Was ist Arthrose? Erfahre mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung!

Das Bild zeigt den Unterkörper eines Mannes, während ein Arzt sein Knie abtastet.

Du hast steife Gelenke direkt nach dem Aufstehen, knirschende Knie bei der Gartenarbeit oder Hüftschmerzen beim Treppensteigen? Diese Symptome deuten oft auf die Diagnose Arthrose hin. Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung weltweit und betrifft vor allem stark belastete Gelenke wie Knie und Hüfte. Durch den fortschreitenden Knorpelabbau können Schmerzen, Steifigkeit und Bewegungseinschränkungen entstehen – doch der Verlauf lässt sich häufig positiv beeinflussen. Mit der richtigen Kombination aus Bewegung, Physiotherapie, medizinischer Behandlung und passenden Hilfsmitteln bleiben viele Betroffene lange mobil. In diesem Beitrag erfährst Du, wie Arthrose entsteht, welche Symptome typisch sind und welche Möglichkeiten es gibt, den Alltag trotz Gelenkverschleiß aktiv zu gestalten.

Das Wichtigste in Kürze
• Arthrose ist eine Gelenkerkrankung, bei der es zu einem fortschreitenden Knorpelabbau und Knochenschäden kommt.
• Typische Symptome der Arthrose sind bewegungsabhängige Gelenkschmerzen, ein Anlaufschmerz nach Ruhephasen sowie eine zunehmende Bewegungseinschränkung.
• Bei fortgeschrittener Arthrose kann ein (faltbarer) Rollstuhl die Mobilität und Bewältigung des Alltags der Betroffenen unterstützen.

Was ist Arthrose?

Arthrose ist die weltweit am weitesten verbreitete Gelenkerkrankung (Quelle: Robert-Koch-Institut). Dabei kommt es zu einer Schädigung des Gelenkknorpels und dessen langsam fortschreitenden Abbau, wodurch im fortgeschrittenen Stadium Knochen auf Knochen reiben kann. Diese Veränderungen können Schmerzen verursachen und die Beweglichkeit stark einschränken.

Arthrose ist eine degenerative, also nicht entzündliche, Gelenkerkrankung, bei der mechanische, biologische und entzündliche Prozesse zusammenwirken. Häufig tritt parallel zum Knorpelschaden eine Entzündung der Gelenkinnenhaut auf. Diese sogenannte Synovitis kann die Schmerzen verstärken und das Gelenk weiter beeinträchtigen.

Welche Arten von Arthrose gibt es?

Eine Arthrose kann sich in jedem Gelenk bilden, weshalb es viele verschiedene Arthrose-Arten gibt. Am häufigsten sind jedoch die großen Gelenke betroffen, die mechanisch am stärksten beansprucht werden.

Zu den häufigsten Arthroseformen zählen unter anderem die Gonarthrose (Kniearthrose) und die Koxarthrose (Hüftarthrose). Weitere häufig von Arthrose betroffene Gelenke sind:

  • STT-Arthrose (Handgelenk): Tritt zwischen dem Kahnbein und dem Vieleckbein auf, genauer: Scaphoid, Trapezium, Trapezoid.
  • Hallux rigidus (Großzehengelenk): Beschreibt die Arthrose im Großzehengrundgelenk.
  • Omarthrose (Schultergelenk): Entsteht oft aus alten Verletzungen oder Vorerkrankungen.
  • Spondylarthrose (Facettengelenksarthrose): Betrifft die kleinen Wirbelgelenke im Rücken.
  • Fingergelenk-Arthrose: Arthrose in den Fingergelenken wird nach dem jeweils betroffenen Gelenk benannt. Entweder Daumensattelgelenk (Rhizarthrose), Mittelgelenk (Bouchard-Arthrose) oder Endgelenk (Heberden-Arthrose).
Gut zu wissen:
Häufig gibt es nicht eine einzige Ursache für Arthrose, sondern eine komplexe Vernetzung unterschiedlicher Einflüsse, die den schleichenden Verschleiß gemeinsam begünstigen.

Während die oben genannten Ursachen häufig relativ leicht zu erkennen sind, gibt es auch Ursachen für Arthrose, die teilweise erst später erkannt werden. Dazu gehören:

Erbliche Faktoren: Erbfaktoren haben einen maßgeblichen Anteil an der Krankheitsentstehung. Bereits während der embryonalen Bildungsphase des Bewegungsapparates können genetische Defizite die Beschaffenheit des Knorpels oder die anatomische Form der Gelenke ungünstig beeinflussen.

Fehl- oder Überbelastung: Äußere Faktoren, welche die Gelenke übermäßig belasten, beispielsweise bestimmte Sportarten, Adipositas sowie harte körperliche Arbeit, beschleunigen den Knorpelabbau signifikant. Eine individuelle Gewebeschwäche verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Hinzu kommen strukturelle Vorschäden, welche die natürliche Mechanik des Gelenks nachhaltig beeinträchtigen. Darunter zählen Verletzungen des Bewegungsapparates wie Knochenbrüche sowie Fehlstellungen.

Entzündliche Vorerkrankungen: Eine Arthrose kann auch das Resultat chronischer Entzündungsprozesse sein. Wiederholte Entzündungen, beispielsweise bei Gicht, können langfristig den Gelenkknorpel schädigen. Da hierbei die Zerstörung des Gelenks nicht primär durch Alterung, sondern als Folgeerscheinung einer Entzündung auftritt, spricht die Medizin von einer sekundären Arthrose-Form.

Arthrose-Symptome erkennen

Einige Menschen bemerken erst einmal gar nicht, dass sie überhaupt Arthrose haben, denn diese entwickelt sich oft langsam. Um die Krankheit zu erkennen, ist es daher wichtig, kleinste Veränderungen richtig zu deuten, auch wenn diese zunächst harmlos erscheinen.

Gängige Schmerzformen im Anfangsstadium einer Arthrose:

  • Morgendlicher Anlaufschmerz: Tritt nach dem Aufstehen oder Ruhephasen auf.
  • Belastungsschmerz: Tritt direkt bei oder unmittelbar nach einer mechanischen Beanspruchung, wie z. B. langem Stehen oder Treppensteigen, auf.
  • Ermüdungsschmerz: Tritt eher am Ende des Tages auf, bedingt durch alltägliche Dauerbelastung wie z. B. nach dem Wandern.

Ist die Arthrose weit vorangeschritten, wandelt sich der anfängliche Belastungsschmerz in einen chronischen Dauerschmerz, der Betroffene auch in Ruhephasen belastet. Meistens lässt sich dieser Schmerz exakt im jeweiligen Gelenk lokalisieren. Eine Ausnahme bildet die Hüftarthrose: Die dort entstehenden Beschwerden machen sich oft in der Leiste bemerkbar und strahlen von dort teilweise bis in das Knie oder das Gesäß aus.

  • Ruhe- und Nachtschmerz: Tritt im fortgeschrittenen Stadium, ohne Bewegung z. B. beim Schlafen in der Nacht, auf.

Mit folgenden Arthrose-Symptomen kannst Du bei einer Erkrankung rechnen:

Steifheit

Ein charakteristisches Symptom der Arthrose ist die Anlauf- oder Startsteifigkeit, die nach längeren Ruhephasen auftritt. Dabei fühlt sich das betroffene Gelenk steif an und kann blockieren. Durch sanfte Bewegung „schmiert" sich das Gelenk wieder und diese Blockade löst sich schnell wieder auf.

Schwellung der Gelenke

Auch eine Schwellung des Gelenks kann ein Symptom bei Arthrose sein. Anders als bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, fühlen sich die betroffenen Stellen meist fest an und strahlen keine auffällige Hitze aus. Allerdings reagiert der Gelenkspalt oft empfindlich auf Druck. Speziell bei der Handarthrose führt der Verschleiß zudem oft zu einer sichtbaren Veränderung: An den Fingergelenken bilden sich markante, harte Knötchen, die sogenannten Heberden-Knoten.

Bewegungseinschränkungen

Der Verlust der Beweglichkeit zeigt sich oft zuerst bei alltäglichen Gewohnheiten. Wer unter einer Hüft- oder Kniearthrose leidet, empfindet plötzlich das Ein- und Aussteigen aus dem Auto oder das Hocken bei der Gartenarbeit als mühsam. Betrifft der Verschleiß die Schulter, wird zum Beispiel der Griff nach dem Sicherheitsgurt oder das Anziehen des T-Shirts zur schmerzhaften Herausforderung. Um dem Schmerz zu entgehen, nehmen viele Betroffene unbewusst eine Schonhaltung ein. Das Problem dabei: Die Muskulatur verkümmert und das ohnehin geschwächte Gelenk verliert noch mehr Stabilität.

Reibegeräusche

Abseits der Schmerzen bringt eine Arthrose weitere Begleiterscheinungen mit sich. So kann ein Knorpelschwund hörbare Reibegeräusche oder ein Knacken verursachen. Dies kann jedoch auch bei gesunden Gelenken vorkommen, kläre dieses Symptom mit Deinem Arzt ab.

Knochensporne

Spürbar sind bei Arthrose oft körpereigene Reparaturversuche: Der Knochen bildet am Rand kleine Ausläufer (Knochensporne), um den Druck besser zu verteilen. Diese können jedoch wiederum die Bewegung blockieren oder auf Nerven drücken.

Entzündungsschub

Zudem kommt es immer wieder zu entzündlichen Schüben, bei denen das Gelenk anschwillt, pocht oder heiß wird.

Gut zu wissen:
Langfristig kann sich bei einer Arthrose-Diagnose sogar die Körperstatik verändern. Es drohen Fehlstellungen wie O- oder X-Beine bei einer Kniearthrose sowie eine scheinbare Verkürzung des Beins bei einer Hüftarthrose.

Wie wird die Diagnose Arthrose festgestellt?

Eine frühzeitige Diagnose der Arthrose ist entscheidend, um den Knorpelverschleiß rechtzeitig zu stoppen und die Gelenkfunktion zu erhalten. Da viele Erkrankungen ähnliche Gelenkschmerzen verursachen, nutzt der Arzt ein gezieltes Ausschlussverfahren.

Hast Du den Verdacht, unter Arthrose zu leiden, solltest Du Dich in jedem Fall an einen Arzt wenden. Du kannst Dich zunächst an Deinen Hausarzt wenden, der Dich an einen Spezialisten überweisen wird. Alternativ kannst Du Dich auch direkt bei einem Orthopäden vorstellen. Orthopäden sind die primär verantwortlichen Fachärzte für Erkrankungen rund um Gelenke und den Bewegungsapparat.

Um die Diagnose Arthrose gesichert zu stellen, werden in der Regel mehrere Untersuchungsverfahren angewendet:

  1. Anamnese: Am Anfang jeder Diagnose steht die gezielte Befragung. Der Arzt erfasst hierbei Schmerzart, Auslöser und welche Einschränkungen dadurch bereits im Alltag bestehen. Bewertet werden die abgefragten Faktoren auf der VAS (visuelle Analogskala) von 0 (= keine) bis 10 (= größte) Schmerzen.
  2. Körperliche Untersuchung: Der Arzt überprüft Beweglichkeit, Stabilität und Druckschmerz durch Abtasten und Funktionstests.
  3. Röntgen/Ultraschall: Röntgenaufnahmen zeigen zuverlässig Gelenkspaltverengungen und Knochenveränderungen. Der Gelenkultraschall (Sonographie) hilft bei der Beurteilung von Weichteilen und Gelenkergüssen. Teilweise kann ergänzend ein MRT zum Einsatz kommen.

Wie wird Arthrose behandelt?

Da Knorpelgewebe schlecht durchblutet ist und sich daher kaum selbst regenerieren kann, gilt Arthrose nach klassischem medizinischen Verständnis derzeit als nicht heilbar. Die Behandlung zielt daher primär auf den Erhalt der Restsubstanz ab und setzt direkt an den Ursachen des Gelenkverschleißes an.

Da die Erkrankung wechselhaft verläuft, stimmen die Fachärzte ein individuelles Programm ab, das physikalische, medikamentöse und operative Maßnahmen flexibel miteinander kombiniert, um Schmerzen zu lindern und die Selbstständigkeit zu bewahren.

Eigenständige Maßnahmen

Ziel der Arthrose-Therapie ist es, den noch vorhandenen Restknorpel zu sichern, Schmerzen zu reduzieren und die Mobilität zu bewahren. Als betroffene Person kannst Du in Deinem Alltag selbst bereits Positives bewirken – in Absprache mit Ärzten und Therapeuten.

Neben der Gewichtsoptimierung bei Übergewicht und gelenkschonendem Sport wie Schwimmen oder Radfahren bildet auch der gezielte Muskelaufbau eine wichtige Säule, um Bewegungsabläufe zu verbessern.

Unterstützend kannst Du in Absprache mit Deinem Arzt auch folgende Tipps anwenden:

  • Im Ruhezustand: Wärme, Bäder, Infrarotlicht und Moor-Packungen zur Entspannung
  • Bei akuter Entzündung (aktivierte Arthrose): Kälteanwendungen (Kryotherapie) und temporäre Ruhigstellung

Physiotherapie

Physiotherapie ist eine besonders häufig angewendete Behandlungsform bei Arthrose. Unsere Expertin und Physiotherapeutin Mira Hewing erklärt, wie Physiotherapie als Behandlungsform bei Arthrose eingesetzt wird:

„Die wirksamste physiotherapeutische Behandlung bei Arthrose besteht meist aus einer Kombination aus Krafttraining, Beweglichkeitstraining und funktionellen Übungen. Besonders gut untersucht ist Krafttraining, da eine kräftige Muskulatur die Gelenke entlasten und Schmerzen reduzieren kann. Zusätzlich spielen Koordination, Gleichgewicht und alltagsnahe Bewegungsabläufe eine wichtige Rolle, um die Belastbarkeit langfristig zu verbessern. Passive Maßnahmen wie Wärme, Massage oder manuelle Techniken können ergänzend sinnvoll sein. Langfristig entscheidend bleibt jedoch die aktive Mitarbeit der Patient*innen. Ein häufiges Missverständnis ist, dass Arthrose automatisch bedeutet, sich weniger bewegen zu dürfen. In der Physiotherapie gilt eher: Das Gelenk will bewegt, nicht geschont werden.“

Auch die Häufigkeit der Behandlungen spielt eine wichtige Rolle, wie die Expertin weiter ausführt: „Zu Beginn kann Physiotherapie ein- bis zweimal pro Woche sinnvoll sein, um Beschwerden zu reduzieren, Übungen zu erlernen und die Belastung individuell anzupassen. Langfristig ist jedoch vor allem die regelmäßige, eigenständige Bewegung entscheidend. Der größte Therapieeffekt entsteht meist nicht durch einzelne Behandlungseinheiten, sondern durch Kontinuität im Alltag.“

Medikamentöse Maßnahmen

Medikamente können dabei helfen, die Symptome der Arthrose effektiv einzudämmen, die Gelenkfunktion wieder herzustellen und so die Alltagsmobilität zu sichern. Die medikamentöse Behandlung kann zum Beispiel aus folgenden Mitteln bestehen:

  • Orale Wirkstoffe in Tablettenform: Einfache Schmerzmittel bieten oft eine gute Basis. Bei akuten Gelenkreizungen kommen nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen zum Einsatz, die gleichzeitig schmerzstillend und antientzündlich wirken.
  • Topische Anwendungen: Als verträglichere Alternative zu Tabletten können NSAR auch lokal in Form von schmerzlindernden Salben, Cremes oder Pflastern direkt auf das betroffene Gelenk aufgetragen werden, wodurch der Organismus geschont wird.
  • Injektionstherapien: Bei dieser Therapieform werden Wirkstoffe direkt in oder an dem betroffenen Gelenk gespritzt, dabei unterscheidet man:
    • Cortison: Bietet rasche und hocheffektive Hilfe im akuten Entzündungsstadium (aktivierte Arthrose), darf wegen potenzieller Gewebeschäden aber nur begrenzt eingesetzt werden.
    • Hyaluronsäure: Wirkt als künstliche Gelenkschmiere direkt im Gelenkspalt. Sie kann die Reibung reduzieren und als natürlicher Stoßdämpfer dienen. Die Wirksamkeit ist umstritten und viele Leitlinien sehen nur einen begrenzten oder keinen klaren Nutzen.
  • Knorpelschutz (Chondroitin): Als körpereigener Baustein zielt Chondroitinsulfat darauf ab, Schmerzen zu lindern und den Knorpelabbau zu verlangsamen. Die wissenschaftliche Studienlage hierzu ist umstritten und eine Wirkung nicht eindeutig belegt.
FlixTipp:
Die Einnahme und Anwendung der oben genannten Medikamente solltest Du immer vorab mit Deinem behandelnden Arzt besprechen.

Komplementärmedizinische Maßnahmen

Solltest Du alternative Heilverfahren in Betracht ziehen, empfiehlt sich die gezielte Betreuung durch qualifizierte Fachtherapeuten. Zudem sollte jede komplementärmedizinische Maßnahme stets mit Deinem behandelnden Arzt abgesprochen werden, um die Gesamttherapie sicher aufeinander abzustimmen.

  • Pflanzenheilkunde (Phytotherapie): Aus der Pflanzenheilkunde und der orthomolekularen Medizin, welche vor allem auf der gezielten Einnahme von Mikronährstoffen basiert, gibt es einige Möglichkeiten zur sanften Behandlung. Weidenrinde und Teufelskralle können bei regelmäßiger Einnahme die Schmerzen lindern. Arnika und Beinwell können als Salben ebenfalls gegen die Beschwerden wirken.
  • Akupunktur: Bei dieser Behandlung werden feine Nadeln an festgelegten Körperpunkten gesetzt. Diese Art der chinesischen Medizin kann eine Schmerzreduktion bringen.
  • Magnetfeldtherapie: Bei der Magnetfeldtherapie werden die betroffenen Körperregionen schwachen pulsierenden Magnetfeldern ausgesetzt. Diese sollen die Durchblutung und Stoffwechselprozesse im Gewebe fördern sowie Schmerzen lindern.
Gut zu wissen:
Beachte, dass die wissenschaftliche Studienlage vor allem bei komplementärmedizinischen Maßnahmen häufig nicht eindeutig und die Wirksamkeit nicht sicher belegt ist. Sprich die Maßnahmen mit Deinen Therapeuten ab.

Operative Maßnahmen

Wenn die oben genannten Behandlungsmethoden nicht mehr ausreichen, kann eine Operation der Schlüssel zu einem schmerzfreien Leben sein. Die moderne Medizin unterscheidet dabei drei große Varianten:

  1. Gelenkerhalt (Früh- bis mittleres Stadium)
    • Lavage & Debridement (Chondroplastik): Diese Methode beinhaltet meist eine arthroskopische Spülung von Knorpelfasern und entzündeter Innenhaut sowie die operative Glättung rauer Knorpelflächen für mehr Mobilität und weniger Schmerz. Dieses Verfahren wird heute häufig nicht mehr empfohlen.
    • Korrekturosteotomie: Diese Operation bringt die Knochen bei Fehlstellungen wieder in die richtige Achse, reduziert die Belastung des geschädigten Knorpels und verlangsamt den Krankheitsverlauf.
    • Knorpeltransplantation: Bei diesem Eingriff wird gesundes Knorpelgewebe entnommen, im Labor vermehrt und nach wenigen Wochen wieder injiziert. Es handelt sich also um einen biologischen Wiederaufbau des Knorpels, welcher bei minimalem Knorpelschaden angewendet wird.
  2. Gelenkersatz (Endstadium)
    • Endoprothesen (Teil-/Vollkunstgelenke): Das Ersetzen des Gelenks ist in der Regel die letzte Option, wenn keine andere Behandlungsmöglichkeit anschlägt. Kommt häufig an Knie, Hüfte und Schulter zum Einsatz.
  3. Gelenkversteifung (Sonderfälle)
    • Arthrodese: Diese Option wird gewählt, wenn sich Gelenke nicht mit einem Kunstgelenk ersetzen lassen, wie beispielsweise das untere Sprunggelenk. Das Verfahren schaltet den Arthroseschmerz effektiv aus, jedoch geht die natürliche Beweglichkeit des Gelenks verloren.

Arthrose vorbeugen: Was kann ich selbst tun?

Auch wenn Arthrose nicht immer vollständig verhindert werden kann, kannst Du das Risiko durch gezielte Maßnahmen senken.

„Besonders wichtig sind regelmäßige Bewegung, ein gesundes Körpergewicht und eine gut trainierte Muskulatur. Gelenke benötigen Belastung, allerdings in einem sinnvollen Maß: Zu wenig Bewegung kann den Knorpelstoffwechsel verschlechtern, während dauerhafte Überlastung Beschwerden begünstigen kann“, erklärt die Physiotherapeutin Mira Hewing.

Bewegung

Das beste Rezept für gesunde Gelenke klingt simpel, bewirkt aber vieles: Bewegung! Perfekt geeignet sind Sportarten, die die Gelenke in Schwung bringen, ohne sie durch harte Stöße zu überlasten. Dazu gehören Radfahren, Schwimmen, flaches Wandern, Tanzen oder Wassergymnastik. „Auch Krafttraining und Alltagsbewegung helfen dabei, Gelenke zu stabilisieren und Belastungen besser zu verteilen", weiß unsere Expertin Mira Hewing. „Auch nach Verletzungen oder Operationen ist eine gezielte Rehabilitation entscheidend, um spätere Fehlbelastungen zu vermeiden. Ein wichtiger Grundsatz in der Physiotherapie lautet: Bewegung ist Ernährung für das Gelenk.“

FlixTipp:
Plane Dein individuelles Aktivprogramm am besten gemeinsam mit Deinem Arzt oder Physiotherapeuten, um alle individuellen Faktoren zu beachten und einen optimalen Leitfaden für Deine Bedürfnisse zu erhalten.

Gewichtsregulierung

Überflüssige Kilos belasten die Gelenke, wobei besonders die Knie unter dem permanenten Druck leiden. Wer Übergewicht abbaut und sein Gewicht dauerhaft stabil hält, nimmt spürbar die Last vom strapazierten Knorpel. Das ist eine der besten Maßnahmen, um den Gelenkverschleiß wirksam auszubremsen oder einer Arthrose vorzubeugen.

Gelenkschonung

Schwere körperliche Berufe und Sportarten mit abrupten Stopps oder extremen Kraftanstrengungen belasten die Gelenke teilweise enorm und sollten besser vermieden werden. Wie Du Dich stattdessen im Alltag gelenkschonend verhältst, zeigt Dir eine Physio- oder Ergotherapie. Dort lernst Du, wie Du Dich beim Sitzen, Tragen oder Heben schonend bewegst.

Wenn Du zusätzlich Probleme mit den Fingern oder Händen hast, kannst Du Dir die Arbeit in der Küche, im Haus und im Garten durch viele clevere Alltagshilfen erleichtern, zum Beispiel:

  • Ergonomische Dosen- und Flaschenöffner für Schraubverschlüsse
  • Greifzangen, um Gegenstände ohne Bücken oder festes Zugreifen aufzuheben
  • Ergonomische Küchenmesser und Scheren mit kraftsparenden Griffen
  • Hebelarmaturen an Waschbecken und Spüle statt Drehknäufe
  • Schlüssel-Drehhilfen zum leichteren Auf- und Zuschließen
  • Knöpfhilfen und Reißverschlussverlängerungen zum An- und Ausziehen
  • Langstielige Bürsten oder Besen für Reinigungs- und Gartenarbeiten

Fehlstellungen ausgleichen

Wenn die Füße oder Beinachsen nicht richtig ausgerichtet sind, hat das Auswirkungen auf den Bewegungsapparat. Fehlstellungen wie Platt-, Senk-, Knick- oder Spreizfüße sowie X- oder O-Beine verändern die natürliche Belastung von Knie- und Hüftgelenken. Diese Fehlbelastung kann den Gelenkverschleiß stark beschleunigen. Auch Beinlängendifferenzen können dazu führen, dass einzelne Gelenke dauerhaft stärker beansprucht werden. Solche Fehlstellungen lassen sich jedoch häufig gut behandeln. Maßgeschneiderte Schuheinlagen, spezielle Fußstützen oder orthopädische Schuhe können Druck von den Gelenken nehmen.

Hilfsmittel bei Arthrose

Bei Gelenkverschleiß lautet das Erfolgsrezept: in Bewegung bleiben, aber ohne schwere Kraftakte! Es gibt diverse praktische Arthrose-Hilfsmittel, die Deine Gelenke im Alltag erheblich entlasten und Dich so optimal unterstützen.

Bandagen & Orthesen

Bei manchen Arthrose-Arten können Bandagen und Orthesen Schmerzen lindern und das betroffene Gelenk durch Verbesserung der Stabilität entlasten.

Eine Bandage besteht meist aus elastischem Gewebe und wirkt primär durch Kompression. Sie massiert das Gewebe, wodurch die Durchblutung gefördert und die Muskulatur aktiviert wird und sorgt zudem für die Stabilisierung des Gelenks. Sie eignet sich besonders bei leichten bis moderaten Schmerzen oder in frühen Arthrose-Stadien.

Eine Orthese bietet durch festere Elemente wie Schienen, Gurte oder Gelenke eine stärkere Führung und Entlastung. Sie wirkt, indem die Last zum Teil auf die Orthese übertragen wird.  Eine Orthese begrenzt die Bewegung oder stellt die betroffene Stelle ruhig. Außerdem kann sie schiefe Gelenkachsen sanft korrigieren und die Extremität wieder gerade ausrichten. Der Clou dabei: Das Körpergewicht wird von den stark angegriffenen Knorpelflächen auf die noch fitteren Abschnitte umgeleitet. Dieses Prinzip der Lastenverschiebung ist das Erfolgsgeheimnis zum Beispiel von modernen Knieorthesen. Häufig werden Hand-, Sprunggelenk- und Knieorthesen aber auch Schulter- und Hüftorthesen sowie Orthesen für Rücken und Iliosakralgelenke verwendet.

Schuhwerk und Einlagen

Das passende Schuhwerk und individuell angepasste Einlegesohlen können vorrangig bei Arthrose-Arten in den unteren Körperpartien wie Knie, Hüfte und Füßen positive Effekte im Alltag oder bei längeren Ausflügen bewirken.

Speziell konstruierte Schuhe helfen dabei, den Druck von den betroffenen Gelenken zu nehmen, Stöße abzudämpfen und das Abrollen zu erleichtern. Auf dem Markt gibt es mittlerweile verschiedene Anbieter, die sich auf spezielle Schuhe für bestimmte Krankheitsbilder spezialisiert haben, gehe für eine Beratung am besten in einen Orthopädiefachhandel.

Eine weitere Möglichkeit der Unterstützung bieten maßgefertigte orthopädische Einlagen, die deutlich mehr Entlastung bieten als einfache Einlegesohlen. Je nach Behandlungsziel korrigieren sie Fehlstellungen, entlasten schmerzhafte Druckpunkte oder setzen sensomotorische Impulse zur Muskelaktivierung. Dieses zugrundeliegende Konzept bestimmt die Wirkung der Einlage.

Gehhilfen: Stützen & Rollatoren

Wenn das von Arthrose betroffene Knie oder die Hüfte beim Gehen schmerzen, können Gehhilfen oder Rollatoren eine enorme Unterstützung bieten. Das Hauptziel ist es, das betroffene Gelenk mechanisch zu entlasten, wodurch Schmerzen gelindert und Fehlhaltungen vorgebeugt werden. Auch die Sturzgefahr wird durch die stützenden Hilfsmittel verringert.

Der klassische Gehstock eignet sich bei leichter bis mittlerer Arthrose. Er kann helfen, betroffene oder steife Gelenke zu schonen sowie die Fortbewegung sicherer zu machen. Bei richtiger Anwendung – auf der gesunden Seite – wird die Belastung des betroffenen Gelenks deutlich reduziert. Reicht ein einfacher Gehstock für einen sicheren Gang nicht aus, bietet ein sogenannter Vierpunkt-Gehstock eine noch stabilere Alternative. Durch seine breite Basis bietet er maximale Standfestigkeit, ermöglicht die sichere Verlagerung des Körpergewichts und eignet sich auch für höheres Benutzergewicht.

Bei stärkeren Schmerzen und zur deutlichen Entlastung eines einzelnen Beins, zum Beispiel bei akuten Schüben, können sich Unterarmstützen als Hilfsmittel eignen. Wichtig hierbei ist es, auf die richtige Griffhöhe zu achten (der Ellenbogen sollte nur leicht gebeugt sein). Betrifft die Arthrose jedoch ebenfalls Handgelenke oder Hände, sollte auf spezielle Arthritis-Gehstützen zurückgegriffen werden. Der Arm wird in eine gepolsterte Schale gelegt und fixiert, was das Körpergewicht auf den gesamten Unterarm verteilt. Die schmerzenden Hände und Handgelenke bleiben nahezu druckfrei.

Möchtest Du trotz fortgeschrittenem Gelenkverschleiß im Unterkörper etwas längere Strecken zurücklegen, ist der Rollator vermutlich das geeignete Hilfsmittel für Dich. Er bietet Stabilität und Sicherheit bei ausgeprägter Gelenkinstabilität sowie zusätzlichem Schwindel- oder Sturzrisiko. Der Rollator ermöglicht ein flüssiges Gangbild, entlastet die Beine gleichmäßig und bietet durch die integrierte Sitzfläche die Möglichkeit für Ruhepausen. Auch bei den Rollatoren gibt es spezielle Modelle, wenn die Arthrose nicht nur die untere Körperhälfte, sondern auch Hand- oder Fingergelenke betrifft. Arthritis-Rollatoren verfügen statt über klassische Handgriffe über weich gepolsterte Unterarmauflagen und sind so konstruiert, dass das Körpergewicht von Händen, Handgelenken und Schultern genommen und direkt über die Unterarme gestützt wird. Zusätzlich sorgen die Stützen am Unterarm für eine aufrechte Haltung, was den Rücken schont und die Sturzgefahr verhindert.

Wärme- und Kältetherapie

Als fester Bestandteil der physikalischen Medizin vereint die Thermotherapie zwei wirksame Kräfte: gezielte Wärme und kontrollierte Kälte. Beide Verfahren bieten eine nicht-invasive Ergänzung oder sogar Alternative zu Medikamenten und Operationen bei Arthrose. Indem sie die natürlichen Schutz- und Heilungsreaktionen des Körpers anregen, können die Therapien Schmerzen lindern, Entzündungen eindämmen und den Genesungsprozess beschleunigen.

Je nach Beschwerdebild nutzt die Thermotherapie zwei gegensätzliche, aber hocheffektive Ansätze – einzeln oder kombiniert:

  • Wärmetherapie: Anwendungen wie Wärmepackungen, die Heiße Rolle, Infrarotlicht oder Thermalbäder können tiefenwirksame Entlastung bringen. Die gezielte Hitze kurbelt die Durchblutung sowie den Stoffwechsel an und lockert blockierte Muskeln. Das kann Gelenk- und Muskelschmerzen spürbar lindern und für tiefe Entspannung sorgen.
  • Kältetherapie (Kryotherapie): Wenn es akut wird, können Eispackungen oder kalte Wickel Entzündungen und Schwellungen effektiv ausbremsen. Die Kälte betäubt den akuten Schmerz, schützt das Gewebe und bringt den Heilungsprozess in Gang.

Rollstuhl

Ein Rollstuhl ist keineswegs die zwingende Folge von Arthrose. Zur Notwendigkeit kommt es in der Regel nur dann, wenn die Mobilitätseinschränkung im fortgeschrittenen Stadium ist. Dann kann ein Rollstuhl eine Lösung sein, die bei der Fortbewegung unterstützt und dabei hilft, den Alltag flexibel bestreiten zu können. Und auch in früheren Stadien der Erkrankung bietet ein Rollstuhl eine Möglichkeit, längere Ausflüge oder Reisen entspannt zu erleben und mobil zu bleiben, wenn dies ohne Hilfsmittel nicht mehr möglich ist.

Insbesondere faltbare Rollstühle bieten eine große Flexibilität, da sie nahezu überall verstaut und transportiert werden können – ob im Kofferraum, in der Bahn oder im Flugzeug.Beachte, dass das Bedienen manueller Modelle aufgrund des hohen Kraftaufwands für Arthrose-Patienten oft eine Herausforderung ist. Die angenehmere Alternative hierzu ist ein elektrischer Rollstuhl. Dieser entlastet die schmerzenden Gelenke, da er ohne eigene Muskelkraft gefahren wird. Besonders bei Arthrose in Knien, Hüfte oder Händen, wenn das Gehen oder manuelle Schieben unmöglich wird, ist er ratsam. Die Steuerung erfolgt meist über einen Joystick, intuitiv und ohne Kraftaufwand, wie auch bei den faltbaren Elektrorollstühlen von ergoflix.

Die Wahl des richtigen Modells spielt eine zentrale Rolle, um die Gelenke optimal zu entlasten, Fehlhaltungen zu vermeiden, Folgeerkrankungen vorzubeugen und somit die Restmobilität bestmöglich zu erhalten.

FlixTipp:
In unserem Blogbeitrag „Welcher Rollstuhl ist der beste für Dich?" findest Du einen Leitfaden, um Dich für Dein perfektes Rollstuhlmodell zu entscheiden.
Zum Blogbeitrag

Je nach Beschwerden solltest Du ein besonderes Augenmerk auf entlastende Funktionen des Rollstuhls legen. Dazu gehören zum Beispiel individuell einstellbare Sitzpositionen und das passende Zubehör. Achte beispielsweise auf eine neigbare Rückenlehne, eine einstellbare Sitzfläche, eine gute Federung, einfache Steuerelemente und eine komfortable Polsterung.

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Der ergoflix® vario bietet Dir mehr als 250 Einstellmöglichkeiten und lässt sich damit optimal an Deine Körpermaße anpassen. Sorge für eine Entlastung Deiner Gelenke und minimiere das Risiko von Folgebehandlungen. Der ergonomische Nutzen wurde von Therapeuten bestätigt. Der faltbare E-Rollstuhl kann von der Krankenkasse bezuschusst werden, sodass Du einen Großteil der Kosten sparen kannst.
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Fazit

Arthrose ist ein fortschreitender Gelenkverschleiß und betrifft besonders häufig Knie, Hüfte und Finger. Typische Anzeichen sind belastungsabhängige Schmerzen, Anlaufschmerz, Steifigkeit und eine zunehmende Bewegungseinschränkung. Zwar lässt sich geschädigter Knorpel nicht wiederherstellen, doch regelmäßige Bewegung, Physiotherapie, eine medikamentöse Behandlung und orthopädische Hilfsmittel können Beschwerden lindern und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Auch operative Maßnahmen sowie Mobilitätshilfen kommen infrage, um den Alltag weiterhin selbstständig zu bewältigen.

FAQ

Was sind die Symptome von Arthrose?

Typische Symptome von Arthrose sind Gelenkschmerzen, Anlaufschmerzen, Steifigkeit, eingeschränkte Beweglichkeit sowie gelegentliche Schwellungen und Knirschgeräusche im Gelenk.

Was ist die Ursache für Arthrose?

Die Hauptursache für Arthrose ist ein Ungleichgewicht zwischen Belastung und Belastbarkeit des Gelenks. Über Jahre hinweg wird der schützende Gelenkknorpel schneller abgenutzt, als der Körper ihn reparieren kann. Wenn die Pufferschicht verschwindet, reibt Knochen auf Knochen, was zu Entzündungen und Schmerzen führt.

Was sind Risikofaktoren für Arthrose?

Zu den größten Risikofaktoren für Arthrose zählen: Übergewicht (erhöht den mechanischen Druck und fördert Entzündungen), höheres Alter (natürliche Verschleißerscheinungen), Fehlstellungen wie O- oder X-Beine (einseitige Überlastung), frühere Gelenkverletzungen (z. B. alte Sportunfälle), dauerhafte Überlastung (z. B. schwere körperliche Arbeit oder Leistungssport).

Wie kann man Arthrose vorbeugen?

Um Arthrose vorzubeugen, hilft zum Beispiel regelmäßiger, gelenkschonender Sport (wie Radfahren oder Schwimmen) , der den Knorpel geschmeidig hält und die schützende Muskulatur stärkt. Zudem helfen ein gesundes Körpergewicht und das frühzeitige Korrigieren von Fehlstellungen.

Was sollte man bei Arthrose nicht tun?

Bei Arthrose sollte man schmerzende Gelenke nicht dauerhaft überlasten, aber auch nicht vollständig schonen, sondern schonend mobil halten. Auch einseitige Belastungen, Bewegungsmangel und Übergewicht können die Beschwerden verschlimmern.

Welche Hilfsmittel gibt es bei Arthrose?

Es gibt zahlreiche Alltagshilfen, die Gelenke entlasten und Schmerzen lindern: Für die Mobilität eignen sich Gehhilfen (Stöcke, Rollatoren), (elektrische) Rollstühle, orthopädische Einlagen und gelenkschonende Stoßdämpfer-Schuhe. Kleine Hilfsmittel im Alltag können außerdem ergonomische Greifhilfen, Flaschenöffner für Rheuma-/Arthrosepatienten sowie Sitzerhöhungen sein. Auch therapeutische Mittel wie orthopädische Bandagen oder Orthesen zur Stabilisierung können helfen.

Kann man durch Arthrose im Rollstuhl landen?

Nur in seltenen Fällen benötigen Arthrose-Betroffene einen Rollstuhl. Ein solch schwerer Mobilitätsverlust ist meist das Resultat eines lange unbehandelten Prozesses. Dank moderner Medizin, gezielter Physiotherapie, Hilfsmitteln und Gelenkersatz-Operationen lässt sich dieses Stadium heute in der Regel erfolgreich verhindern. Rollstühle können jedoch das Leben mit Arthrose positiv beeinflussen, indem sie mehr Flexibilität ermöglichen. Zudem können sie helfen, die Gelenke optimal zu entlasten, Fehlhaltungen zu vermeiden, Folgeerkrankungen vorzubeugen und somit die Restmobilität bestmöglich zu erhalten.

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