Gangstörung und Gangunsicherheit: Was verursacht eine Gangunsicherheit?

Dieses Bild zeigt die Händ einer Person mit Gangstörungen, die einen Gehstock festhalten

Wusstest Du, dass junge Menschen beim Gehen etwa eine Geschwindigkeit von 2,5 Meter pro Sekunde zurücklegen? Bei älteren Menschen sind es etwa 1,5 Meter pro Sekunde. Weicht die eigene Ganggeschwindigkeit oder auch das -muster von der Norm ab, spricht man von einer Gangstörung. Trippelschritte, ein schlurfender Gang oder auch ein Schwankschwindel können auf eine Gangunsicherheit hindeuten. In diesem Blogbeitrag erfährst Du, woher Gangunsicherheiten kommen können.

Das Wichtigste in Kürze
• Eine Gangstörung oder Gangunsicherheit kann vielfältige Ursachen haben. 
• Eine Veränderung der Ganggeschwindigkeit oder des -musters kann auf eine Gangstörung hindeuten.
• Ein Arztbesuch ist unerlässlich für eine Diagnose und einer individuellen Behandlung. 
• Hilfsmittel wie Gehstöcke, Rollatoren oder E-Rollstühle unterstützen Betroffene.

Was löst eine Gangunsicherheit aus?

Eine Veränderung im Gangmuster kann vielseitige Ursachen haben – von neurologischen Erkrankungen über muskuloskelettale Probleme bis hin zu psychologischen Faktoren. Daher ist es unerlässlich, bei Auffälligkeiten einen Arzt aufsuchen, um eine individuelle Diagnose und Behandlung zu erhalten.

Spinalkanalstenose:

Die Spinalkanalstenose ist eine Erkrankung der Wirbelsäule. Es gibt unterschiedliche Arten des Krankheitsbildes – meist sind die Segmente der Halswirbelsäule (HWS) oder der Lendenwirbelsäule (LWS) betroffen. In sehr schweren Fällen ist eine Gangstörung durch HWS möglich. Aber wo hat man Schmerzen bei einer Spinalkanalstenose (LWS)? In der Folge dieser Erkrankung leiden die Betroffenen oft an starken Schmerzen im Gesäß und im Bein, die bis zu den Unterschenkeln und Füßen hin ausstrahlen können. Dadurch kann es zu einer Gangstörung bei LWS kommen. Die Spinalkanalstenose (LWS) erschwert das Treppensteigen bei Patienten erheblich. Betroffene verschaffen sich bei Schmerzen während des Gehens Erleichterung durch Hinsetzen und Ausruhen.

Neurologische Erkrankungen:

Eine der häufigsten Ursachen für Gangstörungen sind neurologische Erkrankungen, die das Nervensystem beeinträchtigen. Dazu gehören:

  • Parkinson-Krankheit: Diese fortschreitende Erkrankung betrifft das zentrale Nervensystem und führt zu Steifheit, Zittern und langsameren Bewegungen, was sich auf den Gang auswirken kann.
  • Multiple Sklerose (MS): MS kann die Nervenfasern im Rückenmark und im Gehirn angreifen, was zu Schwierigkeiten beim Gehen, Schwindel und Koordinationsstörungen führen kann.
  • Schlaganfall: Ein Schlaganfall kann das Gehirn schädigen und zu Lähmungen oder Schwäche auf einer Körperseite führen und damit das Gangbild beeinträchtigen.
  • Polyneuropathie: Diese Erkrankung des peripheren Nervensystems betrifft viele Nerven und kann mit Symptomen wie Taubheitsgefühlen in den Füßen, Kribbeln oder Muskelschwäche einhergehen. Eine Gangstörung durch Polyneuropathie ist somit ebenfalls möglich.

Muskuloskelettale Probleme:

Probleme mit Muskeln, Knochen, Gelenken oder Sehnen können ebenfalls zu Gangstörungen führen. Dazu gehören:

  • Arthritis: Entzündungen in den Gelenken können Schmerzen und Steifheit verursachen, die das Gehen beeinträchtigen.
  • Muskelschwäche: Schwäche in den Beinmuskeln kann zu Instabilität und Unsicherheit beim Gehen führen.
  • Orthopädische Probleme: Probleme wie Bandscheibenvorfälle, Verletzungen oder Deformitäten können das Gangbild beeinflussen.

Gangstörungen im Alter:

Mit zunehmendem Alter nimmt die Muskelmasse ab, die Gelenke verschleißen und das Gleichgewicht verschlechtert sich, dies hat Auswirkungen auf die Ganggeschwindigkeit. Die altersbedingte Gangstörung kann durch gezielte Übungen gemildert werden. Je nach Krankheitsbild helfen Übungen für das Gleichgewicht. Bevor Du loslegst, solltest Du aber Rücksprache mit Deinem Arzt halten.

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Psychologische Faktoren:

Eine Gangstörung kann durch die Psyche bedingt sein. Faktoren wie Angst, Depressionen oder Stress können zu Unsicherheit beim Gehen beitragen, da diese Emotionen die Muskelspannung beeinflussen und das Gleichgewicht stören können.

Hilfsmittel bei Gangstörungen

Um trotz Gangunsicherheiten aktiv zu bleiben, gibt es verschiedene Hilfsmittel. Die wohl bekanntesten sind Gehstöcke, Rollatoren und Rollstühle. Welche Mobilitätshilfe sich für Dich oder Deinen Angehörigen am besten eignet, hängt von der individuellen Erkrankung ab. Wende Dich am besten an Deinen Arzt und lasse Dich in einem Sanitätshaus in Deiner Nähe beraten.

Faltbare Elektrorollstühle ermöglichen weiterhin Selbstständigkeit und Flexibilität –im Alltag und auf Reisen. Wir sind Experten im Bereich faltbarer elektrischer Rollstühle, die sich aufgrund ihrer speziellen Bauart ganz einfach verstauen und transportieren lassen. Gemeinsam finden wir heraus, welches Modell das richtige für Dich ist. Auch ermöglichen wir auf Wunsch eine kostenfreie Probefahrt mit den Produkten aus unserem Sortiment – entweder in der eigenen Umgebung oder bei einem unserer über 600 Sanitätshauspartner deutschlandweit. Rufe uns einfach an unter 02852 9459000 oder schreibe uns eine Mail an info@ergoflix.de.

Gut zu wissen: 
Alle unsere Modelle haben eine Hilfsmittelnummer und sind von der Krankenkasse bezuschussbar, so dass Du einen Großteil der Kosten sparst.
Gerne unterstützen wir Dich beim Hilfsmittelantrag.

Fazit

Gangstörungen und Gangunsicherheit haben vielfältige Ursachen. Eine gründliche Diagnose und ein individueller Behandlungsansatz sind entscheidend. Mit der richtigen Unterstützung und Behandlung können viele Menschen ihre Mobilität verbessern und ein aktives Leben führen. Auch einige Hilfsmittel unterstützen Patienten im Alltag und erhalten die Selbstständigkeit. Dank Hilfsmittelnummer sind viele Mobilitätshilfen sogar von der Krankenkasse bezuschussbar – das spart eine Menge Kosten.

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Diskussion

6 comments on “Gangstörung und Gangunsicherheit: Was verursacht eine Gangunsicherheit?”

  1. Die Beschreibung hatt mir gut gefallen. Habe auch Gangssürung und kann Hilfmittel gebrauchen. Schaffe es aber leider nicht zu einem Sanltätshaus zukommen.

    1. Hallo,

      vielen Dank für Deinen Kommentar.

      Wir freuen uns, dass Dir unser Beitrag gefallen hat!

      Wenn Du Interesse an einem ergoflix-Rollstuhl als Hilfsmittel hast, melde Dich gerne bei uns. Wir beraten Dich gerne, damit Du Dein passendes ergoflix-Modell findest! Rufe uns einfach an unter 02852-9459000 oder schreibe eine E-Mail an info@ergoflix.de. Auf Wunsch kommen wir auch gerne für eine kostenlose und unverbindliche Probefahrt zu Dir nach Hause.

      Herzliche Grüße aus Hamminkeln
      Dein ergoflix-Team

  2. vom Neurologen habe ich eine Verschreibung und von der tk eine Liste von naheliegenden Sanitätshausern, habe nach Erfahrungen beim Erwerb des Rollators nun das nächste gewählt und warte auf die Beratung vor dem KAUF!
    Darum war Euer Beitrag hilfreich, danke. Habe seit 1997 Polyneuropathie, dazu seit 2007 RSL und 2018 Herpes Zoster links Stirn & Auge mit Auswirkung auf Balance-Gefühl. Therapie ist für die Umstellung mit Neurologen und Orthopäden wieder geklärt und nun geht es um die technische Hilfe für viel Mobilität.
    Meine Wünsche, einsetzbare Hilfsmittel und verfügbare Technik optimal abgestimmt und nicht verkaufsorientiert.

    1. Hallo,
      vielen Dank für Deine Nachricht! Wir freuen uns, dass wir Dir mit unserem Artikel weiterhelfen konnten. Unsere elektrischen Rollstühle stehen für Mobilität - gerne beraten wir Dich zu diesem Thema weiter. Kontaktiere uns dazu gerne telefonisch unter 02852 9459000 oder schreibe eine E-Mail an info@ergoflix.de.

      Herzliche Grüße aus Hamminkeln
      Dein ergoflix-Team

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