Fliegen mit Rollstuhl: Praxisratgeber für Deine sichere Reise

Das Bild zeigt einen Mann im Rollstuhl mit einer Frau neben sich - beide befinden sich im Innenbereich eines Flughafens.

Von der Anmeldung von Assistenzleistungen über die Mitnahme eines Elektrorollstuhls bis hin zu den Akkuvorschriften der Airlines: Wenn Du mit Deinem Rollstuhl fliegen möchtest, musst Du einige Besonderheiten beachten. Vor allem bei elektrischen Modellen verlangen Fluggesellschaften häufig Angaben zu Batterietyp, Kapazität, Gewicht und Maßen des Rollstuhls. Eine gute Vorbereitung – etwa durch die Dokumentation des Rollstuhls, das Mitführen wichtiger Unterlagen und die Kenntnis der eigenen Rechte – kann vor allem im Schadensfall entscheidend sein. In unserem Praxisratgeber erfährst Du, welche Vorschriften für Rollstühle gelten, wie die Assistenz am Flughafen funktioniert und worauf Du vor, während und nach dem Flug achten solltest.

Das Wichtigste in Kürze
• Bei Flugreisen mit Rollstuhl sind eine frühzeitige Anmeldung und die Vorbereitung aller erforderlichen Akku- und Transportdokumente besonders wichtig.
• Das Assistenzpersonal des Flughafens kann Dich vom Eintreffen am Abflugort bis zum Einsteigen in das Flugzeug unterstützen.
• Da beim Transport Beschädigungen des Rollstuhls entstehen können, solltest Du den Zustand und technische Komponenten vor dem Flug dokumentieren.

Kann ich mit einem Rollstuhl problemlos fliegen?

Heute ist es sehr gut möglich, mit einem Rollstuhl zu fliegen. Viele Flughäfen und Airlines sind inzwischen darauf eingestellt, Mobilitätshilfen zu transportieren und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen bei der Reise zu unterstützen. In der Euopäischen Union ist dies sogar gesetzlich geregelt: Menschen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität dürfen nicht allein aufgrund ihrer Einschränkung von einer Flugreise ausgeschlossen werden und haben Anspruch auf kostenlose Assistenzleistungen am Flughafen (VERORDNUNG (EG) Nr. 1107/2006 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 5. Juli 2006 über die Rechte von behinderten Flugreisenden und Flugreisenden mit eingeschränkter Mobilität).

Auch wenn die Voraussetzungen für eine Flugreise mit Rollstuhl optimal sind, musst Du bei Deiner Reise mehr Dinge beachten als Menschen, die ohne Rollstuhl fliegen. Stehst Du gerade vor Deiner Reise, fragst Du Dich bestimmt viele der folgenden Dinge:

  • Wird mein Rollstuhl problemlos transportiert?
  • Passen die Maße meines Rollstuhls in das Flugzeug?
  • Welche Akkuregelungen gelten für meinen Elektrorollstuhl?
  • Wie funktioniert das Umsteigen?
  • Was passiert, wenn mein Rollstuhl beschädigt wird?
  • Wer haftet für den Schaden?
  • Welche Unterlagen sollte ich mitführen?

Diese Sorgen sind verständlich und durchaus berechtigt. Daher ist eine gute Reisevorbereitung das Wichtigste. . Zu den wichtigsten Vorbereitungen gehören:

  • die frühzeitige Anmeldung des Hilfebedarfs bei der Airline
  • die Prüfung der Maße und des Gewichts des Rollstuhls
  • das Zusammenstellen aller Akku- und Herstellerdokumente
  • die Dokumentation des aktuellen Zustands des Hilfsmittels.

Wenn Du außerdem die Besonderheiten des gebuchten Flugzeugs kennst und Dich vorab über die Abläufe an den beteiligten Flughäfen informierst, kannst Du spätere Probleme oft vermeiden.

Welche Unterstützung bieten Airlines für Rollstuhlfahrer?

Wenn Du in Deiner Mobilität eingeschränkt und auf einen Rollstuhl angewiesen bist, erhältst Du bei Deiner Flugreise Unterstützung durch geschultes Personal. Dies beinhaltet Deine Zeit am Flugafen, das Boarding, Umsteigen und auch die Zeit nach der Landung.

Gut zu wissen:
Der Umfang der Unterstützung und die Regel, dass diese kostenfrei erfolgt, sind in der Verordnung (EG) Nr. 1107/2006 des europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juli 2006 über die Rechte von behinderten Flugreisenden und Flugreisenden mit eingeschränkter Mobilität in Absatz 4 festgehalten: "Damit behinderte Menschen und Personen mit einge schränkter Mobilität vergleichbare Flugreisemöglichkeiten wie andere Bürger haben, sollte ihnen entsprechend ihren besonderen Bedürfnissen auf Flughäfen und an Bord von Luftfahrzeugen unter Einsatz des erforderlichen Personals und der notwendigen Ausstattung Hilfe gewährt werden. Im Interesse der sozialen Integration sollten die Betroffenen diese Hilfe ohne zusätzliche Kosten erhalten."
Zur Verordnung

Unterstützung vor dem Abflug und im Flugzeug

Ein wichtiger Teil Deiner Flugreise besteht aus der Ankunft am Flughafen und dem Weg bis zum Flugzeug. Für diese Schritte erhältst Du Unterstützung durch das Flughafenpersonal. Dazu zählen unter anderem:

  • Abholung an einem festgelegten Treffpunkt
  • Unterstützung beim Check-in
  • Begleitung durch die Sicherheitskontrolle
  • Hilfe beim Aufgeben Deines Gepäcks
  • Begleitung zum Gate

Auch beim Boarding erhältst Du Hilfestellung. Vor allem wenn der Zugang zum Flugzeug nicht über eine mobile Brücke, sondern über eine Treppe direkt auf dem Vorfeld erzeugt, ist dies für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität häufig ein unüberwindbares Hindernis. Hier stellt das Flughafenpersonal Dir spezielle Hebefahrzeuge oder sogenannte Ambulifts bereit, um in das Flugzeug zu gelangen.

Sobald Du an Bord bist, wirst Du bis zu Deinem Platz begleitet. Der Transport erfolgt in der Regel mit besonders schmalen Rollstühlen, damit diese durch den engen Gang zwischen den Sitzreihen passen.

Unterstützung nach der Landung

Wenn Du an Zielflughafen gelandet bist, erhältst Du auch dort bis zum Verlassen des Flughafens Unterstützung. Das Personal begleitet Dich:

  • aus dem Flugzeug
  • zur Gepäckausgabe
  • durch die Einreisekontrolle
  • zum Ausgang oder Transferfahrzeug

Hast Du diese Schritte erfolgreich gemeistert, liegt die weitere Reiseplanung in Deiner Hand. Ab diesem Zeitpunkt ist das Flughafenpersonal nicht mehr für Deine Unterstützung verantwortlich.

FlixTipp:
Solltest Du einen Flug mit Umsteigen gebucht haben, erhältst Du natürlich auch beim Zwischenstopp die Unterstützung.

Vorbereitung: Rollstuhl bei der Buchung anmelden

Damit am Flughafen alles reibungslos funktioniert, solltest Du bereits bei der Buchung angeben, dass Du mit Rollstuhl reist. Nur so kannst Du Dir sicher sein, dass das Team des Flughafens auf Deinen Unterstützungsbedarf vorbereitet ist. In der Regel musst Du Deinen Bedarf spätestens 48 Stunden vor Abflug anmelden. Die Frist kann je nach Flughafen oder Fluggesellschaft variieren, informiere Dich daher vorab über die genauen Angaben Deines gewählten Anbieters.

Typischerweise benötigt das Personal vorab unter anderem folgende Informationen von Dir:

  • Art des Rollstuhls (manuell oder elektrisch)
  • Länge, Breite und Höhe
  • Gesamtgewicht
  • Akkutyp
  • Anzahl der Akkus
  • faltbar oder nicht faltbar
  • benötigte Unterstützung am Flughafen

Bei Elektrorollstühlen verlangen viele Airlines zusätzliche Formulare.

International einheitlich definierte Abkürzungen

Damit international alle Beteiligten des Flughafenpersonals wissen, welchen Unterstützungsbedarf Du hast, gibt es die sogenannten IATA-Codes. Diese sind zwar primär für das Fachpersonal relevant, auch für Dich kann es jedoch hilfreich sein, über deren Bedeutung Bescheid zu wissen:

WCHR (= Wheelchair Ramp): Du bist eingeschränkt gehfähig und benötigst Hilfe im Flughafen. Den Vorfeldbus und die Treppen zum Flugzeug kannst Du selbstständig benutzen.

WCHS (= Wheelchair Stairs): Du bist stark eingeschränkt gehfähig und benötigst Hilfe beim Ein- und Aussteigen ins Flugzeug – also im Vorfeldbus und den Treppen. In der Kabine ist keine Unterstützung notwendig.

WCHC (= Wheelchair Cabin): Du bist gehunfähig und benötigst auch in der Flugkabine Unterstützung – etwa um die Toiletten nutzen zu können.

Häufige Fehler bei der Anmeldung Deines Unterstützungsbedarfs

Einige Fehler passieren Passagieren immer wieder, wenn sie ihren Unterstützungsbedarf vor einer Flugreise anmelden. Damit Dir diese Fehler nicht passieren, haben wir die wichtigsten für Dich zusammengestellt:

  • Rollstuhlmaße werden geschätzt statt gemessen
  • Gewicht wird nicht angegeben
  • Akkutyp ist unbekannt
  • Airline wird zu spät informiert
  • Anschlussflüge werden nicht berücksichtigt

All das kann Deine Reise gefährden. Achte deshalb noch einmal besonders gut darauf, dass Du diese Kriterien erfüllst.

Mit einem elektrischen Rollstuhl fliegen: Alles rund um den Akku-Transport

Da für einen Flug mit elektrischem Rollstuhl einige Besonderheiten zu beachten sind, gehen wir auf dieses Szenario nun noch einmal näher ein.

Generell gilt: Aus Sicht der Luftfahrtbehörden gelten viele Rollstuhl-Akkus als Gefahrgut. Deshalb greifen internationale Sicherheitsvorschriften der International Air Transport Association (IATA).

Bevor ein elektrischer Rollstuhl transportiert werden kann, muss daher geklärt werden:

  • Welcher Akkutyp ist verbaut?
  • Kann der Akku entnommen werden?
  • Welche Kapazität besitzt er?
  • Welche Sicherheitsnachweise liegen vor?
Gut zu wissen:
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Welche Akkutypen gibt es?

Für die unterschiedlichen Arten von Akkus, die in Elektrorollstühlen verbaut sind, gelten für den Flugverkehr unterschiedliche Vorschriften.

Lithium-Ionen-Akkus

Lithium-Ionen-Akkus weden häufig in modernen Elektrorollstühlen verbaut. Sie sind besonders beliebt, weil sie bei geringem Gewicht gleichzeitig eine hohe Energieleistung erbringen. Dies verringert das Gesamtgewicht des Rollstuhls und ermöglicht hohe Reichweiten.

Gerade aufgrund ihrer hohen Energiedichte sind Lithium-Ionen-Akkus jedoch auch im Fokus, wenn es um die Flugsicherheit geht, und unterliegen weltweit strengen Sicherheitsvorschriften. Wird eine Lithium-Batterie beschädigt, gequetscht oder kurzgeschlossen, kann sie sich stark erhitzen. In seltenen Fällen kann es zu einem sogenannten „Thermal Runaway“ kommen. Dabei entsteht eine Kettenreaktion innerhalb der Batterie, die zu Rauchentwicklung oder einem Brand führen kann.

Wichtig ist für die Fluggesellschaften bei der Mitnahme Deines Rollstuhls mit Lithium-Ionen-Batterien vor allem die Wattstunden-Zahl (Wh), die die gespeicherte Energiemenge beschreibt. Bei einer zu hohen Wh besteht die Gefahr, dass Dein Akku nicht mitgenommen werden darf. Die Angabe findest Du in der Regel auf dem Akku selbst oder im Datenblatt des Herstellers.

Gel-Akkus

Auch Gel-Akkus werden heute häufig in E-Rollstühlen genutzt. Sie gehören zu den Bleiakkumulatoren und zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass der Elektrolyt in einer gelartigen Masse gebunden ist.

Dieser Gel-Zustand ist auch der entscheidende Vorteil, wenn Du mit Deinem Rollstuhl fliegen möchtest. Denn durch ihn ist die Gefahr deutlich geringer, dass der Akku ausläuft. Deshalb sind die Sicherheitsvorschriften für diese Art von Akkus häufig weniger streng. DIe Akkus können teilweise sogar im Rollstuhl bleiben und müssen für den Flug nicht gesondert transportiert werden.

Der Nachteil von Gel-Akkus besteht darin, dass diese ein höheres Eigengewicht haben und somit auch das Gesamtgewicht des Rollstuhls erhöhen. Dies kann sich wiederum auf den Transport im Flugzeug auswirken.

Nassbatterien

Nassbatterien sind eine der ältesten Technologien, die heute noch in Elektrorollstühlen genutzt wird. Diese enthalten flüssige Elektrolyte, meistens Schwefelsäure.

Für diese Art von Batterie gelten beim Transport im Flugzeug besonders strenge Sicherheitsvorschriften. Denn wenn ein solcher Akku beschädigt wird, ist die Gefahr groß, dass Batterieflüssigkeit austritt. Dies kann eine Gefährdung aller Menschen an Bord bedeuten.

Je nach Bauweise des Rollstuhls können Airlines verlangen:

  • spezielle Sicherungen der Batterie
  • bestimmte Transportpositionen
  • zusätzliche Verpackungen
  • einen Ausbau der Batterie vor dem Flug

Welche Vorschriften gelten für Rollstuhlakkus beim Fliegen?

Wie bereits beschrieben, werden die Batterien von Elektrorollstühlen im Luftraum alles potenzielles Gefahrgut eingestuft und unterliegen daher strengen Sicherheitsvorschriften. Die Airlines orientieren sich dabei an den Vorgaben der International Air Transport Association (IATA) und ergänzen diese teilweise um eigene Regeln.

IATA-Vorschriften

Die IATA stellt für den Transport von Akkus im Flugzeug gemäß der ICAO-Gefahrgutvorschriften strenge Regeln auf. An diese müssen sich die Fluggesellschaften halten. Zunächst bilden dabei folgende Fragen die Grundlage:

  1. Welche Batterie ist verbaut?
  2. Ist die Batterie fest eingebaut oder herausnehmbar?
  3. Wie kann ein unbeabsichtigtes Einschalten oder ein Kurzschluss verhindert werden?

Deshalb sind folgende Angaben zum Rollstuhl bzw. zu den Akkus vor Deiner Abreise besonders wichtig:

  • Hersteller und Modell
  • Batterietyp
  • Anzahl der Batterien
  • Kapazität in Wattstunden (Wh)
  • Maße und Gewicht des Rollstuhls
  • Angaben zur Entnehmbarkeit des Akkus
  • Anweisungen zum Trennen oder Deaktivieren der Stromversorgung

Beim Transport von Lithium-Ionen-Akkus wird zwischen fest verbauten und herausnehmbaren Akkus unterschieden. Die verbauten Akkus verbleiben im Rollstuhl, müssen jedoch vor Beschädigungen geschützt sein und der Rollstuhl muss gegen das unbeabsichtigte Einschalten gesichert sein. Das bedeutet, die Stromversorgung muss komplett deaktiviert werden. Herausnehmbare Akkus werden entnommen, die Pole müssen isoliert und der Akku gegen Kurzschlüsse gesichert werden. Die Akkus werden in einer Schutzhülle im Handgepäck transportiert. Sollte es Schwierigkeiten geben, kann das Bordpersonal in der Passagierkabine schneller reagieren, als wenn der Akku im Frachtraum transportiert wird.

Auslaufsichere Batterien wie zum Beispiel Gel-Akkus dürfen während des Flugs häufig im Rollstuhl verbleiben. Der Rollstuhl muss jedoch während der Reise gegen ein unbeabsichtigtes Einschalten gesichert und die Akkus müssen sicher integriert sein.

Nassbatterien unterliegen den strengsten Sicherheitsvorschriften, da sie flüssige Elektrolyte beinhalten und auslaufen können. Die Akkus müssen meistens aus dem Rollstuhl entnommen und gesondert in einer Schutzverpackung transportiert werden. Je nach Bauart kann sogar eine aufrechte Lagerung notwendig sein.

Eine Besonderheit der IATA-Regelungen ist, dass der Pilot über die Beförderung batteriegetriebener Mobilitätshilfen informiert werden muss. Die Airline dokumentiert daher, wo sich der Rollstuhl befindet und welche Batterien transportiert werden. Im Notfall weiß die Crew dadurch, welche potenziellen Gefahrenquellen sich an Bord befinden und kann entsprechend reagieren.

Wattstunden-Grenzen

Die Höhe der Wattstunden gibt bei Rollstuhlakkus an, wie viel Energie der Akku speichert. Diese Angabe ist wichtig, um die Gefahr der Batterie einschätzen zu können. Die Wattstunden musst Du deshalb vor jedem Flug bei der Airline angeben.

Für viele Verbrauchergeräte (z. B. Laptops, Handys) arbeitet die IATA mit klaren Schwellenwerten, die beim Flug erlaubt sind:

  • bis 100 Wh: in der Regel ohne Genehmigung erlaubt
  • 100 Wh bis 160 Wh: häufig mit Airline-Genehmigung
  • über 160 Wh: normalerweise nicht als gewöhnliche Ersatzbatterie für Passagiere zulässig
Gut zu wissen:
Die Wattstunden Deiner Rollstuhlakkus setzt sich zusammen aus Volt (V) x Amperestunden (Ah). Die Angaben findest Du in der Regel direkt auf dem Akku sowie im technischen Datenblatt des Produktes.

Da die IATA anerkennt, dass Menschen mit Mobilitätseinschränkungen auf ihr Hilfsmittel angewiesen sind, gelten für die Akkus von E-Rollstühlen jedoch andere Vorgaben als für andere akkubetriebene Geräte. Für Rollstuhlakkus gibt es keine von der IATA vorgeschriebene Grenze. Die Höhe der erlaubten Wattstunden bestimmt die Airline, mit der Du fliegst. Die IATA verlangt dabei, dass die Airline folgende Faktoren prüft:

  • Schutz gegen unbeabsichtigtes Einschalten
  • Batterietyp
  • Batteriekapazität
  • Anzahl der Batterien
  • Einbauart (fest verbaut oder entnehmbar)
  • Schutz gegen Kurzschluss

Je nach Bauart unterscheiden sich die Kapazitäten erheblich: Faltbare Elektrorollstühle liegen häufig zwischen 200 und 400 Wh, sind oft oft mit herausnehmbaren Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet und speziell für Reisen konzipiert. Klassische Elektrorollstühle weisen häufig zwischen 400 und 800 Wh auf, da sie eine größere Reichweite bieten, und haben ein höheres Gesamtgewicht. Leistungsstarke Outdoor- und Versorgungsrollstühle haben teilweise über 1.000 Wh Gesamtkapazität, sind mit mehreren Batterien oder besonders leistungsfähigen Akkus ausgestattet und erfordern häufig eine zusätzliche Abstimmung mit der Airline. Diese Werte sind Orientierungswerte und können je nach Hersteller und Modell deutlich variieren.

Sicherheitsanforderungen

Ein paar Sicherheitsvorkerungen hast Du bereits kennengelernt. Auf weitere Regeln wollen wir nun eingehen. Da einige Akkus zum Beispiel bei Beschädigung oder falscher Lagerung durch Kurzschlüsse oder Überhitzung ein Brandrisiko darstellen, ist es vor allem wichtig sicherzustellen, dass die Akkus während des Transports nicht unbeabsichtigt eingeschaltet werden. Je nach Modell bedeutet dies:

  • Hauptschalter ausschalten
  • Batteriesystem deaktivieren
  • Steckerverbindungen trennen
  • Kontakte isolieren
  • Sicherungen entfernen

Bei herausnehmbaren Lithium-Batterien können zusätzliche Anforderungen gelten:

  • Schutz der Pole gegen Kurzschluss
  • Transport in Schutzverpackungen
  • sichere Befestigung gegen Verrutschen
  • gesonderte Lagerung während des Fluges

Welche Dokumente solltest Du mitnehmen?

Auch wenn Du Dein Hilfsmittel und den Unterstützungsbedarf schon vor der Reise bei der Airline angemeldet hast, solltest Du alle wichtigen Dokumente zusätzlich mit Dir führen. Es kann jederzeit zu Rückfragen kommen. Auf Nummer sicher gehst Du, wenn Du die Unterlagen ausgedruckt, auf dem Smartphone und in einer Cloud gesichert bei Dir hast.

Technisches Datenblatt

Auf dem technischen Datenblatt Deines Akkus sind alle wichtigen Informationen vermerkt, die die Fluggesellschaft benötigt, um die Sicherheit des Transports einschätzen zu können. Dazu gehören unter anderem:

  • Art der Batterie (z. B. Lithium, Gel oder Nassbatterie)
  • Batteriehersteller
  • Batterietyp
  • Spannung (Volt)
  • Kapazität (Ah)
  • Wattstunden (Wh)
  • Anzahl der Akkus

UN-38.3-NAchweise

Wenn Dein Rollstuhl mit Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet ist, benötigst Du für eine Flugreise die UN-38.3-Nachweise. Dies ist ein internationaler, von den Vereinten Nationen eingeführter Sicherheitstest für diese Form von Akkus.

Im Rahmen der Prüfung werden Batterien unter anderem folgenden Belastungen ausgesetzt:

  • Höhen- und Drucksimulation
  • Temperaturwechsel
  • Schwingungen
  • Stoßtests
  • Kurzschlusstests
  • Überladungstests
  • Zwangsentladungstests

Besteht ein Akku diesen Test, gilt er als sicher transportfähig und entspricht den internationalen Vorschriften. Der Nachweis kann meist direkt beim Hersteller des Rollstuhls oder der Batterie angefordert werden.

Herstellerinformationen

Zusätzlich zu den oben genannten Dokumenten ist es sinnvoll, wenn Du auch umfangreiche Angaben des Herstellers mit auf Deine Flugreise nimmst. Sollte die Fluggesellschaft vor Ort weitere Fragen haben, können diese Informationen hilfreich sein.

Folgende Angaben können besonders sinnvoll sein:

  • Sicherheitsdatenblatt (MSDS)
  • Bedienungsanleitung
  • technische Spezifikationen
  • Transporthinweise des Herstellers

Diese Dokumente können zum Beispiel Informationen liefern zu den Fragen:

  • Wie wird die Batterie deaktiviert?
  • Wo befindet sich der Hauptschalter?
  • Welche Kabel dürfen getrennt werden?
  • Wie wird die Batterie ausgebaut?
  • Welche Komponenten dürfen auf keinen Fall beschädigt werden?

Hinweis: Halte die Dokumente möglichst auch auf Englisch bereit. Vor allem bei internationalen Flügen kann dies die Informationsweitergabe erleichtern und Verzögerungen verhindern.

FlixTipp:
Achte darauf, alle nötigen Unterlagen rechtzeitig an die Airline zu senden. Bei vielen Airlines gilt eines Frist von spätestens 48 Stunden vor dem Abflug. Weiter unten im Beitrag findest Du Links zu den Barrierefrei-Seiten einiger Airlines, dort findest Du genaue Angaben.

So läuft das Fliegen mit Rollstuhl ab

Wenn Du mit Deinem Rollstuhl fliegen möchtest, musst Du während Deiner Reise einiges beachten. Hast Du die beschriebenen Dokumente bereits an Deine Fluggesellschaft gesendet und zusätzlich zur Mitnahme bereit, hast Du schon wichtige Vorbereitungen getroffen. Doch wie geht's nun am Flughafen weiter?

Ablauf am Flughafen

Zunächst triffst Du Dich in der Regel mit dem Personal, das Dich unterstützen wird, an einem vorab vereinbarten Infopunkt im Flughafen. Beim Check-In kontrolliert das Flughafenpersonal Deine Buchung, angemeldeten Unterstützungsbedarf sowie Dein Hilfsmittel und gleicht dies mit den Informationen ab, die Du der Airline vorab gesendet hast.

Im Anschluss gibst Du Deinen Rollstuhl beim Check-in entweder als Sperrgepäck auf und nutzt einen bereitgestellten Rollstuhl oder du behältst Deinen Rollstuhl zunächst bis zum Einstieg ins Flugzeug. Dies hängt von den Richtlinien der Airline ab. Darüber wirst Du vorab informiert, falls nicht, hole Dir die Informationen unbedingt selbst ein.

FlixTipp:
Bevor Du Deinen Rollstuhl abgibst, solltest Du möglichst alle abnehmbaren Teile entfernen. Zum Beispiel: Joystick-Steuerungen, Kopfstützen, Sitzkissen, Seitenteile, Taschen, Ladegeräte, Kommunikationshilfen.  Diese Teile können oft im Handgepäck transportiert werden und sind dort deutlich besser vor Beschädigungen geschützt. 

Hast Du die Sicherheitskontrolle passiert, folgt das Boarding und damit der Einstieg ins Flugzeug. Spätestens hier musst Du Deinen Rollstuhl zum Verladen in den Frachtraum abgeben. Bei einigen Flugzeugen erfolgt dieser über eine Fluggastbrücke. In anderen Fällen wird ein Hebefahrzeug (Ambulift) eingesetzt, das Dich auf Höhe der Flugzeugtür bringt.

Mit Rollstuhl im Flugzeug

Wenn Du es bis ins Flugzeug geschafft hast, ist ein großer Teil bereits geschafft. Doch auch im Flugzeug erwarten Dich besondere Gegebenheiten – vor allem, da der Innenraum an Bord aufgrund der baulichen Gegebenheiten meist sehr eng ist.

Der Weg bis zu Deinem Sitzplatz erfolgt entweder selbstständig, mithilfe des Personals, mithilfe einer Begleitperson oder mittels eines Rollstuhls. Innerhalb des Flugzeugs werden häufig besonders schmale Bordrollstühle verwendet. Diese sind ausschließlich für die Nutzung in den engen Gängen des Flugzeugs vorgesehen.

Beachte: Flugbegleiter dürfen aus Haftungs- und Arbeitsschutzgründen häufig keine vollständigen Hebe- oder Tragehilfen übernehmen. Wer für den Transfer zwingend körperliche Unterstützung benötigt, sollte dies deshalb bereits bei der Buchung angeben und gegebenenfalls prüfen, ob eine Begleitperson erforderlich ist.

Da Du während des Fluges in der Regel einfach auf Deinem Platz sitzt, birgt diese Zeit nicht viele Herausforderungen. Was jedoch durchaus zum Hindernis werden kann, ist der Toilettengang. Auf Kurz- und Mittelstreckenflügen sind die Toilettenkabinen in der Regel sehr klein und nicht für einen Rollstuhl geeignet. Du solltest also entweder selbstständig auf Toilette gehen können, eine Begleitperson als Unterstützung dabei haben oder den Toilettengang vor und nach dem Flug erledigen. Flugzeuge auf Langstreckenflügen sind häufig mit geräumigeren Toiletten ausgestattet. Informiere Dich dennoch vorab über die Gegebenheiten bei Deinem Flugzeugmodell.

Generell solltest Du beachten, dass Du zwar Unterstützung durch Flugbegleiter erhalten kannst, diese jedoch klare Grenzen hat.

Flugbegleiter können beispielsweise:

  • einen Bordrollstuhl bereitstellen
  • beim Erreichen der Toilette helfen
  • Informationen zum Flug geben
  • Unterstützung organisieren

In der Regel dürfen sie jedoch nicht:

  • Passagiere heben oder tragen
  • beim Transfer zwischen Sitz und Toilette helfen
  • medizinische Versorgung übernehmen
  • bei der Körperpflege unterstützen
FlixTipp:
Nimmst Du zusätzliche medizinische Hilfsmittel wie Medikamente, Katheter oder Ähnliches mit auf Deine Reise, solltest Du diese möglichst im Handgepäck transportieren. So hast Du an Bord Zugang dazu und hast die Hilfsmittel immer bei Dir, auch wenn ein aufgegebenes Gepäckstück verloren gehen sollte. Dies gilt ebenfalls für Ladekabel, Adapter und weitere Dinge, die Du für den Betrieb Deines Elektrorollstuhls benötigst.

Nach dem Flug

Auch nach der Landung solltest Du etwas mehr Zeit einplanen. Häufig verlassen zunächst alle anderen Passagiere das Flugzeug. Anschließend erfolgt:

  • die Bereitstellung des Bordrollstuhls
  • der Transfer zum Ausgang
  • die Übergabe an das Assistenzpersonal
  • die Rückgabe des eigenen Rollstuhls
FlixTipp:
Du hast natürlich auch die Möglichkeit, am Flughafen und am Ankunftsort einen Rollstuhl zu mieten. Auf diese Weise vermeidest Du die Gefahr, dass Dein eigenes Hilfsmittel beschädigt wird. Das ist aber nur sinnvoll, wenn Du Dich auch mit einem nicht auf Dich zugeschnittenen Modell fortbewegen kannst. Im Vordergrund stehen schließlich Dein Wohlbefinden und eine entspannte Urlaubsreise.

Beschädigung des Rollstuhls beim Fliegen

Da Dein Rollstuhl als Sperrgepäck in den Frachtraum verladen und wieder ausgeladen wird, besteht natürlich – wie auch bei Koffern – die Gefahr, dass die Mobilitätshilfe dabei beschädigt wird.

Nach Erfahrungen von Rollstuhlnutzern passieren Schäden unter anderem durch:

  • falsches Anheben des Rollstuhls
  • fehlende Kenntnisse über das Modell
  • Zeitdruck bei der Verladung
  • Verrutschen im Frachtraum
  • zusätzliche Verladevorgänge bei Umsteigeverbindungen

Folgende Komponenten sind bei vielen Modellen besonders gefährdet und sollten wenn möglich vor der Abgabe des Rollstuhls entfernt oder besonders gesichert werden:

  • Joysticks
  • Bedienmodule
  • Fußstützen
  • Armlehnen
  • Kopfstützen
  • Batteriefächer
  • Räder
  • Beleuchtungssysteme

Auf den Umgang mit Deinem Rollstuhl während des Verladens hast Du leider keinen Einfluss. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Du eine Fotodokumentation anfertigst. Das bedeutet, dass Du Deinen Rollstuhl in allen Details vor Deiner Reise fotografierst, um später nachweisen zu können, dass mögliche Schäden vorab noch nicht vorhanden waren. Fotografiere besonders folgende Komponenten:

  • Vorderseite
  • Rückseite
  • beide Seitenansichten
  • Akku
  • Sitzsystem
  • Joystick
  • Seriennummer
  • bereits vorhandene Gebrauchsspuren

Je detaillierter die Dokumentation ist, desto einfacher lässt sich später nachweisen, dass ein Schaden während der Flugreise entstanden ist.

Übrigens gibt es für viele Rollstühle Transporttaschen. Diese können Deinen Rollstuhl vor äußeren Beschädigungen schützen.

Was solltest Du bei einer Beschädigung tun?

Prüfe Deinen Rollstuhl nach der Landung zunächst direkt auf Unversehrtheit. Solltest Du einen Schaden feststellen, melde diesen sofort dem Personal und verlasse den Flughafen vorher nicht. Wende Dich am besten an einen Infoschalter Deiner Airline, andernfalls an einen allgemeinen Infoschalter des Flughafens.

Das Wichtigste ist danach die Erstellung eines sogenannten Property Irregularity Report (PIR). Dabei handelt es sich um die offizielle Schadensanzeige der Airline oder des Bodenabfertigers. Darin werden Flugnummer, Datum, Art des Schadens, Zustand des Rollstuhls und Zeitpunkt der Meldung festgehalten. Lasse Dir immer eine Kopie oder Referenznummer geben.

Auch Du selbst solltest alle Schritte ausführlich dokumentieren. Dazu gehören Fotos, Videos, Reparaturkostenvoranschläge, Rechnungen, Schriftverkehr mit der Airline. Hebe all diese Dokumente gut auf. Je besser die Dokumentation, desto einfacher lässt sich der Anspruch später durchsetzen.

Zuletzt steht selbstverständlich die Klärung aus, ob Dein Rollstuhl trotz Schaden weiterhin fahrtüchtig ist. Ist dies nicht der Fall, muss ein Ersatzrollstuhl organisiert werden. Kläre also direkt mit dem Personal im Flughafen folgende Fragen:

  • Gibt es einen Ersatzrollstuhl?
  • Wer übernimmt die Kosten?
  • Welche Reparaturmöglichkeiten bestehen vor Ort?

Wer haftet für einen Schaden an Deinem Rollstuhl?

Inwiefern Fluggesellschaften für Schäden an aufgegebenem Gepäck – also auch einem Hilfsmittel – haften, ist im sogenannten Montrealer Übereinkommen geregelt. Grundsätzlich haftet die Airline für Schäden, die während der Obhut der Fluggesellschaft entstehen – also beispielsweise während der Verladung, des Fluges oder der Gepäckausgabe.

Wichtig ist: Bei der Haftung gilt nicht der tatsächliche Wert Deines Rollstuhls. Die Entschädigung richtet sich nach sogenannten Sonderziehungsrechten (SZR), einer internationalen Rechnungseinheit des Internationalen Währungsfonds. Die allgemeine Haftungsgrenze für Gepäck liegt aktuell bei 1.519 Sonderziehungsrechten (SZR) pro Passagier. Der konkrete Gegenwert schwankt je nach Wechselkurs und liegt meist im Bereich von 1.800 bis 2.000 Euro.

Hier erkennst Du womöglich bereits ein Problem. Viele Rollstühle liegen in ihrem Anschaffungswert weit über dem Gegenwert aus dem Montrealer Übereinkommen. Ist dies bei Deiner Mobilitätshilfe der Fall, solltest Du Dich bereits vor Deiner Reise über eine Wertdeklaration informieren. Im Rahmen einer Wertdeklaration kann die Haftungsgrenze über den Standardwert hinaus erhöht werden. Dies ist laut dem Montrealer Übereinkommen erlaubt und obliegt den einzelnen Airlines. Setze Dich vorab mit Deiner Airline in Verbindung und vereinbare, wenn möglich, eine Wertdeklaration.

Stellt sich heraus, dass ein noch darüber hinaus erweiterter Schutz für Dich sinnvoll ist, solltest Du über eine Versicherung nachdenken. Zusätzlichen Versicherungsschutz solltest Du vor allem dann prüfen, wenn Dein Rollstuhl:

  • einen sehr hohen Wiederbeschaffungswert besitzt
  • individuell angefertigt wurde
  • wichtige medizinische Zusatzfunktionen enthält
  • auf Fernreisen oder mehreren Anschlussflügen transportiert wird

Bevor Du eine neue Versicherung abschließt, wirf am besten einen Blick auf den Schutz, den Du bereits hast. Häufig sind Hilfsmittel zum Beispiel auch in einer Haftpflichtversicherung mitversichert.

FlixTipp:
Du möchtest Deine persönlichen Gegenstände immer dabei haben? Mit dem Rollstuhlrucksack Evelyn ist das kein Problem! Du kannst die Rollstuhltasche ganz einfach hinten an Deinem Rollstuhl anbringen, indem Du eine Lasche über die Rückenlehne ziehst. Da wir den Rucksack speziell für die Nutzung an den ergoflix-Rollstühlen entwickelt haben, sitzt dieser stabil und sicher an der Lehne – ohne zu verrutschen und ohne störende Gurte im Rücken.
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Unterschiede der Airlines beachten

Je nachdem, mit welcher Airline du fliegst, variieren die Vorgaben und auch die Vorbereitungen, die Du treffen musst. Damit Du bestens vorbereitet bist, haben wir Dir eine Liste der größten deutschen Airlines zusammengestellt, in der Du Links zu den jeweiligen Barrierefreiheit-Infos sowie Kontaktdaten findest.

Du brauchst Unterstützung bei der Planung Deiner Reise und der Auswahl Deines Urlaubsortes? Der Verein Reisemaulwurf e.V. und der Anbieter Runa Reisen machen geeignete Reiseangebote für Menschen mit Einschränkungen und auch pflegenden Angehörigen zugänglich.

Praktische Tipps, die vielen Rollstuhlfahrern beim Fliegen helfen

Wie Du sicher und problemlos mit Rollstuhl fliegen kannst, weißt Du inzwischen. Neben den offiziellen Vorgaben und Prozessen gibt es zusätzlich noch hilfreiche Tipps, die viele Rollstuhlfahrer auf ihren Flugreisen anwenden. Erfahre in diesem Kapitel, wie Du von den Erfahrungen anderer Rollstuhlfahrer profitieren kannst!

Rollstuhl kennzeichnen

Da das Flughafenpersonal im Umgang mit dem Rollstuhl, zum Beispiel beim Verladen, nicht die Besonderheiten jedes Modells kennt, kann es helfen, wenn Du wichtige Hinweise direkt per Zettel am Rollstuhl befestigst. Zum Beispiel:

  • „Nicht am Joystick anheben“
  • „Freilauf hier aktivieren“
  • „Elektronik unter der Sitzfläche“
  • „Nur am Rahmen anheben“
  • „Kopfstütze abnehmbar“

Dies kann das Flughafenpersonal unterstützen und auch mögliche Fehler im Umgang mit dem Rollstuhl vermeiden.

Einstellungen dokumentieren

Beim Transport Deines Rollstuhls kann es vorkommen, dass die Einstellungen verändert werden. Damit Du nach dem Flug nicht aufgeschmissen oder lange damit beschäftigt bist, Deine individuellen Einstellungen wiederherzustellen, ist es hilfreich, diese vorab zu dokumentieren. Dazu zählen unter anderem Sitzhöhe, Rückenwinkel, Beinstützen, Kopfstütze und Joystick-Positionen. Fotografiere die Einstellungen und / oder notiere sie Dir auf einem Zettel.

Wichtige Telefonnummern bereithalten

Hast Du alle nötigen Telefonnummern in Deinem Samrtphone gespeichert? So geht es wohl den meisten Menschen heutzutage. Besonders bei einer Reise kann es jedoch sinnvoll sein, die Kontaktdaten auch auf einem Zettel bei sich zu führen. Geht das Smartphone verloren oder der Akku leer, kann dies im Zweifel eine große Hilfe sein. Wenn Du mit Deinem Rollstuhl fliegst, sind vor allem wichtig:

  • Airline-Kontakt
  • Reiseversicherung
  • Hersteller des Rollstuhls
  • Sanitätshaus
  • Kontaktperson zu Hause
  • Hotel oder Unterkunft

Sitzplatz bewusst wählen

Wenn Du in Deiner Mobilität eingeschränkt bist, ist es empfehlenswert, für Deinen Flug auf jeden Fall einen Sitzplatz zu wählen. Je nach Einschränkung kann es sinnvoll sein, einen Gangplatz zu wählen, in der Nähe der Bordtoilette zu sitzen oder einen kurzen Weg zum Ausgang zu haben. Die Möglichkeiten sind je nach Fluggesellschaft und Flugzeugmodell unterschiedlich. Bei der Buchung über die Airline, ein Reisebüro oder online kannst Du Dir die Sitzplatzmöglichkeiten direkt anschauen.

Notfallplan aufstellen

Welche Dokumente Du für den Notfall immer mitführen solltest und was tu zun ist, wenn Dein Rollstuhl zum Beispiel beim Transport beschädigt wird, haben wir bereits erklärt. Doch was ist, wenn Dein Rollstuhl defekt ist und nicht mehr genutzt werden kann?

In diesem Fall hilft es, bereits vor der Reise einige Möglichkeiten zu recherchieren:

  • Sanitätshäuser am Reiseziel
  • Servicepartner Deines Rollsrtuhlherstellers
  • Reparaturmöglichkeiten für Rollstühle
  • Anbieter von Leihrollstühlen

Mithilfe dieser Notfallansprechpartner stellst Du sicher, dass Dein Rollstuhl vor Ort repariert werden kann oder Du alternativ einen Leihrollstuhl erhältst. Im Falle eines Defektes Deines eigenen Rollstuhls, kann dies Deine Reise retten.

Checkliste: Mit dem Rollstuhl fliegen

Du weißt nun, was Du vor Deinem Flug mit Rollstuhl vorbereiten solltest und wie das Fliegen mit Rollstuhl abläuft. Damit Du vor Deiner Reise alles noch einmal strukturiert durchgehen kannst, haben wir für Dich eine Checkliste erstellt.

Vier bis sechs Wochen vor der Reise

  • Flug buchen
  • Assistenzservice anmelden
  • Rollstuhlmaße und Gewicht ermitteln
  • Akkutyp und Wattstunden prüfen
  • Transportfreigabe bei der Airline anfragen

Zwei bis drei Wochen vor dem Flug

  • Technische Datenblätter zusammentragen
  • UN-38.3-Nachweise beschaffen
  • Versicherungen prüfen
  • Wertdeklaration bei Bedarf klären

Kurz vor der Abreise

  • Rollstuhl von allen Seiten fotografieren
  • Seriennummer dokumentieren
  • Ersatzteile und Ladegerät vorbereiten
  • Notfallkontakte speichern

Am Flughafen

  • Frühzeitig erscheinen
  • Akkudokumente griffbereit halten
  • Zustand des Rollstuhls vor der Übergabe dokumentieren
  • Rückgabe nach der Landung sofort kontrollieren

Nach der Landung

  • Rollstuhl auf Schäden prüfen
  • Elektrische Funktionen testen
  • Schäden sofort melden
  • PIR erstellen lassen
  • Belege und Dokumentation aufbewahren
FlixTipp:
Alles Wissenswerte rund um das Fliegen mit Rollstuhl haben wir für Dich in einem E-Book zusammengefasst. Einfach kostenfrei herunterladen und gut vorbereitet in den Urlaub starten.
E-Book: Flugreise mit E-Rollstuhl

Fazit

Mit der richtigen Vorbereitung ist das Fliegen mit Rollstuhl heute gut möglich. Entscheidend ist, dass Du Deinen Unterstützungsbedarf sowie Deinen Rollstuhl frühzeitig anmeldest, die Akkuvorschriften prüfst und alle erforderlichen Dokumente innerhalb der vorgegebenen Frist (häufig 48 Stunden vor Abflug) an die Fluggesellschaft sendest. Ebenso wichtig ist es, dass Du den Zustand Deines Rollstuhl vor dem Flug dokumentierst. Da Schäden beim Verladen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen vorkommen können, solltest Du außerdem einen Notfallplan aufstellen und Deine Mobilität am Reiseziel absichern. Wenn Du diese Punkte rechtzeitig planst, kannst Du viele Risiken minimieren und entspannt mit Rollstuhl fliegen.

Du hast Dein Hilfsmittel bereits mit in den Urlaub genommen? Berichte uns gerne von Deinen Erfahrungen und teile uns mit, wie es ist, mit einem Rollstuhl zu fliegen.

FAQ

Kann ich mit meinem eigenen Rollstuhl fliegen?

Ja, die Mitnahme eines eigenen Rollstuhls ist bei den meisten Airlines möglich. Bei elektrischen Rollstühlen müssen jedoch meist zusätzliche Angaben zu Akku, Gewicht und Maßen gemacht werden.

Wie kann ich einen Rollstuhl am Flughafen bestellen?

Einen Flughafenrollstuhl kannst Du über die Airline oder den Reiseveranstalter anfordern. Der Hilfebedarf sollte möglichst bereits bei der Buchung und in den meisten Fällen spätestens 48 Stunden vor dem Abflug angemeldet werden.

Muss ich meinen Rollstuhl vor dem Flug anmelden?

Ja, Dein Hilfsmittel solltest frühzeitig, meistens spätestens 48 Stunden vor Abflug, bei der Airline anmelden, damit Transport und Assistenz organisiert werden können.

Was passiert mit meinem Rollstuhl während des Fluges?

Dein Rollstuhl wird in der Regel im Frachtraum transportiert. Viele Flughäfen ermöglichen die Nutzung des eigenen Rollstuhls bis zum Gate

Bekomme ich kostenlose Unterstützung am Flughafen?

Ja, Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität haben Anspruch auf kostenlose Assistenzleistungen am Flughafen sowie beim Ein- und Aussteigen.

Kann ich mit einem Rollstuhl mit Lufthansa fliegen?

Ja, Lufthansa bietet Assistenzleistungen für Rollstuhlfahrer an. Eigene Rollstühle können in der Regel kostenlos transportiert werden, müssen aber vorab angemeldet werden.

Kann ich mit einem Rollstuhl mit Eurowings fliegen?

Ja, Eurowings befördert Rollstuhlfahrer und bietet Assistenzleistungen am Flughafen an. Die Anmeldung sollte spätestens 48 Stunden vor Abflug erfolgen.

Kann ich mit einem Rollstuhl mit Condor fliegen?

Ja, Condor bietet Unterstützung für Passagiere mit Mobilitätseinschränkungen an. Der Hilfebedarf sollte frühzeitig vor dem Flug angemeldet werden.

Kann ich mit einem Rollstuhl mit TUIfly Deutschland fliegen?

Ja, TUIfly Deutschland bietet Unterstützung für Reisende mit Mobilitätseinschränkungen an. Der benötigte Assistenzservice sollte vorab angemeldet werden.

Kann ich mit einem Rollstuhl mit Discover Airlines fliegen?

Ja, Discover Airlines bietet verschiedene Assistenzleistungen sowie den Transport von manuellen und elektrischen Rollstühlen an. Der Unterstützungsbedarf sollte spätestens 48 Stunden vor Abflug angemeldet werden.

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Diskussion

30 comments on “Fliegen mit Rollstuhl: Praxisratgeber für Deine sichere Reise”

  1. Hallo ihr Lieben,

    wir waren gerade für drei Wochen in Peru und Chile unterwegs. Mit dem Ergoflix. Insgesamt hatten wir mit Inlandsflügen neun Flüge zu meistern. Unsere Reiseagentur hatte im Vorfeld unseren Rollstuhl samt Lithium Batterie angemeldet. Das war eine große Hilfe. Unser Guide hat dann beim Einchecken geholfen. Zumeist lief alles ohne Probleme ab, war nur zeitaufwendig. Auf den kleineren Flughäfen sprach niemand Englisch und alle Begleitpapiere waren in Englisch. Das hat zu lustigen Szenen geführt und manche Situation wird im Gedächtnis bleiben. Also mein Tipp, ich würde immer eine Agentur einspannen, mir vor Ort einen Guide leisten und Geduld haben.
    Wer noch Fragen hat darf gerne fragen

    1. Hallo Michael,

      vielen Dank für Deine tolle Rückmeldung. Wir freuen uns sehr, dass Du eine so tolle Reise mit dem ergoflix hattest!

      Herzliche Grüße aus Hamminkeln
      Dein ergoflix-Team

  2. Hallo, ich werde im August das erstmal mit Rollstuhl verreisen, bin schon aufgeregt und ob alles klappt, Dieser Artikel war sehr hilfreich für mich.Auf jeden Fall freue ich mich schon, hab ja eine Begleitperson dabei.

    1. Hallo Kerstin,

      vielen Dank für Deinen Kommentar.

      Wie toll, dass Dich Dein Rollstuhl demnächst zum ersten Mal mit auf eine Reise begleitet! Wir freuen uns, dass Dir der Artikel bei der Vorbereitung geholfen hat.

      Falls Du mit einem ergoflix-Rollstuhl verreist, können wir Dir außerdem unser E-Book ans Herz legen: https://ergoflix.de/media/65/f2/36/1747831925/25-02-E-Book-Flugreise.pdf

      Wir wünschen Dir eine schöne Reise!

      Herzliche Grüße aus Hamminkeln
      Dein ergoflix-Team

  3. Habe meinen E Rollstuhl seid 6 Jahren mitgenommen. Im Frühjahr auch bei Aircairo Hurghada Nue. Alles Sutzplatz reserv Rollstuhlservies usw genehmigt nut nicht meinen Rollstuhl mit Höhe 95 cm word nur bis 85 cm befördert . Er ist zusammenklappbar und kann liegend befördert werden. Ebenfalls können die beiden Efix Räder abgenommen werden dann unter 85 cm. Trotz 3 Mails Air cairo, Sun express machen Abfertigung und REISEBÜRO bis jetzt keine Zusage nur Ablehung.

    1. Hallo Josef,

      vielen Dank für Deine Nachricht. Es tut uns leid, dass die Fluggesellschaft den Transport Deines Rollis abgelehnt hat. Leider können wir Dir bei diesem Anliegen nicht weiterhelfen. Wir bieten mit dem faltbaren ergoflix LX ein Modell an, dass sich ideal auch für Flugreisen eignet. Wir würden Dir empfehlen, nochmal Kontakt zur Airline aufzunehmen und auch nochmal mit dem Reisebüro zu sprechen – am besten versuchst Du Deine Situation und Deinen Lösungsvorschlag telefonisch zu erklären. Achte außerdem auf die notwendigen Unterlagen, die bei einer Flugreise mit einem E-Rollstuhl erforderlich sind. Für ergoflix-Kunden bieten wir alle wichtigen Unterlagen in unserem Downloadbereich zum kostenfreien Herunterladen an.

      Wir hoffen, dass Du Deinen Urlaub genießen kannst.

      Herzliche Grüße aus Hamminkeln
      Dein ergoflix-Team

    1. Hallo Arnold-Karl,
      vielen Dank für Dein Feedbeck. Wir freuen uns sehr, dass wir Dir mit unserem Artikel weiterhelfen konnten.

      Herzliche Grüße aus Hamminkeln
      Dein ergoflix-Team

    1. Hallo, danke für Deine Nachricht. Prima, wir freuen uns sehr darüber, dass Dir unser Blogbeitrag weitergeholfen hat.

      Herzliche Grüße aus Hamminkeln
      Dein ergoflix-Team

  4. habe schon 2 mal die rollstuhlhilfe in anspruch genommen.von stuttgart über istanbul nach bangkok mit türkisch air.hat alles wunderbar geklappt und die mitarbeiter waren sehr zuvorkommend.echt toll.

    1. Hallo, danke für Deine Nachricht. Wir freuen uns sehr, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst.
      Prima, dass alles so gut geklappt hat. 🙂

      Wir wünschen Dir einen schönen Start in die Woche!

      Herzliche Grüße aus Hamminkeln
      Dein ergoflix-Team

  5. Die Informationen waren absolut super. Ich benötige die Infos und meine Fragen wurden absolut beantwortet.
    Nun schauen wir mal wie es in Wirklichkeit zeigt.

    1. Hey,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Wir freuen uns sehr, wenn die Informationen in unserem Blogbeitrag hilfreich waren. Unser FlixTipp: Wirf gerne einen Blick in unser E-Book zum Thema Flugreise mit Deinem faltbaren Elektrorollstuhl von ergoflix. Das E-Book findest Du hier: https://ergoflix.de/media/g0/a6/d8/1687350072/E-Book-Flugreise-mit-Rollstuhl.pdf. In diesem sind alle wichtigen Informationen noch mal anschaulich zusammengefasst.
      Liebe Grüße
      Dein ergoflix-Team

  6. Der Artikel über das Fliegen mit Rollstuhl ist sehr informativ und ermutigend. Er gibt Ratschläge, wie man eine Flugreise mit Rollstuhl planen und durchführen kann. Er zeigt auch, welche Rechte und Möglichkeiten man als Rollstuhlfahrer hat. Er gibt auch Hinweise, wie man seinen Rollstuhl vor Schäden schützen und was man tun kann, wenn etwas schief geht. Ich habe selbst mal eine Flugreise mit Rollstuhl gemacht, als ich meine Verwandten in Spanien besucht habe. Ich war etwas unsicher, wie das alles klappen würde. Aber ich habe mich gut vorbereitet und die Fluggesellschaft hat mir viel Unterstützung geboten. Ich bin gut angekommen und hatte eine schöne Zeit. Ich finde, dass der Artikel eine gute Hilfe für alle ist, die mit Rollstuhl fliegen wollen.

    1. Hallo, danke, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst! Wir freuen uns sehr, dass Dir der Artikel weitergeholfen hat und Du eine gute Zeit in Spanien hattest.

      Herzliche Grüße aus Hamminkeln
      Dein ergoflix-Team

  7. Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit müsste ich Ihnen mitteilen, dass ich nicht beim buchen bei Eurowings für Mobilität Person buchen.
    Wie kann ich im Flughafen Berlin die Hilfe rufen?ich habe Problem bei lange Strecken und Treppen.
    Danke für Ihre Antwort
    Golala M.

    1. Hey,
      vielen Dank für Deine Anfrage. Leider können wir Dir nicht genau sagen, wie das Vorgehen – speziell bei Eurowings – ist. Schaue einfach mal auf der Webseite von Eurowings vorbei: https://www.eurowings.com/de/informieren/an-bord/barrierefrei-reisen.html. Dort findest Du die entsprechenden Informationen. Auch der Berliner Flughafen unterstützt Dich gerne bei Deiner Reise und bietet einen Serivce an. Welche Unterstützung Du erhalten kannst, findest Du auf der Webseite des Flughafens: https://ber.berlin-airport.de/de/ausgewaehlt/barrierefreies-reisen.html.
      Herzliche Grüße aus Hamminkeln
      Dein ergoflix-Team

  8. Guten Tag
    Wir fliegen um um 6 Uhr früh vom Flughafen Brandenburg und meine Mutter ist nicht gut zu Fuß. Im Urlaubshotel mieten wir uns ein Rollstuhl.
    Jetzt wollte ich wissen ob wir im Flughafen direkt Hilfe bekommen vom Eingang bis zum Terminal wo wir einchecken? Wo muss ich mich hinwenden?

    1. Hey Heike,
      der Mobility Service des Flughafens Brandenburg kann Dich bei Bedarf unterstützen. Alle Informationen findest Du hier: https://ber.berlin-airport.de/de/ausgewaehlt/barrierefreies-reisen.html. Bitte beachte, dass Du rechtzeitig Deinen Hilfebedarf anmeldest, damit ein reibungsloser Ablauf sichergestellt wird. Die Kontaktdaten des Mobilty Services findest Du ebenfalls über den Link.
      Wir wünschen Deiner Mutter und Dir eine wundervolle Reise. Ganz viel Spaß!
      Herzliche Grüße aus Hamminkeln
      Dein ergoflix-Team

  9. hallo! ich bin schwerbehinderter mit ausweis 60%mit (g ) ausserdem bekomme ich einechemoterapie wegen lungenkrebs.meine frage an sie ist wie koomme ich mit einem rollstuhl in das flugzeug mit begleitung.gibt es in düsseldorf eine meldestelle wo man abgeholt wird. ich binn 79 jahre und schwerhörig,deshalb beggleit persohn. mfg.

    1. Guten Tag,

      vielen Dank für Ihre Anfrage. Reisen Sie mit einem E-Rollstuhl? In diesem Fall müssen Sie sich bei Ihrer Airline erkundigen, welche Dokumente Sie benötigen. Die meisten Fluggesellschaften haben ein eigenes Formular, um Elektrorollstühle anzumelden. Meistens ist es notwendig, die Betriebsanleitung sowie den MSDS-Report einzureichen - das kann aber von Airline zu Airline abweichen. Bei unseren ergoflix-Modellen finden Sie die erforderlichen Unterlagen in unserem Download-Bereich (https://ergoflix.de/download.html). Alle Informationen zum barrierefreien Reisen ab dem Flughafen Düsseldorf finden Sie auf deren Webseite: https://www.dus.com/de-de/informieren/barrierefreies-reisen.

      Falls Sie weitere Informationen zum Reisen mit dem ergoflix-Rollstuhl benötigen, rufen Sie uns gerne an (02852 - 945 90 00, Mo. – Fr.: 8:30 Uhr bis 18.00 Uhr) oder schreiben uns eine E-Mail an info@ergoflix.de.

      Herzliche Grüße aus Hamminkeln
      Ihr ergoflix-Team

    1. Guten Tag,

      für einen Rollstuhl benötigen Sie keinen Behindertenausweis. Eine Reihe an Rollstühlen wie z. B. unser beliebter ergoflix® L besitzen eine Hilfsmittelnummer und sind somit bezuschussungsfähig von der Krankenkasse. Für eine Beantragung benötigen Sie ein Rezept von Ihrem Arzt. Das genaue Vorgehen können Sie hier nachlesen: https://ergoflix.de/krankenkassenmanangement.html.

      Schauen Sie doch einmal auf unserer Webseite vorbei und erfahren Sie mehr über unsere elektrischen faltbaren Rollstühle: https://ergoflix.de/elektrischer-rollstuhl.html. Bei Fragen steht unser Kundenservice Ihnen gerne zur Verfügung. Rufen Sie uns an und lassen sich umfassend beraten. Wir sind unter 02852 - 945 90 00 zu erreichen oder per E-Mail an info@ergoflix.de (Mo.-Fr.: 8.30 - 18.00 Uhr).

      Ihr ergoflix-Team

    1. Hallo, generell ist es möglich, den ergoflix im Flugzeug mitzunehmen. Denken Sie insbesondere an das Sicherheitsdatenblatt sowie die Zertifizierungen der Akkus. Diese finden Sie unter https://ergoflix.de/download.html. Zudem informieren Sie bereits im Vorfeld Ihre Airline über die Mitnahme des Elektrorollstuhls. Diese werden Ihnen mitteilen, was Sie am Flughafen und während des Flugs zu berücksichtigen haben. Haben Sie Fragen zum Transport des Rollstuhls im Flieger? Rufen Sie uns gerne an: 02852-945 90 00 (Mo.-Fr.: 8:30 - 17:00 Uhr).
      Wir freuen uns auf Sie und wünschen Ihnen eine schöne Reise.
      Ihr ergoflix-Team

  10. Hallo!
    Können Sie mir sagen wie viel Watt die Akkus haben beim ergoflix L? Ich hatte mich erkundigt bei Condor, da hieß es , es kommt auf die Watt an vom Akku.

    1. Guten Tag,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Die Akkus des ergoflix® L laufen mit 144 Wattstunden. Alle Informationen rund um die Akkus des ergoflix® L finden Sie im Sicherheitsdatenblatt: https://ergoflix.de/media/37/b2/ee/1632486173/Polymer%20Lithium-Ion%20Battery%20Pack%20US%20MSDS(EN)-L.pdf.

      Wir empfehlen Ihnen, das Sicherheitsblatt sowie die Zertifizierungen der Akkus vor dem Flug bei Ihrer Fluggesellschaft einzureichen. Die passenden Unterlagen finden Sie hier: https://ergoflix.de/download.html. Reichen Sie diese am besten per E-Mail bei Ihrer Fluggesellschaft ein.

      Haben Sie Fragen zum Transport des Rollstuhls im Flieger? Rufen Sie uns gerne an: 02852-945 90 00.

      Wir freuen uns auf Sie und wünschen Ihnen eine schöne Reise.

      Ihr ergoflix-Team

    1. Hey,
      um den ergoflix im Flieger zu transportieren, sollten Sie an das Sicherheitsdatenblatt sowie die Zertifizierungen der Akkus denken. Die passenden Unterlagen finden Sie hier: https://ergoflix.de/download.html
      Reichen Sie diese am besten bereits per E-Mail bei Ihrer Fluggesellschaft ein. Haben Sie Fragen zum Transport des Rollstuhls im Flieger? Rufen Sie uns gerne an: 02852-945 90 00 (Mo.-Fr.: 8:30 - 17:00 Uhr).
      Wir freuen uns auf Sie und wünschen Ihnen eine schöne Reise.
      Ihr ergoflix-Team

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