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Rollstuhl von der Krankenkasse: Diese Unterstützung können Sie erwarten

15. Oktober 2021

Rollstühle sind medizinische Hilfsmittel und können somit bei Ihrer Krankenkasse beantragt werden. Im Falle einer positiven Rückmeldung erhalten Sie durch diese finanzielle Unterstützung bei der Erstanschaffung. Das bedeutet: Wenn Sie eine Zusage erhalten, müssen Sie lediglich eine gesetzliche Zuzahlung von mindestens fünf und höchstens zehn Euro leisten.

Ob Ihre Krankenkasse die Kosten für Ihren Rollstuhl tatsächlich übernimmt, hängt von mehreren Faktoren ab. Wird Ihr Antrag endgültig abgelehnt, müssen Sie für die Anschaffungskosten selbst aufkommen.

Welche Dinge Sie bei der Beantragung beachten müssen und wie Sie am besten vorgehen, erfahren Sie daher hier.

Vorab weisen wir jedoch darauf hin, dass es sich bei der Genehmigung immer um eine Einzelfallentscheidung handelt. Diese ist sowohl abhängig von Ihrer individuellen Situation als auch von den Bestimmungen Ihres Anbieters.

Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten für ein Hilfsmittel?

Um finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung eines Rollstuhls zu erhalten, müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen. In erster Linie geht es hierbei darum, zu begründen, weshalb Sie auf das Hilfsmittel angewiesen sind.

Dazu benötigen Sie ein Attest Ihres behandelnden Arztes. Dieser sollte nach einer Untersuchung belegen können, dass Sie erheblich bis voll ausgeprägt im Gehen eingeschränkt sind. Auf dem Rezept formuliert er so ausführlich wie möglich, wieso ein Rollstuhl die Grundlage ist, dass Sie aktiv am Alltag teilnehmen können. Sollte dazu ein Standardmodell nicht ausreichen, muss er auch diese Information vermerken. Im besten Fall notiert er eine entsprechende Begründung in Verbindung mit einer konkreten Hilfsmittelnummer. (Mehr Informationen erhalten Sie im Absatz „Was sagt die Hilfsmittelnummer aus?“)

Wird auch ein elektrischer Rollstuhl von der Krankenkasse bezuschusst?

Dass ein Standardrollstuhl für Ihre Bedürfnisse nicht ausreicht, muss begründet werden. Wenn Sie einen elektrischen Rollstuhl bei der Krankenkasse beantragen möchten, sind Sie daher in der Nachweispflicht.
Anhand Ihrer körperlichen Einschränkung erklärt Ihr Arzt dazu, weshalb die Funktionen eines E-Rollstuhls für Sie zwingend notwendig sind. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Ihnen die Kraft fehlt, sich selbstständig manuell fortbewegen zu können.

Mittlerweile verfügen einige E-Rollstühle (z. B. der ergoflix® L) über eine Hilfsmittelnummer. Auch diese sollte auf dem Attest vermerkt werden.

Was sagt die Hilfsmittelnummer aus?

Der GKV (Spitzenverband Bund der Krankenkassen) pflegt ein Verzeichnis mit allen verordnungsfähigen Hilfsmitteln. Dieses sogenannte Hilfsmittelverzeichnis erleichtert die Beantragung eines Rollstuhls bei der Krankenkasse.

Mit Hilfe einer entsprechenden Nummer kann auf dem Attest vermerkt werden, welche konkreten Eigenschaften Ihr Hilfsmittel zwingend vorweisen sollte. Eine Einordnung durch die Krankenkasse und das Sanitätshaus wird so stark erleichtert.

Zusätzlich ist die Hilfsmittelnummer auch immer eine Absicherung. Entsprechende Mittel sind nämlich grundsätzlich auf Sicherheit, Anforderungen und Funktionstauglichkeit überprüft. Es handelt sich dabei demnach auch um einen Nachweis für hohe Qualität. Deshalb ist die Chance der Übernahme durch Ihre Krankenkasse höher, wenn eine Hilfsmittelnummer auf dem Attest vermerkt ist.

Wie beantrage ich einen Rollstuhl bei der Krankenkasse?

Zur Beantragung eines Rollstuhls bei der Krankenkasse, müssen einige Formalia eingehalten werden.
In der Regel hält man sich dabei an diese Schritte:

1. Arzt besuchen
Der erste Weg führt Sie zu Ihrem behandelnden Arzt. Dieser untersucht Sie und stellt vorhandene Mobilitätseinschränkungen fest. Anhand dieser gibt er eine Einschätzung des benötigten Hilfsmittels ab und notiert die entsprechende Hilfsmittelnummer.

2. Kontakt zum Sanitätshaus aufnehmen
Erfragen Sie bei Ihrer Krankenkasse, mit welchen Sanitätshäusern diese zusammenarbeitet. Das ausgestellte Attest zeigen Sie schließlich bei einem Vertragspartner Ihrer Wahl vor. Das Fachpersonal wird Sie eingehend beraten und Sie den Rollstuhl testen lassen. Gemeinsam finden Sie heraus, welche Maße und Eigenschaften für Sie relevant sind.

3. Kostenvoranschlag & Attest einreichen
Wenn Sie sich entschieden haben, wird ein entsprechender Kostenvoranschlag erstellt. Zusammen mit dem Attest wird dieser zur Beantragung Ihres Rollstuhls an die Krankenkasse geschickt. Meist erledigt das das Sanitätshaus für Sie.

4. Auf Antwort warten
Jetzt bleibt nichts weiter zu tun, als auf eine Antwort zu warten. Es ist gesetzlich geregelt, dass die Krankenkasse innerhalb von drei Wochen eine Entscheidung darlegen muss. Wird zusätzlich der MDK (Medizinische Dienst der Krankenkasse) zugezogen, kann die Frist auf fünf Wochen verlängert werden. Sollte auch diese Zeit nicht eingehalten werden, erhalten Sie eine Stellungnahme mit Begründung.

5. Im Falle einer Ablehnung: Widerspruch einlegen
Es kann durchaus vorkommen, dass Sie eine Absage erhalten. In diesem Fall haben Sie einen Monat Zeit, schriftlich Widerspruch einzulegen.

Hinweis: Manche Krankenkassen weichen von diesem Vorgehen ab. Das Attest müssen Sie dann stattdessen direkt einreichen und die Kasse kümmert sich um den Rest.

ergoflix übernimmt die Sanitätshaus-Suche

Möchten Sie den ergoflix® L über Ihre Krankenkasse bezuschussen lassen, nehmen Sie einfach direkt Kontakt zu uns auf. Wir arbeiten mit Sanitätshäusern in ganz Deutschland zusammen und finden das passende Sanitätshaus in Ihrer Nähe.

Sie erreichen uns von Montag bis Freitag telefonisch unter 02852 – 945 90 00 oder per E-Mail an info@ergoflix.de

Wem gehört ein von der Krankenkasse zur Verfügung gestellter Rollstuhl?

Das genehmigte Hilfsmittel gehört nicht automatisch Ihnen. Ob der Rollstuhl der Krankenkasse nur geliehen oder Ihr Eigentum ist, ist immer eine individuelle Entscheidung. Diese ist abhängig vom Vorgehen der Krankenkasse und von Ihren Bedürfnissen.

Standardrollstühle werden nicht selten als Leihgabe genehmigt. In diesem Fall bleiben Krankenkasse oder Sanitätshaus die Eigentümer des Hilfsmittels. Benötigen Sie dieses nicht mehr, geben Sie es an der entsprechenden Stelle zurück. Es wird schließlich hygienisch neu aufbereitet und weitervermittelt.
Ob der von der Krankenkasse genehmigte Rollstuhl geliehen oder gekauft ist, erfahren Sie über entsprechende Dokumente. Immerhin müssen Sie im Falle einer Leihgabe eine Verpflichtungserklärung unterzeichnen. In dieser ist unter anderem definiert, dass Sie das Hilfsmittel zurückgeben müssen, wenn Sie es nicht mehr benötigen.

Rollstuhl von der Krankenkasse: Wer kommt für einen Defekt auf?

Da Sie Ihr Hilfsmittel täglich nutzen, kann es unweigerlich zu einer Beschädigung kommen. Selbst, wenn Ihnen kein Unfall passiert: Auch der beste Rollstuhl leidet irgendwann unter der Dauernutzung. Verschleiß ist normal, kann Sie aber entscheidend in Ihrer Mobilität einschränken.

Wenn die Krankenkasse Ihnen den Rollstuhl zur Verfügung stellt, kommt diese auch für die Kosten einer Reparatur auf. Setzen Sie sich dazu mit dem entsprechenden Vertragspartner in Verbindung. Ausnahmen kann es geben, wenn Sie das Hilfsmittel selbst verschuldet oder mutwillig beschädigt haben.
Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie hier nachlesen: (Elektro-)Rollstuhl-Reparatur: Was tun im Falle eines Defekts?

Welche Krankenkassen übernehmen die Kosten für einen Rollstuhl?

Jeder Anbieter unterstützt Sie bei der Anschaffung eines benötigten Hilfsmittels. Auch das Vorgehen ist immer ähnlich. Aber: Einzelfälle können abhängig von der Krankenkasse unterschiedlich bewertet werden.
Hinzu kommen die entsprechend variierenden Vertragspartner, an die Sie sich im Falle einer Beantragung halten müssen. Diese können Sie entsprechend erfragen.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, bei Unsicherheiten Ihren Ansprechpartner bei Ihrer Krankenkasse zu kontaktieren.

Übersicht über bekannte Krankenkassen und die Bewilligung von Rollstühlen

AOK

Bei der AOK handelt es sich um die Allgemeine Ortskrankenkasse. Diese setzt sich aus unterschiedlichen Krankenkassen unter einheitlichem Erscheinungsbild zusammen. Je nach Region, können die rechtlichen Bestimmungen variieren. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie auf das passende Angebot zurückgreifen oder mit Ihrem Ansprechpartner kommunizieren.

Infoseite: Hilfsmittel/Rollstuhl bei der AOK beantragen

BARMER

Die BARMER stellt Ihnen online ausführliche Informationen zu Hilfsmitteln und konkret Rollstühlen, die über die Krankenkasse beantragt werden können, zur Verfügung:

Allgemeine Informationen zur Hilfsmittelbeantragung

Broschüre zur Versorgung mit manuellen Rollstühlen durch die Krankenkasse

Broschüre zur Versorgung mit elektrischen Rollstühlen durch die Krankenkasse

DAK Gesundheit

Auch bei der DAK können Sie sich online informieren. Hier bietet man Ihnen zur Beantwortung Ihrer Fragen einen Beraterchat. Alternativ können Sie sich aber natürlich auch an Ihren entsprechenden Ansprechpartner wenden.

DAK: Rollstühle als Hilfsmittel über die Krankenkasse

hkk Krankenkasse

Wenn Sie Mitglied bei der hkk (Handelskrankenkasse) sind, können Sie sich hier nähergehend informieren:

Leistungen & Services zu Hilfsmitteln bei der hkk

IKK classic

Neben hilfreichen Informationen zur Beantragung können Sie auf der Website der IKK auf die Vertragspartnersuche zurückgreifen. Dazu müssen Sie Postleitzahl und das gewünschte Hilfsmittel eintragen. Anschließend erhalten Sie eine Übersicht über Partner in Ihrer Nähe.

IKK: Rollstuhl bei der Krankenkasse beantragen & Vertragspartnersuche

KKH Kaufmännische Krankenkasse

Informationen zur Übernahme eines Rollstuhls durch die KKH finden Sie hier:

Fragen & Antworten: Rollstühle über die Krankenkasse

KNAPPSCHAFT

Auf dem Online-Auftritt der KNAPPSCHAFT finden Sie ausführliche Informationen:

Allgemeine Informationen: Hilfsmittel beantragen

Broschüre: Manueller Rollstuhl von der Krankenkasse

Broschüre: Elektrischer Rollstuhl von der Krankenkasse

Techniker Krankenkasse (TK)

Auf der folgenden Seite finden Sie häufig gestellte Fragen und die entsprechenden Antworten dazu.

Informationen: Rollstuhl von der TK

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