5. Juni 2026
Mobiles Sauerstoffgerät: Verwendung, Krankenkassenzuschuss und Praxis-Tipps
Ein mobiles Sauerstoffgerät kann Dir besonders dann helfen, wenn Du unter COPD, Lungenfibrose oder anderen chronischen Atemwegserkrankungen leidest.

Mobiles Sauerstoffgerät: Verwendung, Krankenkassenzuschuss und Praxis-Tipps
Ein mobiles Sauerstoffgerät kann Dir besonders dann helfen, wenn Du unter COPD, Lungenfibrose oder anderen chronischen Atemwegserkrankungen leidest. Das tragbare Gerät versorgt Deinen Körper auch unterwegs mit Sauerstoff und ermöglicht Dir damit wieder einen unabhängigeren Alltag. Im Beitrag erfährst Du, wann ein mobiles Sauerstoffgerät sinnvoll ist, welche Arten der Sauerstoffversorgung es gibt und wie Du ein tragbares Sauerstoffgerät von der Krankenkasse bezuschussen lassen kannst.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein mobiles Sauerstoffgerät versorgt Menschen mit chronischem Sauerstoffmangel auch unterwegs mit zusätzlichem Sauerstoff – z. B. bei COPD oder Lungenfibrose.
- Ob ein tragbares Sauerstoffgerät medizinisch notwendig ist, entscheidet Dein Arzt. Besonders wichtig sind die Ergebnisse der Blutgasanalyse sowie Dein Sauerstoffbedarf.
- Bei einer ärztlichen Verordnung übernimmt die Krankenkasse die Kosten häufig ganz oder teilweise. Wird der Antrag abgelehnt, kannst Du Widerspruch einlegen.
Was ist ein mobiles Sauerstoffgerät?
Ein Sauerstoffgerät stellt der nutzenden Person zusätzlichen Sauerstoff zur Verfügung und versorgt damit Menschen, die unter einem Sauerstoffmangel leiden. Der Vorteil an mobilen Sauerstoffgeräten ist, dass diese nicht nur innerhalb der Wohnung, sondern auch unterwegs verwendet werden können. Sie sind kompakt, gut zu transportieren und in der Regel durch Akkus betrieben.
Mithilfe des zusätzlichen Sauerstoffes wird ein Sauerstoffmangel des Blutes ausgeglichen, die Atemmuskulatur entlastet und eine bessere Sauerstoffversorgung des Körpers gewährleistet. Je nach Gerät und Einstellungen hat die gefilterte Luft anschließend einen Sauerstoffgehalt von ca. 90 bis 96 Prozent, teilweise noch höher.
Wie funktioniert ein Sauerstoffgerät?
Nutzt Du ein Sauerstoffgerät, wird Dir dabei über eine Nasenbrille oder eine Sauerstoffmaske der Sauerstoff zum Einatmen zur Verfügung gestellt. Dadurch wird der Sauerstoffgehalt in Deinem Blut erhöht und Beschwerden wie zum Beispiel Atemnot gelindert.
Je nach Gerätetyp gibt es zwei unterschiedliche Arten der Sauerstoffabgabe:
Dauerflow
Beim Dauerflow wird kontinuierlich Sauerstoff abgegeben, unabhängig davon, ob Du gerade ein- oder ausatmest. Der Sauerstofffluss wird von Deinem Arzt vorab festgelegt, zum Beispiel auf 1,2 oder 3 Liter pro Minute.
Vorteile:
- Du wirst zuverlässig rund um die Uhr mit Sauerstoff versorgt.
- Ist geeignet, auch wenn Du einen besonders hohen Bedarf an Sauerstoff hast.
- Funktioniert auch bei flacher Atmung.
- Ist für die nächtliche Sauerstoffversorgung geeignet.
- Funktioniert unabhängig davon, ob Du durch den Mund oder die Nase atmest.
Nachteile:
- Der Sauerstoffverbrauch ist hoch.
- Mobile Sauerstoffgeräte mit Dauerflow haben eine kürzere Laufzeit.
- Meistens sind die Geräte größer und schwerer.
Demand-System
Geräte mit Demand-System erkennen mithilfe von Sensoren, wann ein Atemzug beginnt und geben gezielt nur während des Einatmens Sauerstoff ab.
Vorteile:
- Der Sauerstoffverbrauch ist geringer, da während der Ausatmung kein Sauerstoff verloren geht.
- Bei mobilen Geräten halten die Akkus länger.
- Die Geräte sind meistens leichter und kompakter.
Nachteile:
- Manchmal wird nicht jeder Atemzug zuverlässig erkannt, sodass der Sauerstoff ausbleibt.
- Wenn Du sehr flach atmest, kann die Funktion des Gerätes eingeschränkt sein.
- Je nach Krankheitsbild kann das System während des Schlafs ungeeignet sein, da die Atemzüge nicht immer zuverlässig erkannt werden. Dies kann zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff führen, während Du schläfst.
Muss ich ein mobiles Sauerstoffgerät selbst befüllen?
Es gibt unterschiedliche Systeme bei mobilen Sauerstoffgeräten – davon hängt auch das Befüllen ab.
Mobile Sauerstoffkonzentratoren ohne Befüllen
Wenn Du einen mobilen Sauerstoffkonzentrator nutzt, muss dieser nicht nachgefüllt werden. Das Gerät zieht den Sauerstoff direkt aus der Umgebungsluft, indem es Stickstoff herausfiltert. Bei diesen Systemen musst Du lediglich darauf achten, dass der Akku für den Betrieb ausreichend geladen ist, die Filter regelmäßig gereinigt bzw. gewechselt werden und die Lüftungsöffnungen frei sind.
Dadurch sind mobile Sauerstoffkonzentratoren besonders beliebt, wenn Du im Alltag flexibel und mobil bleiben möchtest.
Flüssigsauerstoff-Systeme zum selbst Befüllen
Nutzt Du ein System mit Flüssigsauerstoff, befüllst Du Dein Gerät zuhause selbst mithilfe eines Vorratsbehälters. In der Regel funktioniert das Befüllen unkompliziert innerhalb weniger Minuten:
- Das mobile Sauerstoffgerät wird auf den stationären Flüssigsauerstoff-Tank aufgesetzt.
- Die Anschlüsse werden miteinander verbunden.
- Durch das Betätigen des Mechanismus strämt der Flüssigsauerstoff in den mobilen Behälter.
- Nach Abschluss des Befüllens wird das mobile Gerät wieder von dem Tank getrennt.
Druckgasflaschen zum Befüllen durch Fachpersonal
Druckgasflaschen werden in der Regel durch den Versorger bzw. das Sanitätshaus ausgetauscht, sobald diese leer sind. Du kümmerst Dich also nicht selbst um das Befüllen.
Beachte: Druckgasflaschen werden eher selten bei mobilen Sauerstoffgeräten genutzt, da sie eher unhandlich sind. Als Ersatz kann sich dieses System dennoch eignen.
Wer benötigt ein mobiles Sauerstoffgerät?
Ein mobiles Sauerstoffgerät eignet sich vor allem für Menschen, die unter einem chronischen Sauerstoffmangel leiden und eine Langzeit-Sauerstofftherapie benötigen. Dadurch werden die Organe und das Gewebe mit Sauerstoff versorgt und die Patienten werden wieder belastbarer im Alltag. Es gibt einige Erkrankungen, bei denen häufig ein mobiles Sauerstoffgerät zum Einsatz kommt. Dazu zählen zum Beispiel:
- COPD
- Lungenemphysem
- Lungenfibrose
- Pulmonale Hypertonie
- Herz-Lungen-Erkrankungen
- andere Lungenerkrankungen
Nur weil Du eine der oben genannten Erkrankungen hast, bedeutet das nicht automatisch, dass Du eine Sauerstofftherapie benötigst. Wichtig für diese Entscheidung ist eine ärztliche Untersuchung, vor allem eine Blutgasanalyse (BGA). In der Regel wird eine Langzeit-Sauerstofftherapie empfohlen, wenn der Sauerstoffpartialdruck im arteriellen Blut (PaO2) dauerhaft unter 55 mmHg liegt. Wenn weitere Folgeerscheinungen wie z. B. eine pulmonale Hypertonie oder eine Polyglobulie vorliegen, kann auch bei Werten zwischen 55 und 60 mmHg eine solche Therapie sinnvoll sein. Doch nicht nur die Messwerte sind wichtig für die ärztliche Beurteilung. Der Arzt zieht in der Regel auch Faktoren wie die Beschwerden, körperliche Belastbarkeit und die Sauerstoffsättigung unter Belastung sowie während des Schlafs. Wenn nach diesem Rundumblick eine dauerhaft eingeschränkte Sauerstoffversorgung als nachgewiesen gilt, ist eine Langzeit-Sauerstofftherapie in stationärer oder mobiler Form sinnvoll.
Wichtig ist, dass Du all dies mit Deinem Arzt besprichst. Allgemeine Richtwerte entscheiden nie über die individuelle Situation eines einzelnen Patienten.
Gut zu wissen
Nach der ärztlichen Beurteilung steht die Entscheidung an, ob Du ein stationäres oder mobiles Sauerstoffgerät nutzen wirst. Ein mobiles Sauerstoffgerät ist nur dann sinnvoll für Dich, wenn Du dieses auch außerhalb der Wohnung nutzen wirst.
Ein Vergleich: Ist ein stationäres oder mobiles Sauerstoffgerät für dich geeignet?
Je nach Krankheitsbild, Lebenssituation und Alltagsgestaltung eignen sich unterschiedliche Typen von Sauerstoffgeräten. Damit Du Dir den besten Überblick verschaffen kannst, welches Gerät für Dich in Frage kommt, haben wir die Unterschiede von stationären und mobilen, tragbaren Sauerstoffgeräten für Dich übersichtlich zusammengefasst:
| Gerätetyp | Gewicht | Sauerstoffabgabe | Betriebsdauer | Geeignet für die Nacht? | Typische Einsatzbereiche | Vorteile | Nachteile |
| Mobiles Sauerstoffgerät | ca. 2-5 kg | i.d.R. Demand-System | ca. 4-13 h (je nach Akku und bei Demand-System) | eingeschränkt | Ausflüge, Erledigungen, Reisen, etc. | Leicht, kompakt, hohe Bewegungsfreiheit | Begrenzte Akkulaufzeit, häufig geringere Sauerstoffleistung, nicht immer für nachts geeignet |
| Stationäres Sauerstoffgerät | ca. 14-25 kg | Dauerflow | Netzbetrieb (24/7) | sehr gut | Zuhause, Langzeitversorgung | Hohe Förderleistung, kein Nachfüllen erforderlich | Nicht nur unterwegs geeignet, benötigt einen Stromanschluss |
Was kostet ein mobiles Sauerstoffgerät?
Je nach Gerätetyp, Sauerstoffleistung und Akkukapazität fallen die Kosten für mobile Sauerstoffgeräte unterschiedlich hoch aus. Ein mobiler Sauerstoffkonzentrator kostet in der Regel zwischen ca. 2.000 bis 4.500 Euro. Möchtest Du eine höhere Leistung oder zusätzlich eine Dauerflow-Funktion können die Kosten auch bis 6.000 Euro oder mehr betragen.
Benötigst Du Ersatzakkus für die Nutzung im Alltag, kosten diese pro Stück meist noch einmal zwischen 200 und 800 Euro.
Wenn bei Dir eine medizinische Notwendigkeit vorliegt, solltest Du die Bezuschussung Deines Sauerstoffgerätes unbedingt bei Deiner Krankenkasse beantragen.
Mobiles Sauerstoffgerät auf Rezept: Wer hat einen Anspruch?
Wenn Dein Arzt die medizinische Notwendigkeit sieht, kann er Dir eine Verordnung für ein mobiles Sauerstoffgerät ausstellen. Dies erfolgt vor allem dann, wenn Du eine Langzeit-Sauerstofftherapie benötigst, um eine chronische Unterversorgung Deines Körpers mit Sauerstoff (Hypoxämie) auszugleichen. Das bedeutet, die Notwendigkeit hängt nicht allein von Deiner Krankheitsdiagnose, sondern auch von Untersuchungsergebnissen, vor allem der oben bereits erwähnten Blutgasanalyse, ab.
Eine Langzeit-Sauerstofftherapie gilt in der Regel als medizinisch notwendig bei:
- Sauerstoffpartialdruck (PaO₂) von unter 55 mmHg im Ruhezustand oder
- Sauerstoffpartialdruck zwischen 55 und 60 mmHg, wenn zusätzlich Folgeschäden der Sauerstoffunterversorgung vorliegen, beispielsweise:
- Rechtsherzbelastung (Cor pulmonale)
- Pulmonale Hypertonie
- Polyglobulie (erhöhte Anzahl roter Blutkörperchen)
Der Pneumologe dokumentiert diese Werte in der Regel anhand mehrerer Messungen und kann anschließend eine Bewertung Deiner individuellen Situation treffen.
Tragbares Sauerstoffgerät von der Krankenkasse: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Wenn Du ein mobiles, tragbares Sauerstoffgerät von der Krankenkasse bekommen möchtest, solltest Du einige grundlegende Schritte befolgen.
Ärztliche Verordnung
Gehe zu Deinem Arzt, im besten Fall ein Pneumologe, um Dich untersuchen zu lassen. Der Arzt stellt fest, ob Du eine Langzeit-Sauerstofftherapie benötigst. Zu den Untersuchungen, die dabei in der Regel durchgeführt werden, zählen die Blutgasanalyse, Belastungstests sowie eine Lungenfunktionsprüfung. Dein Arzt wird die Ergebnisse dokumentieren und anhand derer beurteilen, ob eine solche Therapie für Dich sinnvoll ist.
Anschließend stellt der Arzt eine Verordnung (ähnlich eines Rezeptes) für ein Sauerstoffgerät aus.
Wichtig: Wenn Du ein mobiles, tragbares Sauerstoffgerät von Deiner Krankenkasse bezuschussen lassen möchtest, sollte dies ausdrücklich auf der Verordnung vermerkt sein. Andernfalls kann es sein, dass Deine Krankenkasse Dir lediglich ein herkömmliches stationäres Gerät genehmigt.
Beratung im Sanitätshaus
Mit der ärztlichen Verordnung suchst Du ein Sanitätshaus in Deiner Nähe auf. Das Fachpersonal vor Ort wird Dir geeignete Geräte vorstellen und Dir die Vor- sowie Nachteile erläutern. Du erhältst wichtige Informationen zum Beispiel zum Gewicht, zur Leistung und zur Akkulaufzeit der Geräte und findest gemeinsam mit der beratenden Person das optimale Modell für Dich.
Im Anschluss erstellt das Team des Sanitätshauses einen Kostenvoranschlag für das von Dir gewählte Modell.
FlixTipp
Du bist an einem Sauerstoffgerät interessiert und möchtest Dich von Experten beraten lassen? AERICON Medizintechnik ist seit vielen Jahren Experte auf diesem Gebiet und Dein Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema mobile und stationäre Sauerstoffgeräte zur Sauerstofflangzeittherapie. Die Fachexperten erreichst Du unter 02838 9109570 oder info@aericon.de.
Hilfsmittelantrag einreichen
Der Kostenvoranschlag des Sanitätshauses wird gemeinsam mit Deinen medizinischen Unterlagen und dem Hilfsmittelantrag bei Deiner Krankenkasse eingereicht. Häufig übernimmt diesen Schritt das Sanitätshaus für Dich.
Anschließend prüft die Krankenkasse den Antrag und meldet sich anschließend mit einer Entscheidung. Wird der Antrag genehmigt, kannst Du Dein mobiles Sauerstoffgerät schon kurze Zeit später in Deinem Sanitätshaus in Empfang nehmen.
Beachte: Für ein mobiles Sauerstoffgerät auf Rezept leistest Du eine Zuzahlung - diese beträgt in der Regel 10 Prozent der Kosten, mindestens 5 und maximal 10 Euro. Wenn Du ein Gerät erhältst, welches über die medizinische Notwendigkeit hinausgeht, kannst Du einen Teil der Kosten dennoch von der Krankenkasse übernehmen lassen und den restlichen Betrag als wirtschaftliche Aufzahlung selbst übernehmen.
Lehnt die Krankenkasse Deinen Hilfsmittelantrag ab, kannst Du Widerspruch gegen diese Entscheidung einlegen.
Gut zu wissen
Für den Betrieb von Sauerstoffgeräten fallen Stromkosten an. Bei stationären Geräten durch den direkten Stromanschluss, bei mobilen Geräten durch das Aufladen der Akkus. Du kannst Dir einen Teil der Energiekosten für den Betrieb des Hilfsmittels von Deiner Krankenkasse erstatten lassen. Das ist sogar gesetzlich in § 33 Abs.1 S1 SGB 5 geregelt. Wie das funktioniert und welche Voraussetzungen Du erfüllen musst, kannst Du in unserem Blogbeitrag „Werden Stromkosten durch die Krankenkasse erstattet? " (am Beispiel eines Elektrorollstuhls) lesen.
Hilfsmittelantrag abgelehnt: So legst Du Widerspruch ein
Es kann vorkommen, dass Deine Krankenkasse den Hilfsmittelantrag ablehnt. Bei mobilen, tragbaren Sauerstoffgeräten ist die Begründung häufig, dass ein stationäres Gerät ausreichend und aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoller wäre. Dies kann für Dich als betroffene Person jedoch dazu führen, dass Du im sozialen Leben oder bei der Erledigung von Dingen außerhalb der eigenen vier Wände eingeschränkt bist.
Wenn Du den Ablehnungsbescheid erhalten hast, hast Du in der Regel einen Monat Zeit, um Widerspruch einzulegen. Lege der Krankenkasse eine detaillierte Begründung für die Notwendigkeit des mobilen Sauerstoffgerätes vor. Dabei solltest Du zum Beispiel auf folgende Fragen eingehen:
- Warum reicht ein stationäres Sauerstoffgerät für Dich nicht aus?
- Welche Wege musst Du täglich zurücklegen, um Deinen Alltag zu bestreiten?
- Welche Einschränkungen hast Du ohne ein mobiles Sauerstoffgerät?
Ergänze Deine Begründungen durch die Einschätzung Deines behandelnden Arztes. Dieser sollte sich unter anderem zu Deinem Mobilitätsbedarf, zum Sauerstoffbedarf unter Belastung und noch einmal zur medizinischen Notwendigkeit eines tragbaren, mobilen Sauerstoffgerätes äußern. Reiche gegebenenfalls auch noch weitere Untersuchungsergebnisse (z. B. Belastungstests, Reha-Berichte, Dokumentation der Sauerstoffsättigung unter Belastung) ein, sofern dies beim ersten Antrag nicht geschehen ist.
In vielen Fällen werden Hilfsmittelanträge nach einem ausführlichen und plausibel begründeten Widerspruch im zweiten Anlauf bewilligt.
Rechtlicher Hintergrund
Wichtig zu wissen ist, dass es sozialgerichtliche Entscheidungen gibt, die klarstellen, dass eine Versorgung mit Sauerstoff nicht nur das reine Überleben sichern darf, sondern den Betroffenen auch eine möglichst selbstständige Lebensführung ermöglichen soll.
Besonders relevant ist ein Beschluss des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen (LSG NRW, Az. L 5 KR 414/14 B ER). In dem Fall ging es um eine 87-jährige Patientin mit schwerer Lungenerkrankung, die dauerhaft auf Sauerstoff angewiesen war. Die Krankenkasse hatte zwar bereits ein stationäres Gerät sowie eine mobile Versorgung bewilligt – das mobile System wog jedoch rund 6 Kilogramm und war für die Patientin praktisch nicht nutzbar. Sie beantragte deshalb ein deutlich leichteres tragbares Sauerstoffgerät mit etwa 2 Kilogramm Gewicht.
Das Gericht entschied hierbei, dass Mobilität zu den Grundbedürfnissen des täglichen Lebens gehöre, Versicherte ihre Wohnung verlassen können müssen, um Besorgungen zu erledigen und dass ein Sauerstoffgerät nur dann ausreichend ist, wenn es für die Patienten auch tatsächlich nutzbar ist. Das LSG NRW verpflichtete die Krankenkasse dazu, die Versorgung mit einem leichteren und mobilen Sauerstoffgerät vorläufig zu übernehmen. Dabei ging es nicht darum, dass die Patienten einfach nur mehr Komfort wünschte, sondern die konkrete Alltagstauglichkeit der Versorgung im Mittelpunkt stand.
Das bedeutet für Dich: Deine Krankenkasse darf nicht automatisch auf ein stationäres Gerät verweisen, wenn dadurch die notwendige Mobilität – also alltägliche Wege und soziale Teilhabe, unter Deinen körperlichen Voraussetzungen verloren geht. Gerade bei älteren oder körperlich eingeschränkten Menschen können Gewicht, Tragbarkeit und Reichweite des Geräts medizinisch relevant sein.
Tipps für Deinen Alltag mit mobilem Sauerstoffgerät
Wenn Du das tragbare Sauerstoffgerät von Deiner Krankenkasse erhalten hast, ist der wichtigste Schritt bereits getan. Damit Du möglichst lange und viel im Alltag davon profitierst, gibt es ein paar Praxis-Tipps für Deinen Alltag mit dem mobilen Sauerstoffgerät.
Akkulaufzeit beachten
Beachte, dass die Akkulaufzeit bei einem mobilen Sauerstoffgerät von mehreren Faktoren abhängt und nicht immer die maximale Laufzeit erreicht wird. Einfluss nehmen unter anderem:
- die eingestelle Sauerstoffmenge
- die Art der Nutzung - Demand- oder Dauerflow
- das Alter und der Zustand des Akkus
- die Umgebungstemperatur
Plane vor allem bei längeren Ausflügen ausreichend Reserven ein, damit Du auf jeden Fall jederzeit mit Sauerstoff versorgt bist. Nimm also lieber noch weitere Ersatzakkus mit.
Auf Defekte vorbereitet sein
Auch wenn mobile Sauerstoffgeräte selten Defekte aufweisen, kann dies jederzeit passieren – selbst die beste Technik kann einmal versagen. Deshalb solltest Du auf diese Situationen vorbereitet sein:
- Halte einen Ersatzakku parat, falls Deiner kaputt gehen sollte.
- Nimm eine Ersatz-Nasenbrille oder -Maske mit.
- Packe einen zusätzlichen Sauerstoffschlauch ein.
- Habe stets wichtige Kontaktdaten zum Beispiel von Deinem Sanitätshaus oder dem Hersteller dabei.
- Auch private Notfallkontakte solltest Du notiert haben, damit Dich im Zweifel jemand abholen bzw. Dir aushelfen kann.
Viele Versorger bieten einen technischen Notdienst an, der Dich bei Problemen mit Deinem Gerät unterstützt.
Häufige Probleme mit mobilen Sauerstoffgeräten und mögliche Lösungen
| Problem | Mögliche Ursache | Was hilft? |
| Gerät piept | Akku leer oder technische Störung | Akku prüfen und Hinweise in Bedienungsanleitung beachten |
| Sauerstoffsättigung sinkt | Sauerstoffbedarf verändert oder Gerät falsch eingestellt | Arzt oder Versorger kontaktieren |
| Demand-System reagiert nicht zuverlässig | Flache Atmung oder Mundatmung | Ärztlich prüfen lassen, ob ein Dauerflow erforderlich ist |
| Kurze Akkulaufzeit | Alter Akku oder hohe Einstellung | Akku technisch überprüfen lassen |
| Druckstellen an den Ohren | Nasenbrille sitzt zu eng | Polster oder alternative Halterungen nutzen |
Autofahren und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel
Auch unterschiedliche Verkehrsmittel kannst Du mit Deinem mobilen Sauerstoffgerät nutzen. Beachte dabei zu Deiner Sicherheit jedoch folgende Dinge:
- Befestige das Gerät stets sicher.
- Achte darauf, dass Luftauslässe nicht blockiert sind.
- Prüfe den Akkustand vor längeren Fahrten und führe einen Ersatzakku mit.
Reisen unternehmen
Nicht nur kleinere Ausflüge, sondern auch große Reisen kannst Du dank Deines tragbaren Sauerstoffgerätes planen. Vor dem Reisebeginn solltest Du Dir in jedem Fall folgende Fragen stellen, um bestens vorbereitet zu sein:
- Reicht die Akkukapazität für den gesamten Zeitraum?
- Gibt es unterwegs Lademöglichkeiten für Deinen Akku?
- Ist Dein Gerät für Flugreisen zugelassen?
- Benötigst Du eine ärztliche Bescheinigung zu Deiner Reisetauglichkeit?
Besonders wenn Du eine Flugreise planst, solltest Du frühzeitig planen. Viele Flugreisen verlangen, dass Du ihnen bereits Tage oder Wochen vor Deinem Flug Informationen zu Deinem Sauerstoffgerät zukommen lässt. Da die Voraussetzungen je nach Fluggesellschaft variieren können, informiere Dich direkt bei dem Reiseanbieter über die Gegebenheiten.
Hygiene und Reinigung
Wenn Du Dein mobiles Sauerstoffgerät regelmäßig und gründlich reinigst, wirkt sich dies positiv auf die Lebensdauer des Gerätes aus. Außerdem kannst Du dadurch die Keimbelastung reduzieren. Beachte bei der Reinigung immer die Angaben des Herstellers. Typischerweise wird zum Beispiel empfohlen:
- Nasenbrille regelmäßig reinigen
- Filter kontrollieren und bei Bedarf nach Anleitung reinigen oder austauschen
- Gehäuse des Gerätes mit einem leicht feuchten Tuch abwischen
- Lüftungsschlitze zugunsten der Durchlässigkeit von Staub befreien
Lasse Dir von Deinem Versorger bzw. Sanitätshaus Informationen zu den Wartungsintervallen geben.
Sicherheitsvorkehrungen treffen
Auch wenn Sauerstoff selbst nicht brennt, solltest Du besonders im Umgang mit Feuer bzw. Hitze vorsichtig sein, da Sauerstoff Brände erheblich beschleunigen kann. Halte Dich an folgende Sicherheitsregeln:
- Rauche nicht und halte Abstand zu anderen rauchenden Menschen.
- Halte Abstand zu offenem Feuer.
- Meide Kerzen, Gasherde oder Feuerstellen.
- Setze Dein Sauerstoffgerät nicht zu lange direkter Sonneneinstrahlung aus.
- Verwende keine fett- oder ölhaltigen Produkte an dem Gerät.
Unterstützung im Alltag suchen
Du musst die Herausforderungen im Alltag nicht alleine bewältigen. Es gibt viele Unterstützungsangebote, unter anderem:
- Lungensportgruppen
- Selbsthilfegruppen
- Reha-Maßnahmen
- Beratungsangebote von Vereinen, Sanitätshäusern oder anderen Anbietern
- Schulungen zur Sauerstofftherapie
Entscheide selbst oder mit Unterstützung Deines Arztes, welche Angebote für Dich sinnvoll sein können.
Fazit
Wer von einem Sauerstoffmangel betroffen ist, kann durch ein Sauerstoffgerät neue Lebensqualität zurückgewinnen. Gerade mobile Sauerstoffgeräte haben den großen Vorteil, dass sie einfach mitgenommen werden können und die Versorgung unterwegs gewährleistet ist. Um ein tragbares Sauerstoffgerät auf Rezept zu erhalten, ist eine Verordnung von Deinem Arzt notwendig. Für die Verordnung sind insbesondere die Ergebnisse der Blutgasanalyse sowie die Einschätzung des Pneumologen entscheidend. Wird ein mobiles Sauerstoffgerät von der Krankenkasse zunächst abgelehnt, kann sich ein Widerspruch lohnen – vor allem dann, wenn die Mobilität im Alltag ohne das Gerät deutlich eingeschränkt wäre.
FAQ
Ein mobiles Sauerstoffgerät versorgt Deinen Körper über eine Nasenbrille oder Atemmaske mit zusätzlichem Sauerstoff. Mobile Sauerstoffkonzentratoren gewinnen diesen aus der Umgebungsluft und Flüssigsauerstoff-Systeme greifen auf gespeicherten Sauerstoff zurück. Die Abgabe erfolgt je nach Gerät kontinuierlich (Dauerflow) oder mit jedem Einatmen (Demand-System).
Du benötigst ein mobiles Sauerstoffgerät, wenn Du unter einer chronischen Unterversorgung mit Sauerstoff leidest, und auch außerhalb Deiner Wohnung auf zusätzlichen Sauerstoff angewiesen bist. Häufige medizinische Ursachen sind COPD, Lungenfibrose und andere schwere Lungenerkrankungen.
Ein mobiles Sauerstoffgerät kostet je nach Modell und Ausstattung meist zwischen 2.000 und 6.000 Euro. Zusätzliche Akkus können weitere 200 bis 800 Euro kosten. Liegt eine ärztliche Verordnung vor und ist die Sauerstofftherapie medizinisch notwendig, übernimmt die Krankenkasse die Kosten in der Regel ganz oder teilweise.
Ein mobiles Sauerstoffgerät wiegt je nach Modell meist zwischen 2 und 5 kg.
Wie man ein mobiles Sauerstoffgerät befüllt, hängt vom verwendeten System ab. Mobile Sauerstoffkonzentratoren müssen nicht befüllt werden, da sie Sauerstoff aus der Umgebungsluft gewinnen. Bei Flüssigsauerstoff-Systemen wird das mobile Gerät regelmäßig aus einem stationären Vorratsbehälter bei Dir zuhause befüllt.
Ein mobiles Sauerstoffgerät erhältst Du nach ärztlicher Verordnung über ein Sanitätshaus oder einen spezialisierten Sauerstoffversorger. Das Fachpersonal übernimmt die Einweisung und in der Regel auch die Wartung.
Grundsätzlich kann auch Dein Hausarzt ein mobiles Sauerstoffgerät verordnen. Normalerweise erfolgt die Diagnostik und Verordnung jedoch meist durch einen Pneumologen, also einen Lungenfacharzt, da für die Sauerstofftherapie spezielle Untersuchungen wie eine Blutgasanalyse erforderlich sind.
Die Krankenkasse zahlt ein mobiles Sauerstoffgerät, wenn eine medizinische Notwendigkeit für eine Langzeit-Sauerstofftherapie besteht. Grundlage sind in der Regel die Ergebnisse Deiner Blutgasanalyse sowie die ärztliche Verordnung durch einen Pneumologen.
Ein mobiles Sauerstoffgerät kann Dir besonders dann helfen, wenn Du unter COPD, Lungenfibrose oder anderen chronischen Atemwegserkrankungen leidest. Das tragbare Gerät versorgt Deinen Körper auch unterwegs mit Sauerstoff und ermöglicht Dir damit wieder einen unabhängigeren Alltag. Im Beitrag erfährst Du, wann ein mobiles Sauerstoffgerät sinnvoll ist, welche Arten der Sauerstoffversorgung es gibt und wie Du ein tragbares Sauerstoffgerät von der Krankenkasse bezuschussen lassen kannst.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein mobiles Sauerstoffgerät versorgt Menschen mit chronischem Sauerstoffmangel auch unterwegs mit zusätzlichem Sauerstoff – z. B. bei COPD oder Lungenfibrose.
- Ob ein tragbares Sauerstoffgerät medizinisch notwendig ist, entscheidet Dein Arzt. Besonders wichtig sind die Ergebnisse der Blutgasanalyse sowie Dein Sauerstoffbedarf.
- Bei einer ärztlichen Verordnung übernimmt die Krankenkasse die Kosten häufig ganz oder teilweise. Wird der Antrag abgelehnt, kannst Du Widerspruch einlegen.
Was ist ein mobiles Sauerstoffgerät?
Ein Sauerstoffgerät stellt der nutzenden Person zusätzlichen Sauerstoff zur Verfügung und versorgt damit Menschen, die unter einem Sauerstoffmangel leiden. Der Vorteil an mobilen Sauerstoffgeräten ist, dass diese nicht nur innerhalb der Wohnung, sondern auch unterwegs verwendet werden können. Sie sind kompakt, gut zu transportieren und in der Regel durch Akkus betrieben.
Mithilfe des zusätzlichen Sauerstoffes wird ein Sauerstoffmangel des Blutes ausgeglichen, die Atemmuskulatur entlastet und eine bessere Sauerstoffversorgung des Körpers gewährleistet. Je nach Gerät und Einstellungen hat die gefilterte Luft anschließend einen Sauerstoffgehalt von ca. 90 bis 96 Prozent, teilweise noch höher.
Wie funktioniert ein Sauerstoffgerät?
Nutzt Du ein Sauerstoffgerät, wird Dir dabei über eine Nasenbrille oder eine Sauerstoffmaske der Sauerstoff zum Einatmen zur Verfügung gestellt. Dadurch wird der Sauerstoffgehalt in Deinem Blut erhöht und Beschwerden wie zum Beispiel Atemnot gelindert.
Je nach Gerätetyp gibt es zwei unterschiedliche Arten der Sauerstoffabgabe:
Dauerflow
Beim Dauerflow wird kontinuierlich Sauerstoff abgegeben, unabhängig davon, ob Du gerade ein- oder ausatmest. Der Sauerstofffluss wird von Deinem Arzt vorab festgelegt, zum Beispiel auf 1,2 oder 3 Liter pro Minute.
Vorteile:
- Du wirst zuverlässig rund um die Uhr mit Sauerstoff versorgt.
- Ist geeignet, auch wenn Du einen besonders hohen Bedarf an Sauerstoff hast.
- Funktioniert auch bei flacher Atmung.
- Ist für die nächtliche Sauerstoffversorgung geeignet.
- Funktioniert unabhängig davon, ob Du durch den Mund oder die Nase atmest.
Nachteile:
- Der Sauerstoffverbrauch ist hoch.
- Mobile Sauerstoffgeräte mit Dauerflow haben eine kürzere Laufzeit.
- Meistens sind die Geräte größer und schwerer.
Demand-System
Geräte mit Demand-System erkennen mithilfe von Sensoren, wann ein Atemzug beginnt und geben gezielt nur während des Einatmens Sauerstoff ab.
Vorteile:
- Der Sauerstoffverbrauch ist geringer, da während der Ausatmung kein Sauerstoff verloren geht.
- Bei mobilen Geräten halten die Akkus länger.
- Die Geräte sind meistens leichter und kompakter.
Nachteile:
- Manchmal wird nicht jeder Atemzug zuverlässig erkannt, sodass der Sauerstoff ausbleibt.
- Wenn Du sehr flach atmest, kann die Funktion des Gerätes eingeschränkt sein.
- Je nach Krankheitsbild kann das System während des Schlafs ungeeignet sein, da die Atemzüge nicht immer zuverlässig erkannt werden. Dies kann zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff führen, während Du schläfst.
Muss ich ein mobiles Sauerstoffgerät selbst befüllen?
Es gibt unterschiedliche Systeme bei mobilen Sauerstoffgeräten – davon hängt auch das Befüllen ab.
Mobile Sauerstoffkonzentratoren ohne Befüllen
Wenn Du einen mobilen Sauerstoffkonzentrator nutzt, muss dieser nicht nachgefüllt werden. Das Gerät zieht den Sauerstoff direkt aus der Umgebungsluft, indem es Stickstoff herausfiltert. Bei diesen Systemen musst Du lediglich darauf achten, dass der Akku für den Betrieb ausreichend geladen ist, die Filter regelmäßig gereinigt bzw. gewechselt werden und die Lüftungsöffnungen frei sind.
Dadurch sind mobile Sauerstoffkonzentratoren besonders beliebt, wenn Du im Alltag flexibel und mobil bleiben möchtest.
Flüssigsauerstoff-Systeme zum selbst Befüllen
Nutzt Du ein System mit Flüssigsauerstoff, befüllst Du Dein Gerät zuhause selbst mithilfe eines Vorratsbehälters. In der Regel funktioniert das Befüllen unkompliziert innerhalb weniger Minuten:
- Das mobile Sauerstoffgerät wird auf den stationären Flüssigsauerstoff-Tank aufgesetzt.
- Die Anschlüsse werden miteinander verbunden.
- Durch das Betätigen des Mechanismus strämt der Flüssigsauerstoff in den mobilen Behälter.
- Nach Abschluss des Befüllens wird das mobile Gerät wieder von dem Tank getrennt.
Druckgasflaschen zum Befüllen durch Fachpersonal
Druckgasflaschen werden in der Regel durch den Versorger bzw. das Sanitätshaus ausgetauscht, sobald diese leer sind. Du kümmerst Dich also nicht selbst um das Befüllen.
Beachte: Druckgasflaschen werden eher selten bei mobilen Sauerstoffgeräten genutzt, da sie eher unhandlich sind. Als Ersatz kann sich dieses System dennoch eignen.
Wer benötigt ein mobiles Sauerstoffgerät?
Ein mobiles Sauerstoffgerät eignet sich vor allem für Menschen, die unter einem chronischen Sauerstoffmangel leiden und eine Langzeit-Sauerstofftherapie benötigen. Dadurch werden die Organe und das Gewebe mit Sauerstoff versorgt und die Patienten werden wieder belastbarer im Alltag. Es gibt einige Erkrankungen, bei denen häufig ein mobiles Sauerstoffgerät zum Einsatz kommt. Dazu zählen zum Beispiel:
- COPD
- Lungenemphysem
- Lungenfibrose
- Pulmonale Hypertonie
- Herz-Lungen-Erkrankungen
- andere Lungenerkrankungen
Nur weil Du eine der oben genannten Erkrankungen hast, bedeutet das nicht automatisch, dass Du eine Sauerstofftherapie benötigst. Wichtig für diese Entscheidung ist eine ärztliche Untersuchung, vor allem eine Blutgasanalyse (BGA). In der Regel wird eine Langzeit-Sauerstofftherapie empfohlen, wenn der Sauerstoffpartialdruck im arteriellen Blut (PaO2) dauerhaft unter 55 mmHg liegt. Wenn weitere Folgeerscheinungen wie z. B. eine pulmonale Hypertonie oder eine Polyglobulie vorliegen, kann auch bei Werten zwischen 55 und 60 mmHg eine solche Therapie sinnvoll sein. Doch nicht nur die Messwerte sind wichtig für die ärztliche Beurteilung. Der Arzt zieht in der Regel auch Faktoren wie die Beschwerden, körperliche Belastbarkeit und die Sauerstoffsättigung unter Belastung sowie während des Schlafs. Wenn nach diesem Rundumblick eine dauerhaft eingeschränkte Sauerstoffversorgung als nachgewiesen gilt, ist eine Langzeit-Sauerstofftherapie in stationärer oder mobiler Form sinnvoll.
Wichtig ist, dass Du all dies mit Deinem Arzt besprichst. Allgemeine Richtwerte entscheiden nie über die individuelle Situation eines einzelnen Patienten.
Gut zu wissen
Nach der ärztlichen Beurteilung steht die Entscheidung an, ob Du ein stationäres oder mobiles Sauerstoffgerät nutzen wirst. Ein mobiles Sauerstoffgerät ist nur dann sinnvoll für Dich, wenn Du dieses auch außerhalb der Wohnung nutzen wirst.
Ein Vergleich: Ist ein stationäres oder mobiles Sauerstoffgerät für dich geeignet?
Je nach Krankheitsbild, Lebenssituation und Alltagsgestaltung eignen sich unterschiedliche Typen von Sauerstoffgeräten. Damit Du Dir den besten Überblick verschaffen kannst, welches Gerät für Dich in Frage kommt, haben wir die Unterschiede von stationären und mobilen, tragbaren Sauerstoffgeräten für Dich übersichtlich zusammengefasst:
| Gerätetyp | Gewicht | Sauerstoffabgabe | Betriebsdauer | Geeignet für die Nacht? | Typische Einsatzbereiche | Vorteile | Nachteile |
| Mobiles Sauerstoffgerät | ca. 2-5 kg | i.d.R. Demand-System | ca. 4-13 h (je nach Akku und bei Demand-System) | eingeschränkt | Ausflüge, Erledigungen, Reisen, etc. | Leicht, kompakt, hohe Bewegungsfreiheit | Begrenzte Akkulaufzeit, häufig geringere Sauerstoffleistung, nicht immer für nachts geeignet |
| Stationäres Sauerstoffgerät | ca. 14-25 kg | Dauerflow | Netzbetrieb (24/7) | sehr gut | Zuhause, Langzeitversorgung | Hohe Förderleistung, kein Nachfüllen erforderlich | Nicht nur unterwegs geeignet, benötigt einen Stromanschluss |
Was kostet ein mobiles Sauerstoffgerät?
Je nach Gerätetyp, Sauerstoffleistung und Akkukapazität fallen die Kosten für mobile Sauerstoffgeräte unterschiedlich hoch aus. Ein mobiler Sauerstoffkonzentrator kostet in der Regel zwischen ca. 2.000 bis 4.500 Euro. Möchtest Du eine höhere Leistung oder zusätzlich eine Dauerflow-Funktion können die Kosten auch bis 6.000 Euro oder mehr betragen.
Benötigst Du Ersatzakkus für die Nutzung im Alltag, kosten diese pro Stück meist noch einmal zwischen 200 und 800 Euro.
Wenn bei Dir eine medizinische Notwendigkeit vorliegt, solltest Du die Bezuschussung Deines Sauerstoffgerätes unbedingt bei Deiner Krankenkasse beantragen.
Mobiles Sauerstoffgerät auf Rezept: Wer hat einen Anspruch?
Wenn Dein Arzt die medizinische Notwendigkeit sieht, kann er Dir eine Verordnung für ein mobiles Sauerstoffgerät ausstellen. Dies erfolgt vor allem dann, wenn Du eine Langzeit-Sauerstofftherapie benötigst, um eine chronische Unterversorgung Deines Körpers mit Sauerstoff (Hypoxämie) auszugleichen. Das bedeutet, die Notwendigkeit hängt nicht allein von Deiner Krankheitsdiagnose, sondern auch von Untersuchungsergebnissen, vor allem der oben bereits erwähnten Blutgasanalyse, ab.
Eine Langzeit-Sauerstofftherapie gilt in der Regel als medizinisch notwendig bei:
- Sauerstoffpartialdruck (PaO₂) von unter 55 mmHg im Ruhezustand oder
- Sauerstoffpartialdruck zwischen 55 und 60 mmHg, wenn zusätzlich Folgeschäden der Sauerstoffunterversorgung vorliegen, beispielsweise:
- Rechtsherzbelastung (Cor pulmonale)
- Pulmonale Hypertonie
- Polyglobulie (erhöhte Anzahl roter Blutkörperchen)
Der Pneumologe dokumentiert diese Werte in der Regel anhand mehrerer Messungen und kann anschließend eine Bewertung Deiner individuellen Situation treffen.
Tragbares Sauerstoffgerät von der Krankenkasse: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Wenn Du ein mobiles, tragbares Sauerstoffgerät von der Krankenkasse bekommen möchtest, solltest Du einige grundlegende Schritte befolgen.
Ärztliche Verordnung
Gehe zu Deinem Arzt, im besten Fall ein Pneumologe, um Dich untersuchen zu lassen. Der Arzt stellt fest, ob Du eine Langzeit-Sauerstofftherapie benötigst. Zu den Untersuchungen, die dabei in der Regel durchgeführt werden, zählen die Blutgasanalyse, Belastungstests sowie eine Lungenfunktionsprüfung. Dein Arzt wird die Ergebnisse dokumentieren und anhand derer beurteilen, ob eine solche Therapie für Dich sinnvoll ist.
Anschließend stellt der Arzt eine Verordnung (ähnlich eines Rezeptes) für ein Sauerstoffgerät aus.
Wichtig: Wenn Du ein mobiles, tragbares Sauerstoffgerät von Deiner Krankenkasse bezuschussen lassen möchtest, sollte dies ausdrücklich auf der Verordnung vermerkt sein. Andernfalls kann es sein, dass Deine Krankenkasse Dir lediglich ein herkömmliches stationäres Gerät genehmigt.
Beratung im Sanitätshaus
Mit der ärztlichen Verordnung suchst Du ein Sanitätshaus in Deiner Nähe auf. Das Fachpersonal vor Ort wird Dir geeignete Geräte vorstellen und Dir die Vor- sowie Nachteile erläutern. Du erhältst wichtige Informationen zum Beispiel zum Gewicht, zur Leistung und zur Akkulaufzeit der Geräte und findest gemeinsam mit der beratenden Person das optimale Modell für Dich.
Im Anschluss erstellt das Team des Sanitätshauses einen Kostenvoranschlag für das von Dir gewählte Modell.
FlixTipp
Du bist an einem Sauerstoffgerät interessiert und möchtest Dich von Experten beraten lassen? AERICON Medizintechnik ist seit vielen Jahren Experte auf diesem Gebiet und Dein Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema mobile und stationäre Sauerstoffgeräte zur Sauerstofflangzeittherapie. Die Fachexperten erreichst Du unter 02838 9109570 oder info@aericon.de.
Hilfsmittelantrag einreichen
Der Kostenvoranschlag des Sanitätshauses wird gemeinsam mit Deinen medizinischen Unterlagen und dem Hilfsmittelantrag bei Deiner Krankenkasse eingereicht. Häufig übernimmt diesen Schritt das Sanitätshaus für Dich.
Anschließend prüft die Krankenkasse den Antrag und meldet sich anschließend mit einer Entscheidung. Wird der Antrag genehmigt, kannst Du Dein mobiles Sauerstoffgerät schon kurze Zeit später in Deinem Sanitätshaus in Empfang nehmen.
Beachte: Für ein mobiles Sauerstoffgerät auf Rezept leistest Du eine Zuzahlung - diese beträgt in der Regel 10 Prozent der Kosten, mindestens 5 und maximal 10 Euro. Wenn Du ein Gerät erhältst, welches über die medizinische Notwendigkeit hinausgeht, kannst Du einen Teil der Kosten dennoch von der Krankenkasse übernehmen lassen und den restlichen Betrag als wirtschaftliche Aufzahlung selbst übernehmen.
Lehnt die Krankenkasse Deinen Hilfsmittelantrag ab, kannst Du Widerspruch gegen diese Entscheidung einlegen.
Gut zu wissen
Für den Betrieb von Sauerstoffgeräten fallen Stromkosten an. Bei stationären Geräten durch den direkten Stromanschluss, bei mobilen Geräten durch das Aufladen der Akkus. Du kannst Dir einen Teil der Energiekosten für den Betrieb des Hilfsmittels von Deiner Krankenkasse erstatten lassen. Das ist sogar gesetzlich in § 33 Abs.1 S1 SGB 5 geregelt. Wie das funktioniert und welche Voraussetzungen Du erfüllen musst, kannst Du in unserem Blogbeitrag „Werden Stromkosten durch die Krankenkasse erstattet? " (am Beispiel eines Elektrorollstuhls) lesen.
Hilfsmittelantrag abgelehnt: So legst Du Widerspruch ein
Es kann vorkommen, dass Deine Krankenkasse den Hilfsmittelantrag ablehnt. Bei mobilen, tragbaren Sauerstoffgeräten ist die Begründung häufig, dass ein stationäres Gerät ausreichend und aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoller wäre. Dies kann für Dich als betroffene Person jedoch dazu führen, dass Du im sozialen Leben oder bei der Erledigung von Dingen außerhalb der eigenen vier Wände eingeschränkt bist.
Wenn Du den Ablehnungsbescheid erhalten hast, hast Du in der Regel einen Monat Zeit, um Widerspruch einzulegen. Lege der Krankenkasse eine detaillierte Begründung für die Notwendigkeit des mobilen Sauerstoffgerätes vor. Dabei solltest Du zum Beispiel auf folgende Fragen eingehen:
- Warum reicht ein stationäres Sauerstoffgerät für Dich nicht aus?
- Welche Wege musst Du täglich zurücklegen, um Deinen Alltag zu bestreiten?
- Welche Einschränkungen hast Du ohne ein mobiles Sauerstoffgerät?
Ergänze Deine Begründungen durch die Einschätzung Deines behandelnden Arztes. Dieser sollte sich unter anderem zu Deinem Mobilitätsbedarf, zum Sauerstoffbedarf unter Belastung und noch einmal zur medizinischen Notwendigkeit eines tragbaren, mobilen Sauerstoffgerätes äußern. Reiche gegebenenfalls auch noch weitere Untersuchungsergebnisse (z. B. Belastungstests, Reha-Berichte, Dokumentation der Sauerstoffsättigung unter Belastung) ein, sofern dies beim ersten Antrag nicht geschehen ist.
In vielen Fällen werden Hilfsmittelanträge nach einem ausführlichen und plausibel begründeten Widerspruch im zweiten Anlauf bewilligt.
Rechtlicher Hintergrund
Wichtig zu wissen ist, dass es sozialgerichtliche Entscheidungen gibt, die klarstellen, dass eine Versorgung mit Sauerstoff nicht nur das reine Überleben sichern darf, sondern den Betroffenen auch eine möglichst selbstständige Lebensführung ermöglichen soll.
Besonders relevant ist ein Beschluss des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen (LSG NRW, Az. L 5 KR 414/14 B ER). In dem Fall ging es um eine 87-jährige Patientin mit schwerer Lungenerkrankung, die dauerhaft auf Sauerstoff angewiesen war. Die Krankenkasse hatte zwar bereits ein stationäres Gerät sowie eine mobile Versorgung bewilligt – das mobile System wog jedoch rund 6 Kilogramm und war für die Patientin praktisch nicht nutzbar. Sie beantragte deshalb ein deutlich leichteres tragbares Sauerstoffgerät mit etwa 2 Kilogramm Gewicht.
Das Gericht entschied hierbei, dass Mobilität zu den Grundbedürfnissen des täglichen Lebens gehöre, Versicherte ihre Wohnung verlassen können müssen, um Besorgungen zu erledigen und dass ein Sauerstoffgerät nur dann ausreichend ist, wenn es für die Patienten auch tatsächlich nutzbar ist. Das LSG NRW verpflichtete die Krankenkasse dazu, die Versorgung mit einem leichteren und mobilen Sauerstoffgerät vorläufig zu übernehmen. Dabei ging es nicht darum, dass die Patienten einfach nur mehr Komfort wünschte, sondern die konkrete Alltagstauglichkeit der Versorgung im Mittelpunkt stand.
Das bedeutet für Dich: Deine Krankenkasse darf nicht automatisch auf ein stationäres Gerät verweisen, wenn dadurch die notwendige Mobilität – also alltägliche Wege und soziale Teilhabe, unter Deinen körperlichen Voraussetzungen verloren geht. Gerade bei älteren oder körperlich eingeschränkten Menschen können Gewicht, Tragbarkeit und Reichweite des Geräts medizinisch relevant sein.
Tipps für Deinen Alltag mit mobilem Sauerstoffgerät
Wenn Du das tragbare Sauerstoffgerät von Deiner Krankenkasse erhalten hast, ist der wichtigste Schritt bereits getan. Damit Du möglichst lange und viel im Alltag davon profitierst, gibt es ein paar Praxis-Tipps für Deinen Alltag mit dem mobilen Sauerstoffgerät.
Akkulaufzeit beachten
Beachte, dass die Akkulaufzeit bei einem mobilen Sauerstoffgerät von mehreren Faktoren abhängt und nicht immer die maximale Laufzeit erreicht wird. Einfluss nehmen unter anderem:
- die eingestelle Sauerstoffmenge
- die Art der Nutzung - Demand- oder Dauerflow
- das Alter und der Zustand des Akkus
- die Umgebungstemperatur
Plane vor allem bei längeren Ausflügen ausreichend Reserven ein, damit Du auf jeden Fall jederzeit mit Sauerstoff versorgt bist. Nimm also lieber noch weitere Ersatzakkus mit.
Auf Defekte vorbereitet sein
Auch wenn mobile Sauerstoffgeräte selten Defekte aufweisen, kann dies jederzeit passieren – selbst die beste Technik kann einmal versagen. Deshalb solltest Du auf diese Situationen vorbereitet sein:
- Halte einen Ersatzakku parat, falls Deiner kaputt gehen sollte.
- Nimm eine Ersatz-Nasenbrille oder -Maske mit.
- Packe einen zusätzlichen Sauerstoffschlauch ein.
- Habe stets wichtige Kontaktdaten zum Beispiel von Deinem Sanitätshaus oder dem Hersteller dabei.
- Auch private Notfallkontakte solltest Du notiert haben, damit Dich im Zweifel jemand abholen bzw. Dir aushelfen kann.
Viele Versorger bieten einen technischen Notdienst an, der Dich bei Problemen mit Deinem Gerät unterstützt.
Häufige Probleme mit mobilen Sauerstoffgeräten und mögliche Lösungen
| Problem | Mögliche Ursache | Was hilft? |
| Gerät piept | Akku leer oder technische Störung | Akku prüfen und Hinweise in Bedienungsanleitung beachten |
| Sauerstoffsättigung sinkt | Sauerstoffbedarf verändert oder Gerät falsch eingestellt | Arzt oder Versorger kontaktieren |
| Demand-System reagiert nicht zuverlässig | Flache Atmung oder Mundatmung | Ärztlich prüfen lassen, ob ein Dauerflow erforderlich ist |
| Kurze Akkulaufzeit | Alter Akku oder hohe Einstellung | Akku technisch überprüfen lassen |
| Druckstellen an den Ohren | Nasenbrille sitzt zu eng | Polster oder alternative Halterungen nutzen |
Autofahren und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel
Auch unterschiedliche Verkehrsmittel kannst Du mit Deinem mobilen Sauerstoffgerät nutzen. Beachte dabei zu Deiner Sicherheit jedoch folgende Dinge:
- Befestige das Gerät stets sicher.
- Achte darauf, dass Luftauslässe nicht blockiert sind.
- Prüfe den Akkustand vor längeren Fahrten und führe einen Ersatzakku mit.
Reisen unternehmen
Nicht nur kleinere Ausflüge, sondern auch große Reisen kannst Du dank Deines tragbaren Sauerstoffgerätes planen. Vor dem Reisebeginn solltest Du Dir in jedem Fall folgende Fragen stellen, um bestens vorbereitet zu sein:
- Reicht die Akkukapazität für den gesamten Zeitraum?
- Gibt es unterwegs Lademöglichkeiten für Deinen Akku?
- Ist Dein Gerät für Flugreisen zugelassen?
- Benötigst Du eine ärztliche Bescheinigung zu Deiner Reisetauglichkeit?
Besonders wenn Du eine Flugreise planst, solltest Du frühzeitig planen. Viele Flugreisen verlangen, dass Du ihnen bereits Tage oder Wochen vor Deinem Flug Informationen zu Deinem Sauerstoffgerät zukommen lässt. Da die Voraussetzungen je nach Fluggesellschaft variieren können, informiere Dich direkt bei dem Reiseanbieter über die Gegebenheiten.
Hygiene und Reinigung
Wenn Du Dein mobiles Sauerstoffgerät regelmäßig und gründlich reinigst, wirkt sich dies positiv auf die Lebensdauer des Gerätes aus. Außerdem kannst Du dadurch die Keimbelastung reduzieren. Beachte bei der Reinigung immer die Angaben des Herstellers. Typischerweise wird zum Beispiel empfohlen:
- Nasenbrille regelmäßig reinigen
- Filter kontrollieren und bei Bedarf nach Anleitung reinigen oder austauschen
- Gehäuse des Gerätes mit einem leicht feuchten Tuch abwischen
- Lüftungsschlitze zugunsten der Durchlässigkeit von Staub befreien
Lasse Dir von Deinem Versorger bzw. Sanitätshaus Informationen zu den Wartungsintervallen geben.
Sicherheitsvorkehrungen treffen
Auch wenn Sauerstoff selbst nicht brennt, solltest Du besonders im Umgang mit Feuer bzw. Hitze vorsichtig sein, da Sauerstoff Brände erheblich beschleunigen kann. Halte Dich an folgende Sicherheitsregeln:
- Rauche nicht und halte Abstand zu anderen rauchenden Menschen.
- Halte Abstand zu offenem Feuer.
- Meide Kerzen, Gasherde oder Feuerstellen.
- Setze Dein Sauerstoffgerät nicht zu lange direkter Sonneneinstrahlung aus.
- Verwende keine fett- oder ölhaltigen Produkte an dem Gerät.
Unterstützung im Alltag suchen
Du musst die Herausforderungen im Alltag nicht alleine bewältigen. Es gibt viele Unterstützungsangebote, unter anderem:
- Lungensportgruppen
- Selbsthilfegruppen
- Reha-Maßnahmen
- Beratungsangebote von Vereinen, Sanitätshäusern oder anderen Anbietern
- Schulungen zur Sauerstofftherapie
Entscheide selbst oder mit Unterstützung Deines Arztes, welche Angebote für Dich sinnvoll sein können.
Fazit
Wer von einem Sauerstoffmangel betroffen ist, kann durch ein Sauerstoffgerät neue Lebensqualität zurückgewinnen. Gerade mobile Sauerstoffgeräte haben den großen Vorteil, dass sie einfach mitgenommen werden können und die Versorgung unterwegs gewährleistet ist. Um ein tragbares Sauerstoffgerät auf Rezept zu erhalten, ist eine Verordnung von Deinem Arzt notwendig. Für die Verordnung sind insbesondere die Ergebnisse der Blutgasanalyse sowie die Einschätzung des Pneumologen entscheidend. Wird ein mobiles Sauerstoffgerät von der Krankenkasse zunächst abgelehnt, kann sich ein Widerspruch lohnen – vor allem dann, wenn die Mobilität im Alltag ohne das Gerät deutlich eingeschränkt wäre.
FAQ
Ein mobiles Sauerstoffgerät versorgt Deinen Körper über eine Nasenbrille oder Atemmaske mit zusätzlichem Sauerstoff. Mobile Sauerstoffkonzentratoren gewinnen diesen aus der Umgebungsluft und Flüssigsauerstoff-Systeme greifen auf gespeicherten Sauerstoff zurück. Die Abgabe erfolgt je nach Gerät kontinuierlich (Dauerflow) oder mit jedem Einatmen (Demand-System).
Du benötigst ein mobiles Sauerstoffgerät, wenn Du unter einer chronischen Unterversorgung mit Sauerstoff leidest, und auch außerhalb Deiner Wohnung auf zusätzlichen Sauerstoff angewiesen bist. Häufige medizinische Ursachen sind COPD, Lungenfibrose und andere schwere Lungenerkrankungen.
Ein mobiles Sauerstoffgerät kostet je nach Modell und Ausstattung meist zwischen 2.000 und 6.000 Euro. Zusätzliche Akkus können weitere 200 bis 800 Euro kosten. Liegt eine ärztliche Verordnung vor und ist die Sauerstofftherapie medizinisch notwendig, übernimmt die Krankenkasse die Kosten in der Regel ganz oder teilweise.
Ein mobiles Sauerstoffgerät wiegt je nach Modell meist zwischen 2 und 5 kg.
Wie man ein mobiles Sauerstoffgerät befüllt, hängt vom verwendeten System ab. Mobile Sauerstoffkonzentratoren müssen nicht befüllt werden, da sie Sauerstoff aus der Umgebungsluft gewinnen. Bei Flüssigsauerstoff-Systemen wird das mobile Gerät regelmäßig aus einem stationären Vorratsbehälter bei Dir zuhause befüllt.
Ein mobiles Sauerstoffgerät erhältst Du nach ärztlicher Verordnung über ein Sanitätshaus oder einen spezialisierten Sauerstoffversorger. Das Fachpersonal übernimmt die Einweisung und in der Regel auch die Wartung.
Grundsätzlich kann auch Dein Hausarzt ein mobiles Sauerstoffgerät verordnen. Normalerweise erfolgt die Diagnostik und Verordnung jedoch meist durch einen Pneumologen, also einen Lungenfacharzt, da für die Sauerstofftherapie spezielle Untersuchungen wie eine Blutgasanalyse erforderlich sind.
Die Krankenkasse zahlt ein mobiles Sauerstoffgerät, wenn eine medizinische Notwendigkeit für eine Langzeit-Sauerstofftherapie besteht. Grundlage sind in der Regel die Ergebnisse Deiner Blutgasanalyse sowie die ärztliche Verordnung durch einen Pneumologen.
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109 Kommentare
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Hallo Werner,
vielen Dank für Deinen Kommentar. Es tut uns Leid, dass Dir ein mobiles Sauerstoffgerät verweigert wurde.Wir empfehlen Dir, Kontakt zu unserem Kooperationspartner AERICON Medizintechnik aufzunehmen. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren Experte auf dem Gebiet der Sauerstoffgeräte und Dein Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema. Die Fachexperten erreichst Du unter 02838 9109570 oder info@aericon.de.Wir wünschen Dir alles Gute.
Herzliche Grüße aus Hamminkeln
Dein ergoflix-Team
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Hallo. Mein Hausarzt sagte mir, das er kein Gerät verordnen kann, obwohl ich regelmäßig ein test bei ihm mache, und die Studie begleite. Meine copd wird ja nicht besser, und ich habe schon Schlafmangel, da ich wach werde wegen Luftnot, die Lebensqualität ist bei mir am Ende.
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Hallo,
danke für Deine Nachricht. Nimm am besten Kontakt zu unserem Kooperationspartner AERICON Medizintechnik auf. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren Experte auf dem Gebiet der Sauerstoffgeräte und Dein Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema. Die Fachexperten erreichst Du unter 02838 9109570 oder info@aericon.de.
Wir hoffen, dass wir Dir damit weiterhelfen konnten.
Herzliche Grüße aus Hamminkeln
Dein ergoflix-Team
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Ich bin mit flüssigsauerstoff seid 1 Jahr sitze im Rollstuhl 90% schwerbehindert mein Lieferant tauscht die verlängerungsschläuche 6m nicht aus mit rollstuhl muss ich über Verlängerung rumpeln zudem verdreht sich der Schlauch ständig hatte schon 2 Unfälle. Habe gelesen es gibt silikonschläuche die sich nicht verdrehen und auch am Boden liegen bleiben .bezahlt sowas die Kasse nicht oder will mit der Lieferant eine passende Möglichkeit nicht anbieten? lg diana
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Hallo Diana,
nimm am besten Kontakt zu unserem Kooperationspartner AERICON Medizintechnik auf. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren Experte auf dem Gebiet der Sauerstoffgeräte und Dein Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema. Die Fachexperten erreichst Du unter 02838 9109570 oder info@aericon.de.
Wir hoffen, dass wir Dir damit weiterhelfen konnten.Herzliche Grüße aus Hamminkeln
Dein ergoflix-Team
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Danke für diesen tollen Artikel.Es würde mir dadurch sehr geholfen.Jetzt kann ich den nächsten Schritt machen und mir ein Sauerstoffgerät holen.Vielen Dank Renate
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Hallo Renate,
vielen Dnak für Deinen Kommentar. Wir freuen uns sehr, dass wir Dir weiterhelfen konnten und wünschen Dir alles Gute für Deine Zukunft!Herzliche Grüße aus Hamminkeln
Dein ergoflix-Team
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Sehr gut geschrieben, hat meine Fragen beantwortet und mir weiter geholfen. Danke
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Hallo Renate,
vielen Dank für Dein Feedback. Wir freuen uns, dass Dir unser Blogbeitrag weitergeholfen hat:Herzliche Grüße aus Hamminkeln
Dein ergoflix-Team
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Mein jüngster Lufa verweigert mir ein mobiles mit Akku, er hat mir flüssisauerstoff verschrieben, damit bin ich fast ans Haus gebunden, die Ärzte die ich besuchen muss sind alle mindestens 10-17 Minuten mit den Zug weg. Das reicht mir die Flasche flüssig Sauerstoff nicht bis nach Hause.