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Lungenentzündung: Symptome, Dauer, Ansteckung – das solltest Du wissen
6. Februar 2026
Lesezeit: 7 Minuten
Zuletzt aktualisiert am 6. Februar 2026
Inhalt
Schüttelfrost, Atembeschwerden und Husten sind nur ein paar der möglichen Symptome einer Lungenentzündung.. Doch nicht immer treten diese überhaupt auf. In diesem Artikel erfährst Du, wie es zu einer Lungenentzündung (auch: Pneumonie) kommen kann, welche prophylaktischen Maßnahmen es gibt, wie lange eine Lungenentzündung dauert und ob die Pneumonie ansteckend ist.
Das Wichtigste in Kürze
• Eine Lungenentzündung (Pneumonie) kann Schmerzen verursachen und mitunter lebensbedrohlich sein.
• Zu den Risikofaktoren einer Pneumonie zählen u. a. Rauchen sowie ein hohes Alter gepaart mit einer Immunschwäche. • Eine Lungenentzündung ist je nach Ursache häufig ansteckend.
Pneumonie: Definition und Risikofaktoren
Pneumonie ist der medizinische Fachbegriff für Lungenentzündung. Diese wird durch eine Infektion mit Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilzen ausgelöst. Auch die Aspiration von Magensaft und das Einatmen von Giften gelten als Pneumonie-Risikofaktoren, ebenso wie folgende:
übermäßiger Alkoholkonsum
Rauchen
Erkrankungen wie z. B. Diabetes oder eine Nierenstörung
Untergewicht
unzureichende Zahnhygiene
Auch eine Lungenentzündung bei Senioren und sogar Säuglingen ist nicht unwahrscheinlich, da die Immunabwehr häufig geschwächt bzw. noch nicht voll ausgebildet ist.
Gut zu wissen:
In dem Kontext der Lungenentzündung wird auch oftmals der Begriff „Stauungspneumonie“ erwähnt. Zu dieser kommt es, wenn der Abfluss aus den Lungenvenen beeinträchtigt ist. Dies ist zumeist bei einer Linksherzinsuffizienz der Fall.
Differenziert wird zwischen einer typischen und atypischen Lungenentzündung.
Typische Lungenentzündung: Hier zählen Bakterien, die Lungengewebe oder Lungenbläschen befallen können, zu den Pneumonie-Ursachen.
Atypische Lungenentzündung: Viren, Mykoplasmen, Chlamydien oder Legionellen können eine atypische Lungenentzündung auslösen.
Eine Lungenentzündung kann vor allem für ältere Menschen ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko darstellen: Das Immunsystem ist beeinträchtigt, die Personen haben häufig Vorerkrankungen und sind daher anfälliger für eine Infektion.
Was ist eine Stauungspneumonie?
Die Stauungspneumonie, auch als hypostatische Pneumonie bezeichnet, ist eine Form der Lungenentzündung, die durch eine unzureichende Belüftung der Lunge und gestörten Blutabfluss entsteht. Sie tritt häufig bei Patienten mit Herzinsuffizienz oder immobilisierten Personen auf, da der gestörte Blutfluss in den Lungenkapillaren zu Flüssigkeitsansammlungen (Stauung) im Gewebe führt. Diese Flüssigkeit begünstigt das Wachstum von Bakterien oder anderen Krankheitserregern, was zur Entzündung führt. Klinische Symptome einer Stauungspneumonie sind unter anderem Atemnot, Husten und Schwäche. Eine frühzeitige Mobilisierung von Patienten sowie die Behandlung der Grunderkrankung sind entscheidend, um dieser Komplikation vorzubeugen.
Symptome und Dauer einer Lungenentzündung
Die Anzeichen einer Lungenentzündung können unterschiedlich sein. Häufig treten jedoch folgende Symptome auf:
Schüttelfrost und Fieber: Ein erstes Anzeichen einer Lungenentzündung kann Schüttelfrost gefolgt von einer erhöhten Körpertemperatur sein.
Atembeschwerden: Schnelleres, mühevolles oder flaches Atmen kann ein Anzeichen einer Lungenentzündung bei älteren Menschen, aber auch jungen Personen sein. Ist die Sauerstoffversorgung beeinträchtigt, erkennt man dies oft durch bläulich verfärbte Lippen.
Husten: Ebenso ist ein anhaltender Husten ein häufig auftretendes Indiz. Dabei kann es zu einer Verschleimung der Atemwege kommen. Der Husten löst außerdem bei vielen Betroffenen Brustschmerzen aus.
Schwäche und Appetitverlust: Sind Personen von einer Pneumonie betroffen, sind sie oftmals sehr müde und verlieren den Appetit.
Gut zu wissen:
Zur genauen Pneumonie-Diagnostik solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Spätes Agieren kann dauerhafte Schäden mit sich ziehen oder sogar lebensbedrohlich enden. Zudem sind die Symptome oft atypisch, sodass eine Lungenentzündung schwer zu diagnostizieren ist.
Da die Symptome einer Lungenentzündung bei manchen Menschen schwächer ausfallen oder sogar gänzlich fehlen können, bleiben viele der Erkrankungen oft unbemerkt oder es wird spät gehandelt, was die Heilung beeinträchtigen kann. Je nach Schwere beträgt die Dauer einer Lungenentzündung in der Regel mehrere Wochen, kann aber auch über Monate andauern.
Diagnose und Behandlung einer Lungenentzündung
Zunächst hört sich der Arzt Deine Symptome an und nimmt diese in der Anamnese auf. Anschließend erfolgt das Abhören der Lunge mit einem Stethoskop. Liegt eine Entzündung der Lunge vor, sprechen charakteristische Geräusche dafür. Je nach Phase der Erkrankung kann es sogar sein, dass die Lunge so angeschwollen ist, dass der Arzt nichts hören kann. Auch Dein Herz wird abgehört. Im Idealfall entnimmt Dein Arzt Blut, um dieses auf eine erhöhte Anzahl von Leukozyten zu untersuchen. Dies könnte für eine bakterielle Infektion sprechen. Liegt eine geringe Anzahl an Leukozyten vor, kann dies ein Anzeichen für eine virale Infektion sein. Je nach Ausstattung der Praxis kann zur genauen Diagnose der Pneumonie ein Röntgenbild gefertigt werden.
Liegt tatsächlich eine Lungenentzündung vor, sollte umgehend mit der richtigen Behandlung begonnen werden. Abhängig ist diese von der Art des Erregers. Sind Bakterien ursächlich verantwortlich, werden Antibiotika verschrieben. Ist die Entzündung dagegen auf Viren zurückzuführen, wird der Fokus auf die Linderung der unangenehmen Symptome gelegt.
Da eine Lungenentzündung bei Senioren oft nicht so schnell verheilt wie bei Personen, die nicht zu einer vulnerablen Gruppe gehören, kann eine Behandlung im Krankenhaus notwendig sein. Wichtig ist, dem Körper genügend Ruhe zu gönnen und ausreichend zu trinken.
So beugst Du einer Pneumonie vor
Verschiedene Maßnahmen tragen dazu bei, das Risiko an einer Lungenentzündung zu erkranken, zu minimieren.
Impfungen: Eine sehr einfach umzusetzende Maßnahme ist die Grippeschutz-Impfung. Auch die Impfung gegen Pneumokokken eignet sich zur Prävention. Durchgeführt werden kann das ganz einfach beim Hausarzt.
Gut zu wissen:
Pneumokokken können verschiedene Krankheiten wie eine Nasennebenhöhlen- oder Hirnhautentzündung auslösen. Sie sind jedoch am häufigsten für bakterielle Lungenentzündungen bei Erwachsenen verantwortlich.
Gesunder Lebensstil: Die Gesundheit ist unser höchstes Gut. Daher ist es wichtig, dass Du zur Vorbeugung einer Lungenentzündung auf einen gesunden Lebensstil achtest, das Rauchen und im Idealfall auch einen erhöhten Alkoholkonsum vermeidest. Auch eine ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Bewegung zählen dazu. Eine ungesunde Lebensweise kann das Infektionsrisiko erhöhen und treibt das Risiko, dass eine Lungenentzündung auftritt, in die Höhe.
Hygiene: Durch die Coronapandemie ist der Fokus vermehrt auf eine gründliche Handhygiene gerückt – eine einfach umzusetzende Maßnahme, mit der vielen Infektionen entgegengewirkt werden kann. Auch einer Lungenentzündung kannst Du so vorbeugen. Hygienisch ist es außerdem, wenn Du den Kontakt mit Personen vermeidest, die unter Atemwegserkrankungen leiden.
Ist eine Pneumonie ansteckend?
Du fragst Dich jetzt wahrscheinlich, ob eine Pneumonie ansteckend ist. Die Erreger einer solchen Erkrankung sind ansteckend, sie können über die sogenannte Tröpfcheninfektion, also über die Luft beim Husten, Niesen und Sprechen, übertragen werden. Der Kontakt führt jedoch nicht zwangsläufig zu einer Erkrankung.
Gefährdet sind insbesondere geschwächte und alte Menschen. Problematisch wird es bei der Begegnung in geschlossenen Räumen. Gerade in Pflegeheimen ist das Ansteckungsrisiko erhöht. Als präventive Maßnahme kommt regelmäßiges Stoßlüften in Frage.
Fazit
Eine Pneumonie frühzeitig zu erkennen, ist enorm wichtig, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden und die Dauer der Lungenetzündung zu verkürzen. Vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, Senioren und solche mit Vorerkrankungen haben ein höheres Risiko, an einer Pneumonie zu erkranken. Durch Impfungen gegen Grippe sowie Pneumokokken können sich Personen schützen. Auch Maßnahmen wie eine gute Handhygiene und regelmäßiges Lüften in geschlossenen Räumen sind relativ leicht umzusetzen – wichtig, denn eine Pneumonie ist je nach Auslöser ansteckend. Wir empfehlen Dir, bei den oben aufgeführten Symptomen umgehend einen Arzt aufzusuchen.
In diesem Beitrag hast Du erfahren, dass ein gesunder Lebensstil, das Risiko an einer Lungenentzündung zu erkranken, minimiert. Wir haben für Dich verschiedene Übungen zusammengefasst, die Du ganz leicht von zu Hause aus machen kannst. Passende Workouts findest Du in folgenden Beiträgen:
Ja, eine Lungenentzündung ist ansteckend. Die Erreger werden in der Regel über die sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen. Jedoch sind nicht alle Formen sind gleich ansteckend.
Wie lange dauert eine Lungenentzündung?
Die Dauer einer Lungenentzündung hängt stark von Art und Schwere der Erkrankung ab. Die Symptome halten in der Regel wenige Wochen, können aber auch mehrere Monate bestehen bleiben.
Welche Spätfolgen kann eine Lungenentzündung haben?
Eine Lungenentzündung kann mitunter langfristig zu Lungenfunktionsstörungen, chronischem Husten, Herzproblemen oder zu dauerhaften Lungenschäden führen. Deshalb ist neben der richtigen Vorbeugung auch vor allem die richtige Behandlung wichtig.
Was sind die Symptome einer kalten Lungenentzündung?
Bei einer sogenannten kalten Lungenentzündung treten meist leichte bis mäßige Beschwerden wie trockener Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie leichtes Fieber auf.
Welche Symptome treten bei einer atypischen Lungenentzündung auf?
Bei eriner atypischen Lungenentzündung hast Du in der Regel Symptome wie Fieber, trockener Husten, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit sowie oft weniger schwere Brustbeschwerden.
Was darf man bei einer Lungenentzündung nicht machen?
Leidest Du an einer Lungenentzündung solltest Du vor allem anstrengende körperliche Aktivitäten, Rauchen, Alkoholkonsum und eigenmächtiges Absetzen von Medikamenten vermeiden.
bitte kläre solche spezifischen Gesundheitsfragen direkt mit Deinem Arzt. Wir stellen in unseren Beiträgen Informationen bereit, ersetzen jedoch keinen Arztbesuch.
Mein Ehemann,85,hat enorme Baustellen zu bewältigen,Herz Bypässe, ,Herzinsuffizenz COPD, Lungenenphysem. Nach Krankenhausaufenthalt traten verstärkte Symtome einer Lungenentzündung auf. Der Hausarzt hat es sofort bestätigt. Heute mit der Behandlung gleich begonnen.
Euer Bericht hat mir geholfen zu verstehen und ein wenig meine Angst genommen
Danke
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Und wenn sich die Lungenendzündung nach vielen Antibiotika als Toxische pneumonitis durch Letrozol heraus stellt??
Hallo Bärbel,
bitte kläre solche spezifischen Gesundheitsfragen direkt mit Deinem Arzt. Wir stellen in unseren Beiträgen Informationen bereit, ersetzen jedoch keinen Arztbesuch.
Herzliche Grüße aus Hamminkeln
Dein ergoflix-Team
Mein Ehemann,85,hat enorme Baustellen zu bewältigen,Herz Bypässe, ,Herzinsuffizenz COPD, Lungenenphysem. Nach Krankenhausaufenthalt traten verstärkte Symtome einer Lungenentzündung auf. Der Hausarzt hat es sofort bestätigt. Heute mit der Behandlung gleich begonnen.
Euer Bericht hat mir geholfen zu verstehen und ein wenig meine Angst genommen
Danke
Sehr gut und verständlich geschrieben
Hallo Wolfgang,
vielen Dank für Deine positive Rückmeldung! Wir freuen uns, dass Dir der Beitrag gefallen hat.
Herzliche Grüße
Dein ergoflix-Team
Ich habe genau diese Infos gesucht, weil ich COPD habe und jetzt schon seit einer Woche diesen starken Husten. Ich werde jetzt doch mit Antibiotika, die ich ärztlicherseits verschrieben bekam, beginnen, da ich schon älter bin. Danke.
Hallo Evelin,
vielen Dank für Dein positives Feedback zu unserem Blogbeitrag, darüber freuen wir uns sehr!
Wir wünschen Dir eine gute Besserung und alles Liebe für Dich.
Herzliche Grüße aus Hamminkeln
Dein ergoflix-Team
Sehr gut. Unkompliziert, daher für Laien sehr gut verständlich.
Hallo Dorothea,
vielen Dank für Dein Feedback. Wir freuen uns, dass Dir der Artikel gefällt.
Herzliche Grüße aus Hamminklen
Dein ergoflix-Team