Defekte aufweisen, kann dies jederzeit passieren – selbst die beste Technik kann einmal versagen. Deshalb solltest Du auf diese Situationen vorbereitet sein:
Viele Versorger bieten einen technischen Notdienst an, der Dich bei Problemen mit Deinem Gerät unterstützt.
| Problem | Mögliche Ursache | Was hilft? |
| Gerät piept | Akku leer oder technische Störung | Akku prüfen und Hinweise in Bedienungsanleitung beachten |
| Sauerstoffsättigung sinkt | Sauerstoffbedarf verändert oder Gerät falsch eingestellt | Arzt oder Versorger kontaktieren |
| Demand-System reagiert nicht zuverlässig | Flache Atmung oder Mundatmung | Ärztlich prüfen lassen, ob ein Dauerflow erforderlich ist |
| Kurze Akkulaufzeit | Alter Akku oder hohe Einstellung | Akku technisch überprüfen lassen |
| Druckstellen an den Ohren | Nasenbrille sitzt zu eng | Polster oder alternative Halterungen nutzen |
Auch unterschiedliche Verkehrsmittel kannst Du mit Deinem mobilen Sauerstoffgerät nutzen. Beachte dabei zu Deiner Sicherheit jedoch folgende Dinge:
Nicht nur kleinere Ausflüge, sondern auch große Reisen kannst Du dank Deines tragbaren Sauerstoffgerätes planen. Vor dem Reisebeginn solltest Du Dir in jedem Fall folgende Fragen stellen, um bestens vorbereitet zu sein:
Besonders wenn Du eine Flugreise planst, solltest Du frühzeitig planen. Viele Flugreisen verlangen, dass Du ihnen bereits Tage oder Wochen vor Deinem Flug Informationen zu Deinem Sauerstoffgerät zukommen lässt. Da die Voraussetzungen je nach Fluggesellschaft variieren können, informiere Dich direkt bei dem Reiseanbieter über die Gegebenheiten.
Wenn Du Dein mobiles Sauerstoffgerät regelmäßig und gründlich reinigst, wirkt sich dies positiv auf die Lebensdauer des Gerätes aus. Außerdem kannst Du dadurch die Keimbelastung reduzieren. Beachte bei der Reinigung immer die Angaben des Herstellers. Typischerweise wird zum Beispiel empfohlen:
Lasse Dir von Deinem Versorger bzw. Sanitätshaus Informationen zu den Wartungsintervallen geben.
Auch wenn Sauerstoff selbst nicht brennt, solltest Du besonders im Umgang mit Feuer bzw. Hitze vorsichtig sein, da Sauerstoff Brände erheblich beschleunigen kann. Halte Dich an folgende Sicherheitsregeln:
Du musst die Herausforderungen im Alltag nicht alleine bewältigen. Es gibt viele Unterstützungsangebote, unter anderem:
Entscheide selbst oder mit Unterstützung Deines Arztes, welche Angebote für Dich sinnvoll sein können.
Wer von einem Sauerstoffmangel betroffen ist, kann durch ein Sauerstoffgerät neue Lebensqualität zurückgewinnen. Gerade mobile Sauerstoffgeräte haben den großen Vorteil, dass sie einfach mitgenommen werden können und die Versorgung unterwegs gewährleistet ist. Um ein tragbares Sauerstoffgerät auf Rezept zu erhalten, ist eine Verordnung von Deinem Arzt notwendig. Für die Verordnung sind insbesondere die Ergebnisse der Blutgasanalyse sowie die Einschätzung des Pneumologen entscheidend. Wird ein mobiles Sauerstoffgerät von der Krankenkasse zunächst abgelehnt, kann sich ein Widerspruch lohnen – vor allem dann, wenn die Mobilität im Alltag ohne das Gerät deutlich eingeschränkt wäre.
Ein mobiles Sauerstoffgerät versorgt Deinen Körper über eine Nasenbrille oder Atemmaske mit zusätzlichem Sauerstoff. Mobile Sauerstoffkonzentratoren gewinnen diesen aus der Umgebungsluft und Flüssigsauerstoff-Systeme greifen auf gespeicherten Sauerstoff zurück. Die Abgabe erfolgt je nach Gerät kontinuierlich (Dauerflow) oder mit jedem Einatmen (Demand-System).
Du benötigst ein mobiles Sauerstoffgerät, wenn Du unter einer chronischen Unterversorgung mit Sauerstoff leidest, und auch außerhalb Deiner Wohnung auf zusätzlichen Sauerstoff angewiesen bist. Häufige medizinische Ursachen sind COPD, Lungenfibrose und andere schwere Lungenerkrankungen.
Ein mobiles Sauerstoffgerät kostet je nach Modell und Ausstattung meist zwischen 2.000 und 6.000 Euro. Zusätzliche Akkus können weitere 200 bis 800 Euro kosten. Liegt eine ärztliche Verordnung vor und ist die Sauerstofftherapie medizinisch notwendig, übernimmt die Krankenkasse die Kosten in der Regel ganz oder teilweise.
Ein mobiles Sauerstoffgerät wiegt je nach Modell meist zwischen 2 und 5 kg.
Wie man ein mobiles Sauerstoffgerät befüllt, hängt vom verwendeten System ab. Mobile Sauerstoffkonzentratoren müssen nicht befüllt werden, da sie Sauerstoff aus der Umgebungsluft gewinnen. Bei Flüssigsauerstoff-Systemen wird das mobile Gerät regelmäßig aus einem stationären Vorratsbehälter bei Dir zuhause befüllt.
Ein mobiles Sauerstoffgerät erhältst Du nach ärztlicher Verordnung über ein Sanitätshaus oder einen spezialisierten Sauerstoffversorger. Das Fachpersonal übernimmt die Einweisung und in der Regel auch die Wartung.
Grundsätzlich kann auch Dein Hausarzt ein mobiles Sauerstoffgerät verordnen. Normalerweise erfolgt die Diagnostik und Verordnung jedoch meist durch einen Pneumologen, also einen Lungenfacharzt, da für die Sauerstofftherapie spezielle Untersuchungen wie eine Blutgasanalyse erforderlich sind.
Die Krankenkasse zahlt ein mobiles Sauerstoffgerät, wenn eine medizinische Notwendigkeit für eine Langzeit-Sauerstofftherapie besteht. Grundlage sind in der Regel die Ergebnisse Deiner Blutgasanalyse sowie die ärztliche Verordnung durch einen Pneumologen.
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Du möchtest mehr Informationen zu Sauerstoffgeräten? AERICON Medizintechnik ist seit vielen Jahren Experte auf diesem Gebiet und Dein Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema mobile und stationäre Sauerstoffkonzentratoren zur Sauerstofflangzeittherapie. Die Fachexperten erreichst Du unter 02838 9109570 oder info@aericon.de.
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Dein ergoflix-Team
Ich bin 81 Jahre alt und habe seit meinem 23.Lebensjahr Asthma. In letzter Zeit ist meine Sauerstoffsättigung nicht mehr so gut.Ich bin kaum noch belastbar,fühle mich aber ziemlich alleingelsssen.Meine Lungenärtztin führt alle drei Monate einen Lungenfunktiostest durch und prüft die Sauerstoffsättigung. In letzter Zeit ist beides nicht ht mehr besonders gut.ich bekomme mein Rezept und stelle mich nach drei Monaten wieder vor.Mehr passiert nicht.Seit einem Jahr nehme ich Prednisolon ein 5mg täglich. Was kann ich tun?
Hallo, danke für Deine Nachricht.
Es tut uns sehr leid, dass Du diese Erfahrung machen musst. Leider können wir nicht weiterhelfen und empfehlen Dir, Dich nochmal an Deine Lungenärztin zu wenden und das Gespräch zu suchen.
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Dein ergoflix-Team
Ich habe COPD seit ca 5 Jahren Infolge von Rauchen. Mein Pneumologe kümmert so wenig wie garnicht um mich. Ich warte nun seit 2 Wochen auf einen Vorstellungstermin zur Kontrolle. Er meldet sich einfach nicht. Vermehrt habe ich Anstrengsatemnot. Ich nehme täglich 20 mg Prednisolon, 1x täglich Anoro, 1 täglich Symbicord Inhalatpulver. Mein Notfallspray Salbutamol und Berodual habe ich immer Griffbereit in meiner Hosentasche. Mein BlutSauerstoff liegt bei 94 bis 95 %. Ein Sauerstoffkonzentrator bezahlt aber meine KKasse erst unter 91% lt Auskunft vom Arzt. Ich bin am suchen eines Sauerstoffkonzentrator den ich privat erwerben muß. Schlimm sind die Ängste ersticken zu müssen bei einer Exerbartion. Vielen Dank für Ihr Verständnis. rb
Hallo, danke für Deine Nachricht. Es tut uns sehr leid, dass Du in dieser Situation bist.
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Dein ergoflix-Team
Hallo, bekomme ich auch einen zusätzlichen Akku oder einen Tragerucksack für das Gerät auf Rezept?
Damke schon mal und viele Grüße
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Leider können wir Dir bei Deiner Frage nicht weiterhelfen. Wir empfehlen Dir, Dich an Deine Krankenkasse oder Deinen Hausarzt zu wenden.
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Dein ergoflix-Team
Was mache ich wenn der Hausarzt kein Rezept ausstellt und sagt der Patient muss erst im Krankenhaus eingestellt werden?
Hallo, danke für Deine Nachricht.
In dem Fall können wir leider nicht helfen. Wir empfehlen noch einmal das Gespräch mit dem Arzt zu suchen oder sich an das Krankenhaus zu wenden.
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Informationen sind sehr hilfreich
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Dein ergoflix-Team
Ich habe ohne problemlos,ein zweites Akku verschrieben bekommen.
Von meiner Lungen Ärztin.
Mußte aber ein Fragebogen ausfüllen,
Hallo, danke für Deine Nachricht. Wir freuen uns, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst.
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Herzliche Grüße aus Hamminkeln
Dein ergoflix-Team
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