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Rollstuhl leihen: Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

12. November 2021

Je nach individueller Situation kann es sein, dass die Nutzung eines Rollstuhls nur vorübergehend oder bei bestimmten Gegebenheiten notwendig ist. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, auf ein Leihmodell zurückzugreifen. Dieses wird nur für die tatsächliche Nutzungsdauer bezahlt und danach wieder zurückgegeben.

Doch werden Sie von der Krankenkasse unterstützt, wenn Sie einen Rollstuhl ausleihen, statt ihn zu kaufen? Tatsächlich können Sie unter bestimmten Voraussetzungen Unterstützung erhalten. Wie das möglich ist und welche Bedingungen dafür gegeben sein müssen, erfahren Sie hier.

Wann ist es sinnvoll, einen Rollstuhl auszuleihen?

In manchen Fällen ist es nicht lohnenswert, eine große Summe in die Anschaffung eines Hilfsmittels zu investieren. Wenn Sie einen Rollstuhl nur für einen bestimmten Zeitraum nutzen möchten, reicht es daher oft aus, diesen zu mieten.

Sinnvoll ist das beispielsweise:

  • während der Genesungsphase nach einer Operation oder einem Unfall.
  • wenn Ihr Rollstuhl defekt ist und sich in der Reparatur befindet.
  • bei der Bewältigung einer außergewöhnlich langen Strecke – etwa bei einem Ausflug.
  • im Urlaub, wenn Sie Ihren eigenen Rollstuhl nicht mitnehmen können/wollen.

Damit sich das Ausleihen wirklich rentiert, sollten Sie vorab allerdings verschiedene Anbieter vergleichen. In der Regel wird eine Leihgebühr pro Nutzungstag fällig, manchmal gibt es eine Mindestlaufzeit.

Wenn Sie mehrmals auf einen ausgeliehenen Rollstuhl zurückgreifen, sollten Sie die Kosten allerdings hochrechnen. Selbst bei sehr geringer, aber regelmäßiger Nutzung summieren sich die Ausgaben. Häufig ist es dann lohnenswert, einmalig den vollen Anschaffungspreis zu zahlen, statt viele kleinere Beträge für die Nutzungszeit.

In welchen Fällen übernimmt die Krankenkasse den geliehenen Rollstuhl?

Grundsätzlich wird das Leihen eines Rollstuhls durch die Krankenkasse unterstützt, wenn die Nutzung notwendig ist. Ist das der Fall, wird Ihnen ein Standardrollstuhl zur Verfügung gestellt. Das kann beispielsweise zutreffen, wenn Sie nach einer Operation oder einem Unfall für mehrere Tage, Wochen oder Monate nicht mobil sind. In diesem Fall leisten Sie eine Zuzahlung von fünf bis maximal zehn Euro, den Rest übernimmt Ihre Krankenkasse.

Dass die Kosten für ein geliehenes elektrisches oder sonstiges spezielles Modell übernommen werden, ist allerdings die Ausnahme. Wenn Sie darauf angewiesen sind, sollten Sie das auf jeden Fall bei Ihrer Krankenkasse erfragen.

Übrigens: Teurere und nicht individualisierte Hilfsmittel, die von der Krankenkasse übernommen werden, sind oft ohnehin eine Leihgabe – auch wenn Sie diese dauerhaft nutzen. Das bedeutet, dass der Anbieter der Besitzer ist und der Rollstuhl nach Inanspruchnahme wieder zurückgegeben werden muss. Voraussetzung ist hier immer, dass es einen gesundheitlichen Grund gibt, aus dem Sie auf die Nutzung angewiesen sind.

Wie Sie einen Rollstuhl über die Krankenkasse ausleihen können, können Sie in unserem Blogbeitrag Rollstuhl auf Rezept: Was ist dafür notwendig? nachlesen.

Wenn Sie den Rollstuhl lediglich für die Dauer eines Ausflugs, im Urlaub oder für andere Freizeitaktivitäten nutzen möchten, werden Sie für die Kosten demnach selbst aufkommen müssen.

Wo kann ich einen Rollstuhl ausleihen?

Wenn Sie einen Rollstuhl von der Krankenkasse zur Verfügung gestellt bekommen, erhalten Sie diesen über entsprechende Vertragspartner. Diese sollten Sie entsprechend erfragen.

Andernfalls können Sie auf jeden Anbieter Ihrer Wahl zurückgreifen. In jeder Stadt gibt es Sanitätshäuser, die Ihnen auch ohne Zusammenarbeit mit der Krankenkasse einen Rollstuhl tageweise zur Verfügung stellen.

Wenn Sie das Hilfsmittel für einen Ausflug oder den Urlaub benötigen, sollten Sie sich vorab informieren. In Freizeitparks, Museen und Flughäfen gibt es normalerweise Rollstühle zum Ausleihen. Auch in den meisten Urlaubsorten werden Sie die Möglichkeit dazu erhalten. Es empfiehlt sich allerdings, im Vorfeld zu erfragen, ob ein solches Modell vorhanden ist oder reserviert werden muss – vor allem, wenn es über den Standardrollstuhl hinaus geht und Sie einen Elektrorollstuhl nutzen möchten.

Zuletzt bieten auch manche Hersteller ihre Rollstühle als Leihmodelle an. Den ergoflix können wir Ihnen momentan leider nicht zur Vermietung anbieten. Wir informieren Sie aber gern über Alternativen. Rufen Sie uns einfach an: 02852 9459000 (Mo.-Fr.: 8:30-18:00 Uhr).

Kosten eines geliehenen Rollstuhls ohne die Krankenkasse

Die Mietpreise variieren stark und sind abhängig von Anbieter, Kostenmodell und Rollstuhlart. Es kann demnach nicht allgemeingültig beantwortet werden, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen. Ein Standardmodell erhalten Sie beispielsweise schon ab minimal vier Euro pro Tag, jedoch gibt es viele Anbieter, die eine Mindestmietdauer voraussetzen.

Ebenso verhält es sich beim Leihen von Elektrorollstühlen, die Grundkosten für diese sind aber bedeutend höher.

Um den Gedanken vom Anfang noch einmal aufzugreifen, ein kleines Gedankenspiel: Wenn Sie sich einen Rollstuhl ausleihen und für die Kosten selbst aufkommen, zahlen Sie mindestens vier Euro täglich. Ein Elektro-Modell kann durchaus auch vierzehn Euro pro Tag kosten. Hinzu kommt häufig eine Mindestmietdauer. Angenommen, Sie benötigen den Rollstuhl mehrmals im Jahr für einen Tag, müssen ihn aber immer für mindestens drei Tage mieten – in diesem Fall summieren sich die kleinen Beträge sehr schnell.

Weitere Blogbeiträge zum Thema Rollstühle & Barrierefreiheit

Sie möchten weiterlesen? Dann sehen Sie sich gern auf unserem Blog um. Wir informieren regelmäßig über spannende Themen rund um das Leben mit Rollstuhl.

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